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Meine Lieblingsstädte: Von Hamburg über München nach Rom

Quelle: Bild von Horst Müller auf Pixabay

Die Freie und Hansestadt Hamburg

Hamburg gilt allgemein als das "Tor zur Welt", die "Schöne" und das "Hoch des Nordens". Diese Beschreibungen sind zwar eher unhanseatisch, doch den heimlischen Stolz auf ihre Stadt können auch die Hanseaten selbst nicht verbergen. Denn Hamburg zählt zu den schönsten Städten Deutschlands: neben Stadtleben pur bietet die Hansestadt auch zahlreiche Grün- und Wasserflächen sowie Kultur und Vergnügen.

Zudem hat Einwanderung in Hamburg eine Tradition - ein Umstand, der gerne auch als Grund für die Weltoffenheit der Stadt gilt. Bereits im 16. Jahrhundert flohen viele protestantische Niederländer nach in die Hansestadt. Später folgten portugiesische Juden und französische Adlige, die alle zur Entwicklung Hamburgs zu einer Kaufmannsstadt beitrugen. Heute leben über 282.000 Ausländer in der Stadt, die sich auf alle sozialen Schichten verteilen.

Auch einige Vorurteile können dem Ruf Hamburgs nichts anhaben. So regnet es in Hamburg auch nicht mehr als in anderen deutschen oder europäischen Städten. Und sollte doch einmal "Schietwetter" herrschen, gibt es genügend Möglichkeiten, sich in Hamburg die Zeit zu vertreiben.

Zu den weiteren Vorurteilen: Hamburg ist keineswegs eine kunstfeindliche Stadt - im Gegenteil. Neben der sprichwörtlichen Kaufmannsmentalität zeigten die Hanseaten auch immer Sinn für die schönen Künste. Denn zahlreiche Museen von internationalem Rang und eine vielfältige Theaterlandschaft bieten für jeden Geschmack etwas.

Und zu guter Letzt: Hamburg liegt ebenso wenig am Meer wie München in den Alpen. Die Hansestadt liegt vielmehr an der Elbe, deren Haupt- und Nebenarm den Tidehafen bilden. Und diese hat Hamburg erst zu einer wohlhabenden Stadt gemacht.

Rathaus und Rathausmarkt

Der einstige Verkehrsknotenpunkt Rathausmarkt ist mittlerweile ein zentraler Treffpunkt für Einheimische und Gäste geworden. Er wird zudem auch für Veranstaltungen oder Konzerte genutzt. Das Rathaus selbst ist seit mehr als 100 Jahren Sitz der Bürgerschaft (Parlament) und des Senats (Regierung) der Hansestadt. Jährlich wird es von über 100.000 Menschen aus aller Welt besucht.

Rund um die Alster

Die Alster liegt mitten in der Innenstadt Hamburgs. Sie teilt sich in die kleinere Binnenalster und die größere Außenalster. Allein die Außenalster ist etwa 160 Hektar groß und nahezu vollständig von Grünanlagen umgeben. Die Binnenalster liegt an den Uferpromenaden Neuen Jungfernstiegs sowie des Jungfernstiegs. Die Wasserfontäne in der Mitte der Binnenalster gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Besonders sehenswert sind auch die Alsterarkaden an der "Kleinen Alster" - einem etwa 200 Meter langen Alster-Abschnitt in der Innenstadt am Rathausmarkt. Umgeben ist die Alster zudem von zahlreichen Kanälen und Fleeten.

Der Hamburger Hafen

Der Hafen von Hamburg ist der offene Tidehafen der Freien und Hansestadt. Mit einer Fläche von 7.236 Hektar ist er der größte Seehafen Deutschlands. Europaweit steht er nach Rotterdam und an dritter Stelle. Als Universalhafen kann hier nahezu jede Form von Waren umgeschlagen werden. Diverse Schifffahrtslinien verbinden ihn zudem mit etwa 900 Häfen in etwa 170 Ländern.

Im Jahre 2016 wurden 138,2 Millionen Tonnen an Waren umgeschlagen, davon etwa zwei Drittel in Containern. Das restliche Drittel entfällt auf Massengüter wie Kohle, Erz, Mineralöl oder Getreideprodukte. Neben dem Warenumschlag erfolgt im Hamburger Hafen die gewerbliche Verarbeitung, Lagerung und Veredelung von zumeist importierten Gütern. Er dient als Standort für die Mineralindustrie und gilt zunehmend als Anlauf für Kreuzfahrtschiffe. Der Schiffbau auf den Hamburger Werften ist seit den 1960er-Jahren jedoch stark rückläufig.

Die Ursprünge des Hamburger Hafens reichen bereits bis ins 9. Jahrhundert zurück. Als offizielles Gründungsdatum gilt hingegen der 7. Mai 1189 als Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) den Hamburgern in einem Freibrief die Zollfreiheit für Hamburger Schiffe bis zur Elbmündung an der Nordsee gewährte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen mit zahlreichen Hafenbecken und Kaianlagen bis zu seiner heutigen Größe erweitert. Verwaltet wird er von der Hamburg Port Authority.

Der Hafen bietet 320 Liegeplätze für Seeschiffe an 35 Kilometer Kaimauer. Davon sind 38 Großschiffsliegeplätze für Container- und Massengutschiffe, 97 Liegeplätze an Dalben und 60 Landeanleger einschließlich der Fähranleger der HADAG Seetouristik und Fährdienst AG. Durch die Landflächen führen 137 Kilometer öffentliche Straßen, 156 Kilometer Uferstrecken und 314 Kilometer Hafenbahngleise. Es gibt drei Straßen- und Fußgängertunnel und 147 Brücken, davon 53 feste Eisenbahnbrücken, 52 feste Straßenbrücken, fünf Fußgängerbrücken, neun sonstige und elf bewegliche Brücken.

Im Jahre 2003 wurden zudem die Bauarbeiten für die HafenCity aufgenommen. Der Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte umfasst eine Gesamtfläche von rund 2,2 km² und gehörte ehemals zum Freihafen. Auf einer Fläche von 155 Hektar sollen hier bis Mitte der 2020er-Jahre Wohneinheiten für bis zu 12.000 Personen und Arbeitsplätze für bis zu 40.000 Personen - vornehmlich im Bürosektor - entstehen. Es ist das flächengrößte laufende Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs

Rund um die Speicherstadt

Im Freihafen liegt die über hundertjährige Speicherstadt - der größte Lagerhauskomplex der Welt. Wilhelminische Backsteingotik der Gründerzeit und bizarre Giebel prägen das Bild der Lagerhäuser, in denen noch heute hochwertige Güter wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Tabak und Computer gelagert werden. Zudem befindet sich hier auch das größte Lager für Orientteppiche weltweit. Die Speicherstadt besteht aus 17 sieben- bis achtstöckigen Lagerhäusern mit einer Gesamtfläche von rund 330.000 m². An der "Museumsmeile Speicherstadt" sind zudem das "Deutsche Zollmuseum", das "Spicy's Gewürzmuseum", das "Afghanische Kulturmuseum" und der historische Gruselthemenpark "Hamburg Dungeon". Ebenso in der Speicherstadt beheimatet ist das "Miniatur Wunderland" - eine der größten Modellbauanlagen der Welt.

Highlights rund um Hamburg

Sehenswert sind in Hamburg jedoch nicht nur die Speicherstadt oder der Hafen. So sind die historischen Kontorbauten, Alt-Hamburger Kaufmannshäuser und Fleete noch Zeugen einer Zeit, in der sich die Hansestadt zu einer wohlhabenden Metropole entwickelte. Die Neustadt - nur etwa 1.000 Meter vom Rathaus entfernt - entwickelte sich zu einem nahezu kleinstädtisch anmutenden Wohnviertel, das vom Johannes-Brahms-Platz bis zum Hafen reicht. Die Skyline der Hansestadt bilden jedoch die fünf Hamburger Hauptkirchen - darunter Hamburgs Wahrzeichen, der Hamburger "Michel". Aber auch Kunstfans kommen in Hamburg auf ihre Kosten. So finden sich über sieben staatliche Museen sowie etwa 40 öffentliche und private Museen in der Hansestadt, die jährlich von mehr als einer Million Touristen und Hanseaten besucht werden. 

Viele Möglichkeiten zur Entspannung bieten zudem auch die Hamburger Grünanlagen - allen voran Hagenbecks Tierpark, "Planten un Blomen" mitten in der City oder der Hamburger Stadtpark. Auch die einzelnen Stadtteile der Hansestadt bieten ihr eigenes Flair. So verbinden sich mit St. Pauli die Reeperbahn und Große Freiheit. Der älteste Stadtteil Hamburgs ist St. Georg mit knapp 17.000 Einwohnern aus etwa 100 verschiedenen Nationen. Etwa 14 Kilometer von Hamburgs Stadtmitte entfernt liegt Blankenese (von "blanke nees" = "blanke Nase"). Im 19. Jahrhundert war es das ehemalige Fischerdorf ein bedeutender Standort für Hochseefischer.

Wissenswertes rund um die Freie und Hansestadt Hamburg 

Schiffbau in der Hansestadt Hamburg

Die Hamburger Werften haben den Hafen der Hansestadt entscheidend geprägt - von den Stapeln über die Hellingen und Docks bis hin zu den Kabelkrananlagen. Um 1900 gab es in Hamburg acht große Werften, die sich vor allem auf den Eisenschiffbau spezialisiert hatten. Hinzu kamen zahlreiche Kleinwerften, Yachtwerften, Reparaturwerften, Abwrackwerften und Bergungsunternehmen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die Hansestadt jedoch durch mehrere große Werftenkrisen ihre Stellung als bedeutendes Schiffbauzentrum in Europa verloren. Seit Mitte der 1980er-Jahre verblieb mit Blohm + Voss die einzige Großwerft an der Nordelbe. Das Trockendock Elbe 17 gilt heute als touristische Attraktion, wenn große Kreuzfahrtschiffe wie die Queen Mary 2 oder die Freedom of the Seas zur Wartung und Reparatur eindocken.

Die Elbphilharmonie in der HafenCity

Die Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören. Sie entsteht auf einem alten Kaispeicher direkt an der Spitze der HafenCity. Der markante und wellenförmige Glasbau ist an seiner höchsten Stelle 110 Meter hoch. Geplant wurde die Elbphilharmonie vom Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Herzstück der Elbphilharmonie ist der große Konzertsaal mit 2.150 Plätzen. Aus Schallschutzgründen ruht er 12.500 Tonnen schwere Saal auf 362 Federpaketen und ist damit vom restlichen Gebäude entkoppelt. Neben dem Konzertsaal entsteht im Ostteil ein Hotel auf 14 Ebenen mit 250 Zimmern, Wellness- und Konzertbereich. Im Westteil entstehen 45 Luxuseigentumswohnungen. In der Öffentlichkeit steht das Projekt wegen der deutlich gestiegenen Kosten jedoch in der Kritik. Ursprünglich auf 186 Millionen Euro veranlagt wird die Elbphilharmonie am Ende wohl über 500 Millionen Euro kosten.

Kulinarisches und Gastliches aus der Hansestadt

Die Hamburger Küche wurde bis weit ins 20. Jahrhundert durch das umfangreiche Fisch-Angebot der Elbe und der Nordsee geprägt. Aus den Vierlanden stammte das regionale Gemüse, Obst wurde vor allem aus dem Alten Land eingeführt. Zu den traditionsreichsten Gerichten der Hamburger Küche gelten verschiedene Heringsgerichte wie Matjes oder Bismarckhering sowie die Finkenwerder Scholle. Die Hamburger Küche ist ebenfalls für ihre Eintopfgerichte bekannt - vor allem für Labskaus und Steckrübeneintopf. Zu den wohl bekanntesten Süßspeisen zählt die Rote Grütze, die aus verschiedenen roten Früchten erstellt wird und meist mit Milch, leicht angeschlagener Sahne oder mit Vanillesauce gereicht wird.

Eines der bekanntesten und traditionsreichsten Hotels ist heute das Atlantic. Das "weiße Schloss an der Alster" wurde am 2. Mai 1909 als Grand Hotel für die Passagiere der Hamburg-Amerika-Linie gegründet. Seit 1957 gehört das denkmalgeschützte Hotel zur Kempinski-Hotelgruppe. Prominenter Bewohner ist seit vielen Jahren der Musiker und Maler Udo Lindenberg. Viele seiner Bilder sind dort ausgestellt.

Die Elbe

Nach dem Rhein ist die Elbe der längste und verkehrsreichste Fluss in Deutschland. Mit einem Einzugsgebiet von über 148.000 km² ist sie zudem das viertgrößte Flussgebiet Europas nach der Donau, dem Rhein und der Weichsel. Die Elbe entspring im Riesengebirge und mündet nach rund 1.100 Kilometern bei Cuxhaven in die Nordsee. Zu den wichtigsten Nebenflüssen gehören unter anderem auch die Saale, die Moldau oder die Havel.

Neben Hamburg gehören Dresden und Magdeburg zu den größten Städten entlang des Flusses. Einst zählte die Elbe zu den schmutzigsten Flüssen Europas. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Wasserqualität allerdings durch neue Kläranlagen erheblich verbessert. Heute bietet der Fluss wieder einen Lebensraum für zahlreiche Fischarten.

Das Alte Land

Das Alte Land erstreckt sich über eine Fläche von 170 km² südlich der Elbe zwischen Hamburg und Stade. Über Jahrtausende hinweg wurde dieser linksrheinische Teil der Elbmarschen durch Sand- und Schlagablagerungen im Fluss aufgespült. Nach dem 13. Jahrhundert wurde das Alte Land durch niederländische Siedler kultiviert; seitdem teilen Wassergräben und Kanäle das fruchtbare Land in lange Streifen. Mönche des Klosters in Stade führten schließlich den Obstbau in dieser Region ein.

Heute gilt es mit rund 16 Millionen Bäumen das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands und eines der größten in Europa. Auf einer Fläche von rund 9.500 Hektar werden zu 90 Prozent Äpfel angebaut - der Rest entfällt auf Kirschen, Birnen, Pflaumen sowie Erd- und Himbeeren. Etwa 750 Obstbaubetriebe sind derzeit heute angesiedelt. Die Region liegt zu einem Drittel in der Hansestadt und zu etwa zwei Dritteln in Niedersachsen. Für die Hamburger ist das Alte Land eine der beliebtesten Naherholungsgebiete; die Bauernhäuser mit ihren weißen Pforten zählen zu den prunkvollsten in Deutschland.

Das Naturerbe Wattenmeer

Das Wattenmeer der Nordsee erstreckt sich über eine Fläche von etwa 9.000 km² auf einer Länge von 450 Kilometern und einer Breite von etwa 40 Kilometern. Es umfasst das gesamte Küstengebiet einschließlich Inseln, Dünen, Sandbänken, Prielen und Salzwiesen. Das Wattenmeer gilt als einzigartiges und hochsensibles Ökosystem, dessen Entwicklung bereits bis in der letzten Eiszeit vor 10.000 bis 12.000 Jahren begann. Tausende Pflanzen- und Tierarten sind dort angesiedelt - darunter Muscheln, Krebse, Seehunde und Fische. Zudem gehört das Watt zu den vogelreichsten Gebieten in Mitteleuropa. Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer ist eine Exklave der Hansestadt und liegt etwa 12,5 Kilometer vor Cuxhaven im Mündungsgebiet der Elbe. Er ist Teil des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer und zählt heute zum UNESCO-Weltnaturerbe. Jedes Jahr besuchen rund 100.000 Menschen den Nationalpark. Naturschützer kritisieren immer wieder den starken Tourismus und den Wassersport als Gefahr für die Natur.

Weitere Informationen

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München: Von der Residenzstadt zur Weltstadt

Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts steht München in dem Ruf, "Deutschlands heimliche Hauptstadt" zu sein. Als es sich dann noch eigenhändig als "Weltstadt mit Herz" bezeichnete, hatte dies durchaus auch für Spott gesorgt. "Millionendorf", "Unheimlische Hauptstadt" oder "Weltstadt der Halbseidenen" war da zu hören. Der Theaterlöwe und Wahlmünchner Fritz Kortner raunzte: "München hat das Gegenteil von Größenwahn. Es hat einen Kleinstadtwahn."

Der Aufstieg Münchens von der Residenzstadt zur weltoffenen Großstadt ging jedoch mit einigen Veränderungen einher. Kritiker beklagen vor allem die "Boutiquisierung" und "Verbankung" der Altstadt. Und dennoch: die Isarmetropole ist heute eine der führenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands. Dabei fehlt der Stadt nichts, womit auch Berlin, Rom, Wien oder Paris aufwarten können: nämlich mit Triumphtoren, Siegessäulen, Obelisken und Staus - nur eben übersichtlicher. Die Isarmetropole bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten - vom Marienplatz über das Hofbräuhaus, den Englischen Garten und Olympiapark bis hin zum mächtigen Stadtschloss - der Residenz - und der weitläufigen Barockanlage von Schloss Nymphenburg. Aber auch kulturell hat München viel zu bieten - von großen Sammlungen, die Weltruhm genießen bis hin zu kleinen Museen, die auch ausgefallene Vorlieben bedienen.

Über Jahrhunderte hinweg diente München als Residenzstadt für die bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige sowie für die Erzbischöfe von München und Freising. Ein Höhepunkt in der Geschichte der Isarmetropole war die Erhebung des Kurfürstentums Bayern zum Königreich. Anlass hierfür war die Bündnistreue Bayerns mit Napoleon Bonaparte während der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz am 2. Dezember 1805, die mit einem französischen Sieg endete. Im Frieden von Pressburg wurde Bayern zum Königreich proklamiert - Herzog Maximilian IV. Joseph (1799-1805) nahm zudem zum 1. Januar 1806 den offiziellen Titel "König Maximilian I. von Bayern" (1806-1825) an. Gemeinsam mit seinem Minister Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1799-1817) gilt er als Reformer des bayerischen Staates: als erster deutscher Staat erhielt Bayern eine ständeunabhängige Volksvertretung. Gleichzeitig beseitigte die Verfassung alle Relikte der Leibeigenschaft.

Doch nicht nur politisch spielte München als bayerische Haupt- und Residenzstadt in der Folgezeit eine wichtige Rolle. So wuchs München während der Regierungszeit von Maximilian I. Joseph zu einer der größten Städte in Europa heran. Unter seinem Nachfolger Ludwig I. (1825-1848) entwickelte sich München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Neben bekannten Bauwerken wie der Feldherrnhalle oder dem Königsplatz entstanden auch weltbekannte Museen wie die Alte und Neue Pinakothek. König Maximilian II. Joseph (1848-1864) festigte den Ruf Münchens als Universitätsstadt und gründete das Maximilianeum zur Hochbegabtenförderung. Auch der Baustil - der sogenannte "Maximilianstil" - war für München prägend, wie etwa bei der Maximilianstraße.

Unter Prinzregent Luitpold (1886-1912) erfuhr München zudem einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung: so erlebte Schwabing eine Blüte als Künstlerviertel; im Jahre 1903 wurde das Deutsche Museum eröffnet und 1907 mit dem Tierpark Hellabrunn der weltweit erste Geo-Zoo. Im gleichen Jahr wurde auch die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter ins Leben gerufen. Nicht zu vergessen: im Jahre 1899 fand in München die erste Fahrprüfung der Welt mit Ausgabe von Führerscheinen und ersten Zulassungsnummern statt. Luitpold übernahm 1886 die Regierungsgeschäfte für den entmündigten König Ludwig II. (1864-1886), der volkstümlich auch als "Märchenkönig" bezeichnet wurde. Dieser hatte sich in der bayerischen Geschichte vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr - unter anderem von Neuschwanstein - ein Denkmal gesetzt.

Mit König Ludwig III. (1912-1918) endete 1918 nicht nur die Monarchie und die damit verbundene Herrschaft der Wittelsbacher. Revolutionäre Wirren wie die Münchner Räterepublik und der zweifelhafte Titel als "Hauptstadt der Bewegung" für die Nationalsozialisten prägten die Isarmetropole in den folgenden Jahrzehnten. Erst als Hauptstadt des Freistaates Bayern entwickelte sich München zu einer modernen Großstadt und zu einem bedeutenden High-Tech-Standort. Nicht umsonst wurde die bayerische Landeshauptstadt den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts auch als "Deutschlands heimliche Hauptstadt" bezeichnet. So fehlt es der Isarmetropole an nichts, womit auch andere Großstädte aufwarten können - sie ist nur übersichtlicher und gemütlicher.

Kulinarisches aus München

Die Münchener Weiswurst

Die bekannteste Münchner Spezialität ist die Weißwurst. Es handelt sich dabei um eine Brühwurst, die für gewöhnlich aus Kalbfleisch, Schweinerückenspeck und Gewürzen hergestellt wird. Da das Fleisch nicht gepökelt wird, hat sie eine helle grau-weiße Farbe. Traditionell wird sie frühmorgens hergestellt und vormittags als Imbiss auf Märkten und in Wirtshäusern mit süßem Senf, Brezn und Weißbier verzehrt. Einer Legende nach wurde die Weißwurst am 22. Februar 1857 im Gasthaus "Zum Ewigen Licht" am Marienplatz vom Wirtsmetzger Joseph Moser (auch "Moser Sepp" genannt) eher zufällig bei der Bratwurstherstellung als "Fehlfabrikat" erfunden. Später wurde sie durch das Oktoberfest oder den Münchner Fasching auch über die Stadtgrenzen bekannt. Als "Weißwurstäquator" wird zudem heute eher scherzhaft die Grenze zwischen Altbayern und dem restlichen Deutschland bezeichnet.

Zu den bekanntesten bayerischen Spezialitäten gehört natürlich auch der "Obatzter", der zu einer traditionellen Brotzeit serviert wird. Ursprünglich diente er zur Verwertung weich gewordener Käsereste - diese wurden zusammen gemischt (bayerisch: "obazd") und mit Gewürzen angemacht. Da es im 19. Jahrhundert noch keine Kühlschränke gab, wollte man kräftig gereiften Käse nicht einfach wegwerfen. Über die richtige Rezeptur herrscht auch in der Branche selbst keine Einigkeit, da es bislang kein festes Rezept für die Käsemischung gibt. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) hat jedoch eine Rahmenrezeptur vorgeschlagen, die unter anderem aus Camenbert, Brie und/oder Romadur, Frischkäse, Butter, Gewürzen, Zwiebeln und Salz bestehen soll. Auch die geringe Zugabe von Bier zur Geschmacksverfeinerung soll erlaubt sein.

Bayerisches Nationalgetränk - das Bier

Als "Weißbier" bezeichnet man üblicherweise ein obergäriges Bier, das in Deutschland mindestens zur Hälfte aus Weizenmalz hergestellt sein muss. Außerhalb Südbayerns wird es auch als "Weizen", "Weißes", "Weiße", sowie - zur genaueren Differenzierung - auch als "Hefeweizen", "Hefe" oder ""Kristallweizen" bezeichnet. Der Stammwürzegehalt liegt üblicherweise zwischen elf und 14 Prozent, der Alkoholgehalt normalerweise bei fünf bis sechs Volumenprozent. Maßgebend ist zudem auch das Reinheitsgebot, wonach Bier nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser enthalten soll. Weißbier wird in besonders geformten hohen, schlanken Gläsern ausgeschenkt.

Deren Form wurde so gewählt, damit die Kohlensäureperlen lange durch das Getränk nach oben steigen können und es lange frisch halten. Der verstärkte Glasboden dient dazu, um mit dem Bier traditionsgemäß "unten" anzustoßen, was gewöhnlich auch als "Weißbierstutz'n" bezeichnet wird. Die älteste noch bestehende Brauerei Münchens ist die Augustiner-Bräu Wagner KG. Ihre Wurzeln reichen bereits bis ins Jahr 1328 zurück als eine Brauerei des Augustinerordens. Im Zuge der Säkularisation des Jahres 1803 wurde die Brauerei vom Staat übernommen; seit 1829 ist sie im Privatbesitz der Familie Wagner.

Über den Ursprung des Begriffes "Bier" wissen die Experten allerdings noch recht wenig: So halten manche Sprachwissenschaftler eine Verwandtschaft mit dem Wort "brauen" für wahrscheinlich. Aber auch ein Zusammenhang mit dem germanischen Wort für Gerste oder Getreide ist denkbar. Manche Forscher wollen darin sogar einen Zusammenhang mit dem türkischen "buzza" erkennen - einem Getränk aus Hirse, Mais, Buchweizen, Hafermehl und Gerste. Andere Sprachwissenschaftler vermuten eine Ableitung vom spätlateinischen Wort "biber" ("Trank"), da Bier zuerst in den Klöstern gebraut wurde. Möglich ist zudem auch eine Verwandtschaft mit dem germanischen Wort "beuza" - es beschreibt das "Aufschäumende" und "Blasenwerfende".

Die lange Tradition der Biergärten

Die Biergärten haben eine lange Tradition in der Münchner Gastronomiekultur. Sie entstanden bereits im 16. Jahrhundert, als Bier vorwiegend noch mit untergäriger Hefe gebraut wurde. Da das Bierbrauen somit nur in den kalten Monaten zwischen Ende September und Ende April möglich. Da es zudem auch noch keine Pasteurisierung gab, entstanden Biergärten entstanden häufig unter Baumpflanzungen. Diese wurden über den Bierkellern angepflanzt, um eine Kühlung des Bieres zu gewährleisten. Traditionelle Biergärten werden vom Gaststättenrecht bezüglich des Lärmschutzes privilegiert. Begründet wird dies mit einer besonderen Bedeutung der Biergärten, weil diese "wichtige soziale und kommunikative Funktionen" erfüllen würden. Außerdem dürfen Gäste im Biergarten selbst mitgebrachte Speisen verzehren, Getränke sind aber nur beim Betreiber des Biergartens zu erwerben. Rechtliche Grundlage dafür ist die Bayerische Biergartenverordnung von 1999. Heute sind Biergärten ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in München. Typisch für sie ist die sogenannte "Biergarnitur". Der größte Biergarten Münchens ist mit etwa 8.000 Plätzen der Hirschgarten.

Münchner Wahrzeichen - Das Hofbräuhaus

Ebenfalls weltberühmt und eines der Münchner Wahrzeichen ist das Hofbräuhaus am Platzl. Seine Geschichte reicht zurück bis zum 27. September 1589 als Herzog Wilhelm V. von Bayern (1579-1597) den Bau des Hauses als Brauerei für den Hof und dessen Bediensteten in Auftrag gab. Der Zweck des Hofbräuhauses war zunächst, mit der Produktion von Braunbier die Ausgaben des Hofes zu senken. Im Jahre 1828 gestattete König Ludwig I. von Bayern (1825-1848) die "Gastung": so war es fortan erlaubt, die Bevölkerung im Hofbräuhaus zu bewirten. 1844 wurde der Bierpreis deutlich unter das damals übliche Niveau, um dem "Militär und der arbeitenden Klasse einen gesunden und wohlfeilen Trunk zu bieten".

Mit dem zunehmenden Tourismus in München erfreute sich das Hofbräuhaus auch steigender Beliebtheit bei den Besuchern aus aller Welt. Von seiner Gründung an war es im Besitz der bayerischen Herrscher, zunächst Herzöge, später Kurfürsten. Seit 1852 gehört das Hofbräuhaus dem bayerischen Staat. Übrigens: Das älteste noch bestehende Gasthaus Münchens ist die Hundskugel, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1440 zurückreichen.

Oktoberfest: Das größte Volksfest der Welt

Bierdurst und Bierdunst sind alljährlich auch auf dem Oktoberfest zu finden. Früher waren diese Feste in Bayern keine Seltenheit, um das neue Märzenbier vor der neuen Biersaison aufzubrauchen. Das erste große Münchner Oktoberfest hatte jedoch einen anderen Anlass, nämlich die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hilburghausen am 17. Oktober 1810. Aus diesem Grund veranstaltete der Bankier und Major Andreas Michael Dall'Armi fünf Tage zuvor - am 12. Oktober 1810 - auf einer Wiese vor den Stadtmauern von München ein großes Pferderennen. Seitdem heißt das Gelände auch Theresienwiese, woher auch die mundartliche Bezeichnung "Wiesn" für das Oktoberfest stammt.

Vier Jahre nach der Proklamation des Königreiches Bayern, dem nun auch große Teile Schwabens und Frankens angehörten, sollte mit dem Fest das Gemeinschaftsgefühl der Neubayern sowie die Ausrichtung auf die Residenzstadt München und die Wittelsbacher fördern. Bei der Ur-Wiesn 1810 gab es noch keine geschlossenen Zelte, sondern nur offene Buden aus Brettern. Die Maß braunes Kellerbier kostete drei Kreuzer und drei Pfennige - und Rauchen im Bierzelt war noch kein Thema. Nach Abschluss der Hochzeitsfeierlichkeiten sollte das Fest nun jedes Jahr wiederholt werden. Das Königshaus übertrug dem "Landwirthschaftlichen Verein" die Aufgabe, ein "Nationalfest" zu organisieren.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich immer mehr zum Volksfest; zudem wurde es wegen des Altweibersommers auf den September vorverlegt, so dass nur das letzte Wochenende noch im Oktober liegt. So gab es bereits 1818 das erste Karussell und zwei Schaukeln - zudem kamen Kegelbuden und verschiedene Spielangebote auf wie Sacklaufen oder Wagenradlaufen. Die ersten Bierburgen wurden 1896 von unternehmungslustigen Wirten aufgestellt. Die Pferderennen als ältester Bestandteil des Volksfest wurden jedoch 1938 aus organisatorischen Gründen eingestellt und erst zum 200-jährigen Jubiläum der Wiesn 2010 wiederbelebt.

Mittlerweile fanden 183 Oktoberfeste statt - rund zwei Dutzend mal musste das Volksfest aber wegen Seuchen, Kriegen und Inflation ausfallen. In den Jahren 1854 und 1873 wurde es wegen Cholera abgesagt. Auch in den Kriegs- und Nachkriegsjahren gab es keine Oktoberfeste - so feierte man während des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 keine Wiesn. Nach dem Sturz der Monarchie und der Niederschlagung der Münchner Räterepublik fanden 1919 und 1920 nur zwei kleine Herbstfeste statt, die jedoch nicht als Oktoberfest zählen. In den Jahren 1923 und 1924 fiel die Wiesn wegen der Inflation aus. Auch während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) fiel das Oktoberfest aus. Nach 1946 entwickelte sich die Wiesn jedoch sehr rasch zum Publikumsmagneten - bereits 1950 kamen rund fünf bis sechs Millionen Besucher.

Heute zieht es jährlich fast sechs Millionen Besucher an. Dabei kommen die Gäste auch immer zahlreicher aus dem Ausland - insbesondere aus Italien, Japan, den USA und Australien. Für das Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien zudem ein spezielles Bier ("Wiesn Märzen") mit mehr Stammwürze und mit höherem Alkoholgehalt. Jährliche Highlights des Oktoberfestes sind der Einzug der Wiesnwirte, um das Fest zu eröffnen, sowie der Trachten- und Schützenzug. Die teilnehmenden Vereine und Gruppen kommen größtenteils aus Bayern, aber auch aus anderen deutschen Bundesländern, Österreich, der Schweiz, Norditalien und aus anderen europäischen Ländern.

Mit bis zu 9.000 Teilnehmern und einer Länge von etwa sieben Kilometern gilt der Trachtenumzug zudem als einer der größten der Welt. So gab es bereits 1818 das erste Karussell und zwei Schaukeln - zudem kamen Kegelbuden und diverse Spielangebote wie Sacklaufen oder Wagenradlaufen auf. Seit 1896 stellten unternehmungslustige Wirte die ersten Bierburgen auf. Die Pferderennen als ältester Bestandteil des Volksfestes wurden 1938 schließlich aus organisatorischen Gründen eingestellt und erst zum 200-jährigen Jubiläum des Volksfestes 2010 wiederbelebt.

Das Oktoberfest ist heute als größtes Volksfest der Welt ein einziger Superlativ und bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Jährlich kommen rund sechs Millionen Besucher auf die Wiesn. Der Rekord lag bei 7,1 Millionen im Jahr 1985. Mehr Gäste möchte die Stadt München jedoch nicht anlocken - da es sonst zu eng wird. Beim 184. Oktoberfest 2018 kamen etwa 6,3 Millionen Gäste aus aller Welt. Dabei wurden 7,5 Millionen Maß Bier getrunken sowie 124 Ochsen und 48 Kälber verzehrt.
  • Das Wiesn-Gelände erstreckt sich auf einer Fläche von 34,5 Hektar. An besucherstarken Tagen drängen sich etwa 400.000 Menschen auf dem Areal. Für allzu menschliche Bedürfnisse bieten die Toiletten auf dem Areal rund 1.400 Sitzplätze, etwa 880 Meter Stehplätze und 31 behindertengerechte stille Örtchen.
  • Gigantisch sind auch die Bierzelte - das größte ist das Hofbräuzelt mit 10.000 Sitzplätzen inklusive Biergarten. Zudem ist der Trachten- und Schützenzug mit bis zu 9.000 Teilnehmern und sibene Kilometern einer der größten der Welt. Eröffnet wid das Oktoberfest durch den Fassanstich, der vom Münchner Oberbürgermeister durchgeführt wird. Die Bestmarke liegt bei zwei Schlägen - Rekordhalter sind das frühere Stadtoberhaupt Christian Ude (2005, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013) sowie der aktuelle Amtsinhaber Dieter Reiter (2015, 2016, 2017, 2018). Erstmals zum Schlegel griff der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer im Jahre 1950 - damals benötigte er noch 19 Schläge. Traditionell erhält der bayerische Ministerpräsident die erste Maß. Danach werden auch in den anderen Bierzelten die ersten Fässer angezapft und Bier an die Wiesnbesucher ausgeschenkt.
  • Auch für die Umwelt wird auf den Wiesn einiges getan: Demnach sind der Restmüll und Wasserverbrauch um ein Vielfaches gesunken. Dennoch liegt der Jahresverbrauch bei etwa drei Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 1.200 Haushalten. Der Restmüll liegt bei gut 900 Tonnen - die Speisereste und Knochen liegen bei etwa 410 Tonnen.
  • Allein 2018 wurden 2.885 Fundstücke gezählt - darunter 840 Ausweise, 350 Kleidungsstücke, 460 Geldbörsen, 350 Smartphones und Handys, 300 Schlüssel, 140 Brillen, 130 Schmuckstücke und Uhren. Zudem wurden zwei Eheringe und ein Gebiss gefunden.

Trauriger Höhepunkt war jedoch das Oktoberfestattentat am 26. September 1980: Bei einem Terroranschlag mit rechtsextremen Hintergrund kamen 13 Menschen ums Leben - 211 Besucher wurden teils schwer verletzt. Der Anschlag gilt bis heute als schwerster Terrorakt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dennoch findet das Oktoberfest heute weltweit zahlreiche Kopien - derzeit werden mehr als 2.000 Nachahmer gezählt mit steigender Tendenz. Einer der größten Ableger ist das Oktoberfest in der brasilianischen Großstadt Blumenau. Auch aus Japan, Russland, Vietnam, Bahrain oder Hawaii und selbst in der Antarktis wurden schon Ableger des Bierfestes gemeldet.

Was man noch über München wissen sollte

Der meteorologische Luftgeist Föhn

Er gilt als Luftikus, Streuner oder fiebriger Geselle - der Föhn. Dabei handelt es sich bei ihm lediglich um ein meteorologisches Wetterphänomen: Fällt der Luftdruck am Nordrand der Alpen unter jenen am Südrand, entsteht durch die Saugwirkung ein warmer und trockener Fallwind. Die im Süden aufsteigende feuchte Luft strömt nordwärts und regnet sich über den Alpen ab. Die Schlechtwetter-Wolken werden schließlich vom Föhn verdrängt - die verbliebenen Streifenwolken an einem fiebrig blauen Himmel erzeugen die klarste Fernsicht. Bei vielen Menschen erzeugt diese Wetterlage nicht selten die Föhnkrankheit - zu den bekanntesten Symptomen gehören Herz- und Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Ob es sich dabei um eine eigene Krankheit oder lediglich um eine Form von Wetterfühligkeit handelt, ist heute umstritten.

Mit Flugblättern gegen den Nazi-Terror

Die Weiße Rose wurde im Juni 1942 gegründet und zählt zu bedeutendsten Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus. Am 18. Februar 1943 setzte die Gruppe ein mutiges Zeichen gegen den Terror des NS-Regimes, als die Geschwister Scholl in der Münchner Universität Hunderte von Flugblättern gegen das NS-Regime. Bis heute gelten die Geschwister als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. In Erinnerung an die mutige Aktion der Widerstandsgruppe wird seit 1980 der Geschwister-Scholl-Preis verliehen.

Dachau - Das erste KZ der NS-Diktatur

Das ehemalige KZ Dachau liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von München. Es war das erste große und dauerhaft angelegte Konzentrationslager während der Diktatur des Nationalsozialismus. Bereits wenige Wochen nach der "Machtergreifung" Adolf Hitlers wurde das KZ am 22. März 1933 errichtet. Die ersten Gefangenen waren politische Gegner des NS-Regimes - später folgten Kriminelle, engagierte Christen, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie vor allem Juden. Zwischen 1933 und 1945 waren im Dachauer KZ sowie seinen 140 Außenstellen mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert.

Als das Lager am 29. April 1945 von US-Truppen befreit wurde, waren noch mehr als 30.000 Häftlinge aus 31 Nationen in den Baracken eingepfercht. Nach der Befreiung des KZ Dachau inhaftierten die Alliierten bis 1948 im Internierungslager Dachau ehemalige Angehörige der SS und der Waffen-SS sowie frühere Funktionäre der NSDAP. Heute befindet sich auf dem Gelände die KZ-Gedenkstätte Dachau.

Vom Künstlermekka zum Szeneviertel

Einst galt Schwabing als bedeutendes Mekka für zahlreiche bekannte Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. Dezember 1886 zur Stadt erhoben, wurde Schwabing im Jahre 1890 in die damalige Residenzstadt München eingemeindet. Dank des Rufs der Akademie der Bildenden Künste war Schwabing bereits um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts ein Mekka für zahlreiche bedeutende Künstler. In den Künstlerkneipen verkehrten unter anderem Maler wie Paul Klee oder die Mitglieder der Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter". Auch bedeutende Dichter und Schriftsteller wie Ludwig Ganghofer, Thomas Mann, Bertholt Brecht oder Ludwig Thoma lebten und arbeiteten in Schwabing. Heute zählt der größte Münchner Stadtteil zu den bedeutendsten Szenevierteln der bayerischen Landeshauptstadt.

Ein Mönch und ein "Kindl"

Der Mönch gilt seit jeher der zentrale Bestandteil des Münchner Stadtwappens, da sich zudem der Name der Stadt vom Begriff "Mönch" ableitet. So wird auf dem Wappen ein Mönch mit einer golden bordierten, schwarzen Kutte, sowie mit Kapuze und roten Schuhen dargestellt. In der linken Hand hält er ein rotes Buch, die rechte ist erhoben, Daumen, Zeige- und Mittelfinger sind ausgestreckt. Aus dem Stadtwappen Münchens leutete sich im Laufe der Zeit auch das sogenannte "Münchner Kindl". Verschiedene Künstler hatten das Wappen seit dem 16. Jahrhundert immer wieder verändert und den Mönch zunehmend als Kind dargestellt. In den 1920er-Jahren wurde aus dem Jungen schließlich ein Mädchen.

Seit 1972 wird vom Festring München e. V. jedes Jahr ein Münchner Kindl berufen, dass zwischen 20 und 29 Jahre alt sein sollte. Der Festring organisiert den Einzug der Wiesnwirte sowie den Trachtenzug des Oktoberfestes. Das Münchner Kindl führt den Einzug der Wiesnwirte des Münchner Oktoberfestes an und steht neben dem Oberbürgermeister von München, wenn er das Oktoberfest mit einem "O'zapft is!" eröffnet. Es stammt aus den Reihen der Münchner Wiesn-Wirte, Schausteller und Brauereien. Das Münchner Kindl gilt auch als die "Botschafterin" der Stadt. Fremdsprachenkenntnisse, gute Umgangsformen, sowie großes Hintergrundwissen über München und Bayern sind daher von Vorteil.

Die "gute alte Zeit" des Märchenkönigs

Er ist wohl der berühmteste und bekannteste der bayerischen Monarchen: König Ludwig II. von Bayern (1845-1886). Zahlreiche Lieder ranken sich noch heute um das Leben und den Tod des Wittelsbachers. Der bayerische Geheimbund der "Guglmänner" versteht sich noch heute als Hüter der bayerischen Monarchie und hält auch die Verschwörungstheorien um Ludwigs Tod am 13. Juni 1886 am Leben. Während Ludwig II. zu Lebzeiten vor allem nach einem mystisch geprägten Idealbild eines christlichen Königtums strebte, zeigte er während seiner Regierungszeit kaum praktisch-politische Initiative. So hat sich Ludwig II. in der bayerischen Geschichte vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr ein Denkmal gesetzt, weshalb er volkstümlich auch als "Märchenkönig" bezeichnet wird.

Das wohl berühmteste Bauwerk ist heute das idyllisch in den Bergen gelegene Schloss Neuschwanstein. Rund 1,3 Millionen Besucher besichtigen jedes Jahr das Märchenschloss bei Füssen. Schloss Linderhof bei Oberammergau ist das kleinste von Ludwigs Schlössern. Es ist zudem das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet wurde. Die besondere Attraktion ist die Venusgrotte - eine künstlich angelegte Tropfsteinhöhle mit einem Wasserfall und See. Schloss Herrenchiemsee gilt als Abbild des Schlosses von Versailles auf der Herreninsel - der größten Insel des Chiemsees - und sollte ein Denkmal für den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. werden. Im Königshaus am Schachen verbrachte Ludwig II. seine Geburtstage in der Abgeschiedenheit des Wettersteingebirges. Heute ruht der bayerische Monarch in der Fürstengruft der Münchner Jesuitenkirche St. Michael.

Marienverehrung in Bayern

Die Verehrung der Gottesmutter Maria als Schutzheilige Bayerns ("Patrona Bavariae") reicht bereits mehrere Jahrhunderte zurück. Eingeführt wurde sie zwar von Herzog Maximilian I. von Bayern (1597-1651), allerdings dürfte sie jedoch deutlich älter sein. Ein besonderes Symbol der Marienverehrung in München ist die im Jahre 1638 errichtete Mariensäule. So werden heute jeden Samstag dort der Rosenkranz gebetet und Prozessionen abgehalten.

Der Marien-Wallfahrtsort Altötting - etwa 90 Kilometer östlich von München entfernt - gilt heute als geistliches Zentrum Bayerns und als Mittelpunkt bayerischer Volksfrömmigkeit. Die oberbayerische Stadt im Alpenvorland mit über 12.000 Einwohnern hat sich größten Pilgerstätte im deutschsprachigen Raum entwickelt. Rund eine Million Gläubige pilgern jährlich zur Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. Die Marienverehrung in Altötting beruht auf zwei Zwischenfälle in den Jahren 1489 und 1490, als ein dreijähriger Junge ertrank und ein weiterer von einem Wagen überfahren wurde. Die Eltern sollen daraufhin die Muttergottes angerufen haben, worauf den Jungen wieder das Leben geschenkt wurde.

In den überwiegend katholischen Gegenden Bayerns und im Saarland ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag, an dem Mariä Himmelfahrt begangen wird. Der Legende nach war dies der Todestag der Mutter Gottes. Im Jahre 1950 verkündete Papst Pius XII. (1939-1958) das Dogma "von der ganz menschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel". Der Überlieferung nach stieg der Leichnam Marias in den Himmel auf - ihre Kleider blieben im Sarkophag und werden heute noch als Reliquien in großen Gotteshäusern gezeigt.

Andere Legenden berichten hingegen, dass die Apostel das Grab Marias öffneten und statt ihres Leichnams darin Blüten und Kräuter fanden. Aus diesem Grund wird in der katholischem Grund seit Jahrhunderten an diesem Tag auch eine Kräzerweihe zelebriert, die aus sieben Kräutern bestehen - symbolisch für die sieben Sakramente und die sieben Schmerzen Marias. Auf dem Dachboden aufgehängt, sollen die Kräuter gegen Krankheiten helfen sowie vor Gewittern und Blitzschlag schützen. In Deutschland wurde Mariä Himmelfahrt im 8. Jahrhundert eingeführt. Seit dem 13. Jahrhundert ist die Himmelfahrt der Mutter Gottes eine häufig verwendete Szene in der Kunst.

München und seine olympische Geschichte

Nach Berlin 1936 war München der Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 1972. Im Gegensatz zu den Spielen von 1936 wollte man in München heitere und offene Spiele ohne politischen Charakter organisieren. Überschattet wurden sie letztlich aber vom Olympia-Attentat, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen. Dennoch gingen die Spiele weiter, die vor allem die Handschrift von Organisationspräsident Willi Daume trugen. Geschichte schrieben die Spiele außerdem mit dem bunten Dackel "Waldi" - dem ersten offiziellen Olympia-Maskottchen. Die Gesamtkosten für die Spiele betrugen 1,972 Milliarden D-Mark (985 Millionen Euro).

Am 8. Dezember 2007 beschloss der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einstimmig die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018. Mit der erneuten Nutzung der alten Olympia-Sportstätten und klimaneutralen Konzepten sollten zudem neue ökologische Maßstäbe gesetzt werden. Basierend auf einem "2-Cluster-Konzept" waren die Eiswettbewerbe in der bayerischen Landeshauptstadt geplant. Die übrigen Wettbewerbe sollten hingegen am Fuße der Zugspitze durchgeführt werden.

Insgesamt sahen die Pläne Ausgaben über 2,85 Milliarden Euro vor. Neben Organisationskosten von 1,3 Milliarden Euro wurden die dauerhaften Investitionen mit 1,55 Milliarden Euro beziffert - finanziert von der öffentlichen Hand und Privatinvestoren. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied sich am 6. Juli 2011 jedoch für den südkoreanischen Mitbewerber Pyeongchang.

Diskussionsforum für die Politprominenz

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als weltweit wichtigstes und größtes Treffen seiner Art zur internationalen Sicherheitspolitik. Drei Tage lang diskutieren Staats- und Regierungschef, Sicherheitspolitiker sowie Vertreter von Militär, Rüstungsindustrie und Wissenschaft im Hotel Bayerischer Hof über aktuelle Sicherheitsthemen. Da die Teilnehmer keine Beschlüsse fassen, kann auf dem Podium oder in geschlossener Runde vergleichsweise offen diskutiert werden.

Das Treffen ging aus der sogenannten Wehrkundetagung hervor, die 1962 von deutschen Verleger Ewald von Kleist ins Leben gerufen wurde. In den ersten Jahren stand zunächst das Ost-West-Verhältnis auf der Tagesordnung. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde sie in "Sicherheitskonferenz" umbenannt sowie für die früheren Ostblock-Staaten und Teilnehmer aus Asien geöffnet. Zudem wurde die Veranstaltung auch um Themen wie Energieversorgung, Finanzpolitik oder Cyberkriminalität erweitert.

Weitere Informationen

Rom: Von Zentrum eines Imperiums zum Mittelpunkt der Christenheit

Es heißt, alle Wege führen nach Rom. War die ewige Stadt in der Antike eine der größten Metropolen und Anziehungspunkte der damals bekannten Welt, suchten im Mittelalter vor allem fromme Pilger Erbauung und Sündenvergebung an den heiligen Stätten. Ihnen folgten Bildungsreisende und jene, die in Rom den Schatten der Antike und den Geist der großen Kunst suchten - allen voran Johann Wolfgang von Goethe.

Heute ist Rom eine vielschichtige Stadt. Die Antike, frühchristliche Kunst und Barock hinterließen ebenso ihre Spuren im Straßenbild wie die Aufbruchzeit nach der Einigung Italiens 1871 und die faschistische Ära unter Benito Mussolini. Zudem zieht der Vatikan heute jährlich Millionen von Pilgern in die Hauptstadt der Christenheit an. Im Jahre 1980 wurden der Vatikan und die Altstadt von Rom zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Zudem haben in der italienischen Hauptstadt auch die UNO-Sonderorganisationen FAO, IFAD und WFP ihren Sitz.

Das antike Rom

Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut. Es gibt verschiedene Aufzählungen darüber, welche der zahlreichen Erhebungen zu diesen Hügeln gehören. Unbestritten gehören aber das Kapitol und der Palatin dazu. In der Senke zwischen beiden Hügeln entstand mit dem Forum Romanum und den Kaiserforen das antike Zentrum der römischen Welt. In dessen unmittelbarer Umgebung entstand im Laufe der Zeit ein Ring heidnischer und christlicher Bauwerke und Denkmäler, die eng mit dem Kapitol und Palatin zusammenhängen.

  • Das Forum Romanum war für Jahrhunderte der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und bürgerlichen Lebens im antiken Rom. Die römischen Kaiser erweiterten das Forum durch die sogenannten Kaiserforen. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Imperiums verfiel das Forum Romanum jedoch zusehend. Viele Bürger nutzen die verfallenden Bauten als Steinbruch - zeitweilig fungierte es sogar als "Campo Vaccino" ("Kuhweide"). Erst im 18. Jahrhundert begannen dort die ersten Ausgrabungen.
  • Der Palatin - einer der sieben Hügel Roms - gilt als Wiege der Stadt Rom. Bereits im 10. Jahrhundert fanden sich hier menschliche Ansiedlungen. Im 16. Jahrhundert entstanden hier die Farnesinischen Gärten - eine grüne Oase im Zentrum der Stadt.
  • Das Kolosseum ist das größte Amphitheater Roms und gleichzeitig der größte geschlossene Bau der römischen Antike überhaupt. Über Jahrhunderte war das 80 n. Chr. vollendete Bauwerk der Schauplatz grausamer Gladiatorenkämpfe und anderer "Volksbelustigungen". Im Mittelalter diente das Kolosseum als Steinbruch für andere Bauwerke.
  • Der Konstantinsbogen erinnert an den Sieg Kaiser Konstantins I. des Großen (306-337 n. Chr.) über seinen Widersacher Maxentius (306-312 n. Chr.) an der Milvischen Brücke am 28. Oktober 312 n. Chr. Der Bogen ist der größte und jüngste der drei Triumphbögen im antiken Viertel des Forum Romanum.
  • Das Pantheon ist heute der einzige vollständig erhaltene Kuppelbau der Antike. Er geht zurück auf Agrippa - einen römischen Feldherrn und engen Vertrauten des Augustus. Der Bau war ein Heiligtum, dass allen Göttern geweiht war, möglicherweise aber auch als Kaiseraula, Audienz- und Gerichtsraum diente. Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) ließ das Pantheon zwischen 118 n. Chr. und 125 n. Chr. neu gestalten - im Jahre 609 wandelte Papst Bonifatius IV. (608-615) den einst heidnischen Tempel in eine christliche Kirche um. Mit einem Durchmesser von 43,3 Metern besitzt das Pantheon die größte Kuppel der Welt.
  • Der Circus Maximus war die größte Vergnügungsanlage, die jemals in Rom gebaut wurde. Sein Fassungsvermögen betrug zwischen 200.000 und 375.000 Zuschauer. Ursprünglich fanden hier die Zirzensischen Spiele - religiöse Handlungen - statt. In der Kaiserzeit fanden hier vor allem Wagenrennen statt. Es gab aber auch viele Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen.
  • Ein weiteres Wahrzeichen Roms ist die Engelsburg. Sie wurde ursprünglich als Grabmal für Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) und seine Familie erbaut. In der Folgezeit diente es seinen Nachfolgern bis Kaiser Septimius Severus (193-211 n. Chr.) und deren Familienangehörigen als Grablege. Ihren heutigen Namen erhielt die Engelsburg im Jahre 590, als Papst Gregor I. der Große (590-604) über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben soll. Seit dem 10. Jahrhundert diente sie als Fluchtburg für die Päpste - später auch als Gefängnis der Inquisition oder als Schatzkammer der Päpste. Heute ist die Engelsburg ein Museum. Gleichzeitig mit der Engelsburg wurde auch die Engelsbrücke gebaut - eine der Hauptbrücken Roms.
  • Ebenfalls ein Wahrzeichen ist die Cestius-Pyramide, die im 12 v. Chr. errichtet wurde. Sie dient dem Prätoren und Volkstribun Gaius Cestius als Grabmal - sie ist 36,4 Meter hoch und die Seitenlänge beträgt 29,5 Meter.
  • Die Caracalla-Thermen sind eine antike Badeanlage, die zwischen 206 n. Chr. und 216 n. Chr. erbaut wurden. Sie erstreckten sich auf einer Fläche von 330x330 Metern und konnten bis zu 2.000 Badegäste aufnehmen. Neben einigen Schwimmbecken und Gärten beherbergte sie Gymnastik- und Versammlungsräume, Bibliotheken und diverse Dienstleistungsbetriebe wie Friseurgeschäfte.
  • Von 298 n. Chr. bis 306 n. Chr. wurden zudem die Thermen des Diokletian errichtet, die neben den Caracalla-Thermen zu den größten antiken Badeanlagen Roms gehören. Sie maß 376x361 Meter. Im Jahre 537 wurden die Thermen jedoch zerstört - die Überreste dienten unter anderem als Steinbruch.
  • Die Via Appia Antica war eine der wichtigsten Straßen im Römischen Reich. Sie wurde 312 v. Chr. von Appius Claudius Caecus (um 340-273 v. Chr.) angelegt und führte ursprünglich über 195 Kilometer bis Capua. Um 265 v. Chr. wurde die Straße bis Brindisi verlängert, wodurch sie zu einer der wichtigsten Handelsstraßen Italiens und des Römischen Reiches wurde. Noch heute ist die Via Appia auf ihrer vollen Länge von etwa 540 Kilometern befahrbar - ein Teil ist zwar asphaltiert, aber auf weiten Strecken ist noch immer die alte römische Pflasterung zu finden.
  • Entlang der Via Appia Antica entstanden zudem die Katakomben - einst unterirdische Grabstätten, die von Christen, Juden und Römern gleichermaßen genutzt wurden. Zu Zeiten der Christenverfolgungen wurden hier außerdem auch viele christliche Märtyrer bestattet, an deren Gräbern auch Gottesdienste stattfanden.

Das christliche Rom

Rom ist heute ein Zentrum des Christentums. Hier stehen mittlerweile weit über hundert Kirchen, von denen viele besonders prunkvoll ausgestattet sind und Kunstwerke von unschätzbarem Wert enthalten. Neben den vier Patriachalbasiliken gibt es sieben Hauptkirchen sowie zahlreiche mittelalterliche, Gotik- oder Barockkirchen.

  • Die Patriachalkirche San Giovanni in Laterano (Laterankirche) ist eine der ältesten christlichen Kirchen Roms. Sie ist eine der sieben Hauptkirchen und die eigentliche "Papstkirche", das heißt: sie ist die Bischofskirche des Papstes in seiner Funktion als Bischof von Rom. Die Kirche ist zudem Teil des Lateran - einem Bereich, zu dem unter anderem auch ein antikes Baptisterium, die Papstkapelle "Sancta Sanctorum", einer der größten Obelisken Roms sowie der Lateranpalast aus dem 16. Jahrhundert gehören. Dieser war der ursprüngliche Amtssitz der Päpste und damit Regierungssitz des Kirchenstaates. Am 11. Februar 1929 wurden hier die Lateranverträge unterzeichnet.
  • Ebenfalls eine der vier Patriachalkirchen ist San Paolo fuori le Mura (Sankt Paul vor den Mauern). Sie wurde an dem Ort erbaut, an dem der Überlieferung nach der Apostel Paulus enthauptet wurde. Die erste Sankt-Pauls-Basilika wurde noch während der Regierungszeit Konstantins I. des Großen (306-337 n. Chr.) erbaut und war bis zum Bau des Petersdoms die größte Kirche der Welt. Durch einen Brand wurde sie 1823 fast völlig zerstört - die heutige Basilika wurde nach antikem Vorbild wieder erbaut und 1854 geweiht.
  • Die Patriachalkirche Santa Maria Maggiore - auch "Basilica Liberiana" genannt - wurde der Legende nach von Papst Liberius (352-366) erbaut, als an dieser Stelle im August Schnee gefallen sein soll. Die heutige Kirche wurde unter Papst Sixtus III. (432-440) erbaut und im 17./18. Jahrhundert entscheidend umgestaltet.
  • In der Nähe des Kolosseums steht die Basilika San Pietro in Vincoli (St. Peter in den Ketten). Namensgebend sind die Ketten ("Vincoli") in einem Glasbehälter unter dem Altar. Der Legende nach soll der Apostel Petrus während seiner Gefangenschaft in Jerusalem an diese gekettet worden sein. Bekannt wurde die Kirche jedoch erst durch Michelangelos Statue des Mose, die er für das Grabmal Papst Julius II. (1503-1513) fertiggestellt hatte. Zudem ist im linken Seitenschiff der deutsche Kirchenmann und Universalgelehrte Nikolaus von Kues begraben - er gilt als der bedeutendste Philosoph und als einer der bedeutendsten Mathematiker des 15. Jahrhunderts.
  • Eine der sieben Pilgerkirchen Roms ist auch Santa Croce in Gerusalemme (Heilig Kreuz in Jerusalem). Ihre Gründung geht auf die Legende von der Auffindung des Kreuzes Christi durch Konstantins Mutter Helena zurück. Diese soll die Reliquie um 320 in Jerusalem gefunden und nach Rom gebracht haben.
  • Die Kongregationskirche Il Gesú gilt als Vorbild für den europäischen Kirchenbau des Barock. Zudem ist sie die Mutterkirche des Jesuiten-Ordens, der 1534 von Ignatius von Loyola (1491-1556) gegründet wurde. Ursprünglich stand hier eine kleine Kapelle - Kardinal Alessandro Farnese (1520-1589) ließ hier jedoch nach 1568 die heutige Kirche erbauen, die 1584 geweiht wurde. Neben der Kirche ist ein kleines Museum eingerichtet, in dem die Wohnräume des Hl. Ignatius gezeigt werden.
  • Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt Santa Maria del Popolo. Sie wurde zwischen 1472 und 1480 nach den Entwürfen des Architekten Baccio Pontelli in der Form einer Basilika mit drei Schiffen gebaut. Der Legende nach soll der römische Kaiser Nero (54-68 n. Chr.) hier begraben worden sein. Besonders sehenswert: die Cerasi-Kapelle, die Chigi-Kapelle sowie Grabmal des päpstlichen Bankiers Agostino Chigi (1466-1520).
  • Die Kirche Santa Maria in Trastevere gilt als älteste Marienkirche Roms und bildet dem davorliegenden Platz das Zentrum des römischen Stadtteils Trastevere. Besonders sehenswert sind die Mosaiken in der Apsis, die aus dem 12. Jahrhundert stammen. Trotz der barocken Ergänzungen hat die Kirche jedoch ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt.

Weitere Highlights der ewigen Stadt

  • Auf dem Kapitol waren in der Antike eine Fluchtburg sowie die wichtigsten Tempel der antiken Mythologie beheimatet. Dadurch war es das wichtigste religiöse Zentrum Roms und des gesamten Imperiums. Heute befinden sich hier der Senatorenpalast (das Rathaus Roms), der von Michelangelo entworfene Kapitolsplatz mit einer Kopie der Reiterstatue Marc Aurels, der Konservatorenpalast und der Palazzo Nuovo.
  • Die Kapitolinischen Museen bilden das erste öffentliche Museum der Welt und umfassen heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Stadt. Sie wurden 1471 von Papst Sixtus IV. als Sammlung griechischer und römischer Götterskulpturen begründet. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9-20 Uhr, Montag geschlossen
  • Auf dem Quirinal - einem der sieben Hügel Roms - befindet sich ein altes Villenviertel der damaligen römischen Oberschicht. Dazu zählt unter anderem auch der "Palazzo del Quirinale" (Quirinalspalast) aus dem 16. Jahrhundert. Einst war er die Sommerresidenz der Päpste - später residierten hier bis 1946 die italienischen Könige. Heute ist der Palast der Amtssitz des Staatspräsidenten von Italien.
  • Eine der bekanntesten Freitreppen der Welt ist die Spanische Treppe - eines der bekanntesten Wahrzeichen Roms. Sie gilt auch als beliebter Treffpunkt für junge Römer und Touristen. Oberhalb der Treppe steht die Kirche Santa Trinità dei Monti (Die Heilige Dreifaltigkeit der Berge), die zwischen 1503 und 1587 erbaut wurde. Südlich der Treppe befindet sich der Palazzo di Spagna, in dem sich seit dem 17. Jahrhundert die spanische Botschaft befindet. Wenige Schritte entfernt befindet sich zudem das Antico Caffè Greco - ein traditionsreiches Kaffeehaus, in dem bereits so illustre Gäste wie Johann Wolfgang von Goethe, Arthur Schopenhauer, Michael Ende, Hector Berlioz, Franz Liszt, Edvard Grieg oder auch "Buffalo Bill" ihren Kaffee tranken.
  • Die Piazza Venezia liegt recht genau im geographischen Mittelpunkt Roms und ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Im Süden wird sie vom Vittoriano überragt - einem Monument für König Viktor Emanuel II. (1861-1878) mit dem Denkmal für den unbekannten Soldaten. Erbaut wurde das Denkmal zwischen 1885 und 1911 von Giueseppe Sacconi - im Innern befindet sich auch das Museo del Risorgimento. Es dokumentiert die Geschichte Italiens vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Öffnungszeiten: täglich 9.30-18.30 Uhr
  • Einer der charakteristischsten Plätze ist die Piazza Navona. Ursprünglich befand sich hier ein Stadion, dass Kaiser Domitian errichten ließ. Im Mittelalter fanden hier Pferderennen und Wasserspiele statt. In der Barock-Zeit gestaltete Architekt Francesco Borromini (1599-1667) den Platz neu. Neben drei Brunnen - darunter Berninis Vierströmebrunnen - befindet sich hier auch der Agonalis-Obelisk mit einer Höhe von 16,55 Metern. Heute ist der Platz besonders mit Touristen beliebt.
  • Die Via Veneto galt lange Zeit als Inbegriff des eleganten Lebens in Rom - des "Dolce Vita". Auch wenn diese mittlerweile einiges ihrer Aura verloren hat, ist sie immer noch eine beliebte Flaniermeile mit eleganten Geschäften, Restaurants und Straßencafés. Sie wurde 1870 angelegt und verbindet heute die Piazza Barberini mit der Porta Pinciana.
  • Die Villa Borghese war einst der Sommerpalast des Fürstengeschlechts der Borghese mit ausgedehnten Parkanlagen, die sich über etwa fünf Quadratkilometer erstrecken. Einst war sie wegen ihrer antiken Kunstschätze bekannt - seit 1901 befindet sie sich im Staatsbesitz.
  • Der Trevi-Brunnen ist der bekannteste Brunnen Roms und einer der bekanntesten der Welt. Erbaut wurde der Brunnen zwischen 1732 und 1762 in der Form eines Triumphbogens - er ist 26 Meter hoch und 20 Meter breit. In der Mitte steht die Statue Neptuns. Heute ist er der anspruchsvollste und größte barocke Brunnen der Stadt. Bekannt wurde er zudem durch Frederico Fellinis Film "La Dolce Vita" mit Anita Ekberg.
  • Als einzige Piazza in Rom ist der Campo de' Fiori der einzige Platz in Rom, an dem keine Kirche steht. Dafür ist er der berühmteste Markt Roms, auf dem neben Lebensmitteln und Obst vor allem auch Blumen verkauft werden. In der Mitte des Platzes steht eine 1881 errichtete Statue des Philosophen Giordano Bruno (1548-1600), der am 17. August 1600 hier als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
  • Einer der berühmtesten Plätze der Stadt ist die Piazza del Popolo, die zwischen 1811 und 1822 durch den Architekten Giuseppe Valadier (1762-1832) im neoklassizistischen Stil angelegt wurde. In der Mitte der Piazza steht der Obelisk Flaminio - der zweitälteste und mit 36,5 Metern auch der zweithöchste ägyptische Obelisk in Rom.
  • Die Casa di Goethe war einst die Wohnung des Hauses, in dem Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) während seine Aufenthaltes in Rom lebte. Heute ist dort Museum mit Wechselausstellungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen zu Goethe und seiner Zeit. Auch eine Bibliothek ist dort angesiedelt.

Vatikan: Der kleinste Staat der Welt

Der Vatikan ist mit 44 Hektar der kleinste Staat der Welt. Als selbstständiger Staat besitzt er unter anderem ein eigenes Wappen, eine eigene Fahne, Nationalhymne, Post und einen eigenen Radiosender. Zudem verfügt der Vatikan über ein beträchtliches Kapital sowie Aktien und Immobilien in Italien, Spanien, Deutschland und einigen lateinamerikanischen Ländern. Allerdings erhebt der Vatikan von seinen Bürgern keine Steuern.

  • Der Petersdom gilt als größte Kirche der Welt und fasst etwa 60.000 Menschen. Als Grabeskirche des Apostels Petrus ist sie zudem ein zentrales Heiligtum der katholischen Kirche und eine der vier Patriachalkirchen Roms. Die erste Peterskirche ließ bereits Kaiser Konstantin I. der Große (306-337) erbauen. Erst Papst Julius II. (1503-1513) beauftragte den italienischen Baumeister Donato Bramante (1444-1514) mit dem Neubau des heutigen Petersdoms. Direkt davor liegt der Petersplatz, der zwischen 1656 und 1667 unter Papst Alexander VII. (1655-1667) von Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) erbaut wurde.
  • Die Sixtinische Kapelle wurde zwischen 1475 und 1483 unter Papst Sixtus IV. (1471-1484) erbaut und am 15. August 1483 geweiht. Bekannt ist die Kapelle vor allem wegen ihrer weltberühmten Fresken der großen italienischen Meister. Die Decken- und Altarfresken wurden von Michelangelo Buonarroti (1475-1564) erschaffen. Allein sein Fresko "Jüngstes Gericht" mit seinen 200 m² gilt als größtes Fresko der Welt. Zudem ist die Sixtinische Kapelle heute auch der Ort für die Papstwahl - dem Konklave.
  • Die Vatikanischen Museen beherbergen die päpstliche Kunstsammlung, die weltweit als eine der wichtigsten und größten Sammlungen ihrer Art gilt. Sie umfasst die Bereiche orientalische Altertümer (Ägypten und Assyrien), klassische Antike (griechisch-römische Kunst), etruskisch-italische Altertümer (heutiges Italien vor der Römerzeit), frühchristliche und mittelalterliche Kunst (3. bis 14. Jhd.), Kunst von der Renaissance (15. Jhd.) bis ins 19. Jahrhundert, zeitgenössische Kunst und eine völkerkundliche Sammlung.
  • Im Westen des Kirchenstaates befinden sich die Vatikanischen Gärten, die sich über eine Fläche von rund 20 Hektar erstrecken. Innerhalb der dichtbesiedelten Stadt sind die Gärten ein natürliches Biotop und Rückzugsgebiet für zahlreiche Tierarten dar. Dazu zählen unter anderem verschiedene Fledermaus-Arten, Vögel, Kleintiere und Reptilien.
  • Der Apostolische Palast ist die offizielle Residenz des Papstes in der Vatikanstadt. Er beherbergt neben den päpstlichen Appartements auch Büros der römischen Kurie und Teile der Vatikanischen Museen. Mit 1.400 Räumen auf 55.000 m² besitzt der Gebäudekomplex die größte Grundfläche der Welt.

Was man über das antike Rom noch wissen sollte

Brot und Spiele - die Gladiatorenkämpfe

Eine ebenfalls große Rolle im öffentlichen Leben spielten zudem die Kämpfe der Gladiatoren - antike Berufskämpfer, die in öffentlichen Schaustellungen gegeneinander antraten. Der Bezeichnung für die Profikämpfer leitet sich vom lateinischen Wort "gladius" ("Schwert") ab. Der Ursprung der Gladiatorenspiele ist bislang nicht eindeutig geklärt; mutmaßlich hatten sie anfangs eine religiöse Bedeutung als Teil einer Totenfeier. Römischen Quellen sollen sie von den Etruskern stammen. Die ersten belegten Gladiatorenkämpfe wurden im Jahr 264 v. Chr. ausgetragen: demnach ließen Decimus Iunius Pera und sein Bruder einem Marktplatz in Rom, drei Sklavenpaare gegeneinander kämpfen ließen, die aus 22 Kriegsgefangenen ausgewählt wurden.

Diesem Beispiel folgten bald auch weitere römische Adelige, um mit diesen Vorführungen ebenfalls ihre Verstorbenen zu ehren. Veranstaltet wurden die Kämpfe zunächst nur von reichen Privatleuten, da nur sie in der Lage waren, die Kosten für die Gladiatoren und das anschließende Festmahl aufzubringen. Im Laufe der Zeit wurden die Spiele in Rom immer beliebter - Politiker und reiche Privatpersonen nutzten sie daher zunehmend, um sich die Anerkennung und Achtung der Bevölkerung zu sichern. Erst Augustus etablierte die Kämpfe zunehmend als kaiserliches Privileg und als Teil des römischen Kaiserkultes. Mit dem Aufstieg des Christentums wurden die Kämpfe schließlich Anfang des 5. Jahrhunderts von Kaiser Honorius verboten.

Der römische Dichter Juvenal prägte auch den Begriff "panem et circenses" ("Brot und Spiele"): In seiner Satire kritisiert er, dass das römische Volk in der Zeit der funktionierenden Republik noch selbst die Macht an Feldherren verliehen und Beamte gewählt habe, sich jetzt aber ängstlich und entpolitisiert nur noch Brot und Spiele wünsche.

Antike Wellness in den Thermen

Für das hygienische und soziale Leben des antiken Rom waren die Thermen von großer Bedeutung. So gab es um das Jahr 400 einer Zählung zufolge in Rom elf öffentlich zugängliche und 856 Privatbäder. Die Bezeichnung "thermae" verbreitete sich im 1. nachchristlichen Jahrhundert und leitet sich vom griechischen Begriff "thermon loutron" ("warmes Wasser") ab. Die römischen Thermen entwickelten sich aus verschiedenen Vorläufern wie dem griechischen Bad und verschiedenen Schwitzkuren. Die Thermen waren Orte der Kommunikation und des Zeitvertreibes: hier traf man sich, entspannte sich von der Hektik der Stadt und vom Stress des Tages. Sie boten zudem zahlreiche Dienstleistungen, wie etwa Massagen, Gymnastikübungen, Maniküre und Schönheitspflege. Bereichert wurde das Unterhaltungsangebot durch Schwimmbecken im Freien, Liegewiesen für Sonnenbäder, diverse Sportplätze, Restaurants, Bibliotheken oder religiöse Kultstätten.

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