Herausragende Traditionsvereine im deutschen Fußball

Borussia Park in Mönchengladbach (Quelle: Bild von Heike auf Pixabay)

Die Fußballvereine sind heute mehr als nur ein "einfacher Klub". Sie spielen mit ihrer Tradition, ihren Symbolen und ihrem Stadion oftmals eine große Rolle in der Stadt, in der sie angesiedelt sind. Für die Fans sind die favorisierten Vereine oftmals auch eine wichtige Konstante im eigenen Leben, mit deren DNA sie sich identifizieren. Viele Traditionsvereine blicken auf eine lange Geschichte und große Erfolge zurück. Manche von ihnen sind aber mittlerweile mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden.

Die großen Traditionsvereine mit großer Historie

BFC Dynamo
Zu den bekanntesten Fußballvereinen der DDR gehört heute der BFC Dynamo. Seinen Ursprung hatte das Team zunächst im SC Dynamo Berlin. 1966 wurde die Fußball-Sektion unter seinem heutigen Namen als eigenständiger Fußballverein gegründet. Nominell war der BFC zwar ein Verein des DDR-Innenministeriums mit der Volkspolizei als Träger.

Wegen der Förderung durch Erich Mielke stand der Klub aus Alt-Hohenschönhausen in dem Ruf, ein "Stasi-Verein" zu sein. Zudem kam es im Laufe der Jahre im Spielbetrieb vereinzelt zu umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen zugunsten der Berliner. Daher konnten die Spekulationen um eine Spielmanipulationen zugunsten des BFC nie vollständig ausgeräumt werden - auch wenn die bis heute anerkannte Jugendarbeit eine wichtige Basis für die sportlichen Erfolge des Vereins war.

Die größten Erfolge feierte er in den 1980er-Jahren mit zehn DDR-Meisterschaften in Folge. Nach der Wiedervereinigung konnte der BFC Dynamo jedoch nicht mehr an seine sportlichen Erfolge anknüpfen. Auf die sportliche Talfahrt folgte 2001 auch die wirtschaftliche Insolvenz. Heute spielt der Rekordmeister der DDR in der vierklassigen Oberliga Nordost.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
DDR-Pokalsieger 1959, 1988, 1989 - DDR-Supercup-Sieger 1989
Berlin-Meister 2004 - Berlin-Pokalsieger 1999, 2011, 2013, 2015, 2017, 2018, 2021, 2025

Hall of Fame
Spieler: Reinhard Lauck, Thomas Doll, Falko Götz, Andreas Thom
Trainer: Jürgen Bogs

Hertha BSC
Einer größten Vereine in der Bundeshauptstadt Berlin ist Hertha BSC. Gegründet wurde die "Alte Dame" am 25. Juli 1892 als einer der ersten reinen Fußballvereine in Deutschland. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren gehörte die Hertha zu den erfolgreichsten Vereinen in Deutschland. In diese Zeit fallen auch die beiden einzigen deutschen Meisterschaften sowie fünf Vize-Meisterschaften.

Ein besonderes Kuriosum: Zwischen 1926 und 1931 qualifizierten sich die Berliner für sechs Endspiele um die deutsche Meisterschaft in Folge. Allerdings konnte die Hertha nur die letzten beiden Finale tatsächlich gewinnen. Bis heute waren es die größten Triumphe in der bisherigen Vereinsgeschichte.

In der Nachkriegszeit konnte die "Alte Dame" aus Berlin jedoch nicht mehr an die ihre früheren Glanzzeiten anknüpfen. So gehörte die Hertha 1963 zu den Gründungsvereinen der Bundesliga1969 folgte sogar der Zwangsabstieg. Anfang der 1970er-Jahre konnte sich die Hertha allerdings erneut in der Bundesliga etablieren. 

Gegen Ende der 1970er-Jahre machte Hertha BSC zudem in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben auf sich aufmerksam. In den 1980er-Jahren erfolgte jedoch der Absturz der Hertha bis in die Drittklassigkeit. Erst 1997 gelang den Herthanern der Wiederaufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Sportlich waren die folgenden Jahren jedoch von manchen Höhenflügen, aber auch Abstiegen geprägt.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1930, 1931 - Deutscher Ligapokalsieger 2001, 2002
Berlin-Meister 1915, 1917, 1918, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1933, 1935, 1937, 1944, 1957, 1961, 1963, 1966, 1968, 1987, 1988
Berlin-Pokalsieger 1924, 1928, 1929, 1932, 1959, 1960, 1966, 1967, 1976, 1987, 1992, 2004

Hall of Fame
Spieler: Hanne Sobek, Erich Beer, Michael Preetz, Andreas ("Zecke") Neuendorf, Gábor Király
Trainer: Jürgen Röber, Pál Dárdai

1. FC Union Berlin
Der Fußballklub aus dem Berliner Bezirk Köpenick wurde am 20. Januar 1966 gegründet und geht aus dem SG Union Oberschönweide hervor. Mit 71.328 Mitgliedern ist der 1. FC Union Berlin heute der größte Sportverein in Berlin. In der ehemaligen DDR galten die "Eisernen" eher als unangepasst und entwickelten sich zu einem Gegenpol des einstigen DDR-Serienmeisters BFC Dynamo

Nach der Wiedervereinigung hatte der einstige DDR-Kultverein große finanzielle Probleme und spielte lange Zeit in unteren Ligen. Erst zu Beginn der 2000er-Jahre gelang Union die Rückkehr in den Profifußball. 2019 gelang den Eisernen schließlich der Aufstieg in die Bundesliga. Seine Heimspiele trägt der Klub in der legendären Alten Försterei aus. Die Vereinshymne "Eisern Union" wird übrigens von Nina Hagen gesungen.

Erfolge der Herren
DDR-Pokalsieger 1968 - Berlin-Meister 1920, 1923, 1940, 1948, 2010 - Berlin-Pokalsieger 1947, 1948

Erfolge der Damen
Nordost-Meister 2007, 2016, 2018, 2019, 2024 - Berlin-Pokalsieger 2006, 2007, 2014, 2016, 2019, 2024

Hall of Fame
Spieler: Sergej BarbarezUwe BorchardtJan GlinkerHerbert RaddatzJoachim SiguschWolfgang Wruck
Trainer: Urs FischerFrank PagelsdorfWerner Schwenzfeier

DSC Arminia Bielefeld
Mit rund 28.780 Mitgliedern gehört DSC Arminia Bielefeld zu den größeren Sportvereinen in Deutschland. Der Name des Vereins leitet sich vom Cheruskerfürsten Arminius ab. Das Fußball-Team spielte bislang mehr als 40 Jahre in der 1. und 2. Bundesliga. Wegen der vielen Auf- und Abstiege gilt die Arminia als "Fahrstuhlmannschaft". Dabei stiegen die Westfalen bereits acht Mal in die Bundesliga auf und wieder ab. Damit ist Arminia Bielefeld gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg der Rekordaufsteiger im Fußball-Oberhaus. 

Ihre Heimspiele trägt der ostwestfälische Verein auf der "Alm" aus. Woher der Name kommt, ist nicht mehr wirklich zu klären. Die am häufigsten genannten Version geht auf das Heinrich Pehle zurück. Das Arminia-Vereinsmitglied soll beim beim Anblick des Geländes gesagt haben: "Hier sieht es ja aus wie auf der Alm." sagte. Eine zweite Variante geht auf ein Zitat des späteren Vereinspräsidenten Karl Demberg (1905-1952) zurück: "Lasst sie man kommen, auf unserer Alm werden wir sie schon knicken!"

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 1922, 1923 - Westdeutscher Pokalsieger 1964, 1974
Westfalen-Meister 1912, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1933, 1962, 1990
Westfalen-Pokalsieger 1908, 1932, 1991, 2012, 2013, 2024

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2016, 2019 - Westfalen-Meister 2015 - Westfalen-Pokalsieger 2023

Hall of Fame
Spieler: Wolfgang KneibFrank PagelsdorfThomas von HeesenEwald Lienen 
Trainer: Ernst Middendorp

Quelle: WDR auf Youtube

VfL Bochum
Die ganz großen Erfolge kann der VfL Bochum zwar nicht vorweisen. Dennoch gehören die Westfalen zu den bekanntesten Vereinen des Ruhrgebietes mit einer langen Tradition. Vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren war der Klub eine feste Größe in der Fußball-Bundesliga. In dieser Zeit erhielt der VfL auch seinen Spitznamen "Die Unabsteigbaren", da Bochum in vielen Spielzeiten um den Klassenerhalt kämpft, der oftmals erst am letzten Spieltag gelang. Da der Verein aber meist in der unteren Tabellenhälfte landete, galt er auch als "graue Maus" der Bundeliga. Mit 32.755 Mitgliedern gehört der VfL Bochum zu den mitgliederstärkeren Vereinen in Deutschland.

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 1970, 1971

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2013, 2024 - Westfalen-Meister 2012, 2013 - Westfalen-Pokalsieger 2011, 2013, 2017

Hall of Fame
Spieler: Hans-Joachim Abel, Rein van Duijnhoven, Hermann Gerland, Stefan Kuntz, Michael Lameck, Lothar Woelk,
Walter Oswald, Uwe Wegmann, Dariusz Wosz, Ralf Zumdick
Trainer: Franz-Josef Tenhagen

Quelle: WDR auf Youtube

Eintracht Braunschweig
Mit Eintracht Braunschweig wird heute vor allem der Beginn des Milliardengeschäfts Sport-Sponsoring verbunden. Am 24. März 1973 zierte erstmals der Hubertus-Hirsch des Kräuterlikör-Herstellers Jägermeister das Trikot des damaligen Bundesligisten. Dabei bedienten sich die Niedersachsen eines Tricks, um die damals bestehenden Regeln des DFB zu umgehen: Die Eintracht übernahm das Firmenlogo von Jägermeister als Vereinswappen und konnte so "legal" werben. Laut Vertrag erhielt der Verein rund 500.000 D-Mark über eine Laufzeit von vier Jahren. Es war der Beginn der heutigen Trikotwerbung.

Der größte sportliche Erfolg gelang Eintracht Braunschweig mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1967. Dabei kassierte die Mannschaft insgesamt nur 27 Gegentore und stellte damit einen Bundesliga-Rekord auf, der erst 1988 vom SV Werder Bremen unterboten wurde. In den folgenden Jahrzehnten rutschte die Eintracht sportlich bis in die Drittklassigkeit ab. Der sportliche Erzrivale ist Hannover 96 (Niedersachsenderby).

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1967 - Norddeutscher Meister 1908, 1913, 1958, 1974, 1988, 2005
Norddeutscher Pokalsieger 1952, 1954, 1962, 1973
Niedersachsen-Meister 1970, 2000, 2002, 2010, 2013 - Niedersachsen-Pokalsieger 2004, 2011

Erfolge der Damen
Niedersachsen-Pokalsieger 2019

Hall of Fame
Spieler: Horst WolterBernd FrankeRonnie WormJoachim Bäse 
Trainer: Helmuth Johannsen

SV Werder Bremen
Der SV Werder Bremen gehört zu den erfolgreichsten Klubs in Norddeutschland. Der Verein wurde am 4. Februar 1899 von 16-jährigen Schülern aus handelsbürgerlichen Kreisen gegründet. Der Vereinsname leitet sich von der Weser-Halbinsel Stadtwerder ab. Sportlich stand der Klub aus der Hansestadt zunächst lange Zeit im Schatten des Hamburger SV. Der erste sportliche Glanzpunkt für Werder war der Gewinn des DFB-Pokals 1961 zu Beginn der 1960er-Jahre.

Zwei Jahre später gehörte der SV Werder zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Ein sportlicher Höhepunkt in dieser Zeit war der Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft 1965. In den 1970er-Jahren versank Werder hingegen im sportlichen Mittelmaß. Dabei zählte die Mannschaft aus Bremen dauerhaft zu den sogenannten "grauen Mäusen", später sogar zu den Abstiegskandidaten.

Im Jahr 1980 folgte zwar der Gang in die sportliche Zweitklassigkeit. Allerdings gelang Werder in der Folgesaison jedoch der direkte Wiederaufstieg. In den folgenden Jahren fiel Werder Bremen zwar durch einen attraktiven Offensivfußball auf. Die sportlichen Erfolge blieben jedoch zunächst aus.

Erst unter der Ägide von Manager Willi Lemke und Trainer Otto Rehhagel begann die Glanzzeit Werders in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Dabei stieg die Mannschaft aus der Hansestadt zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern München in der Bundesliga auf, womit die traditionelle gegenseitige Rivalität beider Vereine ihren Anfang nahm. Zwischen 1987 und 1995 gewann Werder neben zwei deutschen Meisterschaften auch zweimalig den DFB-Pokal. Der größte sportliche Erfolg war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992.

Mit dem Ende der 14-jährigen Amtszeit Rehhagels rutschte Werder erneut ins sportliche Mittelmaß an. Die Folge waren mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel. Mit der Verpflichtung von Trainer Thomas Schaaf etablierte sich der SV Werder erneut unter den deutschen Spitzenclubs. Der sportliche Höhepunkt dieser Ära war der Gewinn des Double aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal im Jahr 2004. Fünf Jahre später gelang mit dem Gewinn des DFB-Pokals 2009 der bislang letzte große sportliche Erfolg.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1965, 1988, 1993, 2004 - Deutscher Pokalsieger 1961, 1991, 1994, 1999, 2004, 2009
Deutscher Ligapokalsieger 2006 - Deutscher Supercup-Sieger 1988, 1993, 1994, 2009
Deutscher Hallenpokalsieger 1989 - Deutscher Amateurmeister 1966, 1985, 1991
Norddeutscher Meister 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1982, 1984
Bremen-Meister 1957, 1962, 1967, 1968, 1976, 1998, 2010, 2011, 2013
Bremen-Pokalsieger 1969, 1971, 1976, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2007
Niedersachsen-Meister 1934, 1936, 1937, 1942 - Europapokalsieger der Pokalsieger 1992

Erfolge der Damen
Norddeutscher Meister 2009 - Bremen-Meister 1974, 2008, 2009, 2010, 2011 - Bremen-Pokalsieger 2008, 2009, 2010

Hall of Fame
Spieler: Helmut Schimczek, Horst-Dieter Höttges, Josef ("Sepp") Piontek, Uwe Reinders, Dieter BurdenskiOliver Reck, Frank Neubarth, Mirko Votava, Rudolf Völler, Dieter Eilts, Rune BratsethThomas Schaaf, Marco Bode, Tim Borowski,
Aaron Hunt, Aílton
Trainer: Georg Knöpfle, Willi ("Fischken") Multhaup, Otto Rehhagel, Thomas Schaaf 

Quelle: Fußball-Nostalgie auf Youtube

Borussia Dortmund
Der Legende nach soll die Borussia-Brauerei unweit des Borsigplatzes der Namenspate für Borussia Dortmund gewesen sein. Gegründet am 19. Dezember 1909 in der Dortmunder Dreifaltigkeitsgemeinde entwickelte sich der BVB jedoch erst in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einem Spitzenverein in Deutschland.  Der Klub steht für Leidenschaft, Fankultur und moderne Fußballphilosophie. Das Motto "Echte Liebe" steht dabei heute für eine starke Identifikation von Fans und Verein.

Die ersten Erfolge auf nationaler Ebene waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1956 und 1957 sowie der DFB-Pokal 1965. Ein Jahr später gelang dem BVB mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1966 als erstem deutschen Verein in der Geschichte ein internationaler Erfolg auf europäischer Ebene.

Nach einer langen wirtschaftlichen und sportlichen Durststrecke in den 1970er- und 1980er-Jahren stieg der BVB in den 1990er-Jahren zu einem internationalen Spitzenteam auf. Größte sportliche Erfolge waren neben dem Gewinn zweier weiterer Meisterschaften der Gewinn der UEFA Champions League 1997 und des Weltpokals im gleichen Jahr. Mitte der 2000er-Jahre geriet der BVB durch sportliche Misserfolge sowie unternehmerische Fehlentscheidungen im Zuge des Stadionausbau in wirtschaftliche Schieflage.

Mit dem Engagement von Jürgen Klopp im Jahr 2008 konnte der BVB jedoch wieder an alte Erfolge anknüpfen. Größte Erfolge unter dessen Ägide waren der Gewinn zweier Meisterschaften sowie das erste Double der Vereinsgeschichte aus Meisterschaft und DFB-Pokal im Jahr 2012. Ein Jahr später unterlag der BVB nur knapp im ersten deutsch-deutschen Finale in der Geschichte der UEFA Champions League.

Seit Jahren gehört der BVB zu den Vereinen mit dem höchsten Zuschauerschnitt in Europa. So kamen in den letzten Jahren im Schnitt rund 80.000 Zuschauer zu jedem Bundesliga-Spiel. Berühmt ist der BVB dabei vor allem die eigene Südtribüne im heimischen Signal Iduna Park, welche mit 25.000 Fans heute die größte Stehtribüne Europas. Zudem zählt die Borussia mit rund 230.000 Mitgliedern (Stand: Juli 2025) zu den mitgliederstärksten Vereinen der Welt. Die größte sportliche Rivalität besteht seit Jahrzehnten mit dem FC Schalke 04. Dabei zählt das Revierderby zu den traditionsreichsten und bekanntesten Derbys der Welt.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
Deutscher Pokalsieger 1965, 1989, 2012, 2017, 2021 - Deutscher Supercup-Sieger 1989, 1995, 1996, 2013, 2014, 2019
Deutscher Hallenpokalsieger 1990, 1991, 1992, 1999
Westdeutscher Meister 1948, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957
Westdeutscher Pokalsieger 1963, 1965 - Westfalen-Meister 1998, 2002, 2006
UEFA Champions League Sieger 1997 - Europapokalsieger der Pokalsieger 1966 - Weltpokalsieger 1997

Erfolge der Damen
Westfalen-Meister 2025 - Westfalen-Pokalsieger 2025

Hall of Fame
Spieler: August Lanz, Alfred ("Adi") Preißler, Alfred ("Aki") Schmidt, Timo Konietzka, Sigfried ("Siggi") HeldHans Tilkoskwi, Eike Immel, Michael Zorc, Andreas Möller, Stéphane Chapuisat, Matthias SammerKarl-Heinz Riedle, Lars Ricken,
Stefan Klos, Wolfgang ("Teddy") de BeerSebastian Kehl, Roman Weidenfeller, Marcel Schmelzer 
Trainer: Hemann Eppendorf, Willi ("Fischken") Multhaup, Otmar Hitzfeld, Jürgen Klopp

Quelle: WDR auf Youtube

SG Dynamo Dresden
Die SG Dynamo Dresden gehörte zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinen des früheren DDR-Fußballs. Heute gehört sie mit 37.443 Mitgliedern zu den größten Klubs in den neuen Bundesländern. Gegründet am 12. April 1953 hatte Dynamo in den 1970er-Jahren seine erfolgreichste Zeit. Bereits 1971 feierte Dynamo mit der DDR-Meisterschaft und dem DDR-Pokal das erste Double in der Geschichte des DDR-Fußballs. Nach vier Jahren in der Bundesliga (1991-1995) spielen die "Schwarz-Gelben" aktuell in der 2. Bundesliga.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1953, 1971, 1973, 1976, 1977, 1978, 1989, 1990
DDR-Pokalsieger 1952, 1971, 1977, 1982, 1984, 1985, 1989
Sachsenpokalsieger 2003, 2007, 2009

Hall of Fame
Spieler: Hans-Jürgen ("Dixie") Dörner, Ralf Minge, Bernd Jakubowski, Hans-Jürgen Kreische, Torsten Gütschow,
Reinhard Häfner, Ulf Kirsten, Matthias Sammer
Trainer: Walter Fritzsch, Eduard ("Ede") Geyer, Christoph Franke

MSV Duisburg
Der MSV Duisburg gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga 1963. Vor allem in den 1960er-Jahren gehörte der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet zu den deutschen Spitzenklubs - auch wenn dem MSV bislang keine großen Titel gewinnen konnte. Mittlerweile gilt der Verein als klassische "Fahrstuhlmannschaft" mit zahlreichen Auf- und Abstiegen. 2024 folgte sogar der Absturz in die Regionalliga West

Der Verein wurde am 2. Juli 1902 als Meidericher SV in der damaligen Stadt Meiderich gegründet. Nach deren Fusion mit der Stadt Duisburg erhielt der Klub am 9. Januar 1967 den heutigen Namen. Seit dem 1. Januar 2014 verfügt der MSV nach der Fusion mit dem insolventen FCR 2001 Duisburg auch über eine eigene Frauenmannschaft.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1987 - Westdeutscher Meister 2025 - Niederrhein-Pokalsieger 1989, 2014, 2017

Hall of Fame
Spieler: Helmut Rahn, Bernard Dietz, Michael Tönnies
Trainer: Rudi GutendorfGyula LórántKuno KlötzerPeter Neururer

Fortuna Düsseldorf
Der Klub aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gehört heute zu den ältesten Vereinen Deutschlands und wurde bereits am 5. Mai 1895 gegründet. Wegen seiner Herkunft aus dem früheren Arbeiterviertel Flingern wird gelegentlich die Bezeichnung die "Flingeraner" benutzt. Die größten sportlichen Erfolge für die Fortuna waren die bislang einzige deutsche Meisterschaft 1933 sowie zwei DFB-Pokalsiege (1979, 1980). International erreichte die "F95" 1979 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, das allerdings der Topfavorit FC Barcelona für sich entscheiden konnte. In den 1980er-Jahren begann jedoch die sportliche Talfahrt, die am Ende sogar in der Viertklassigkeit endete. Aktuell spielt die Fortuna in der 2. Bundesliga.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1933 - Deutscher Pokalsieger 1979, 1980 - Deutscher Amateurmeister 1977
Westdeutscher Meister 1931 - Westdeutscher Pokalsieger 1956, 1957, 1958, 1962, 1971

Hall of Fame
Spieler: Toni TurekGerd Zewe, Paul JanesRudolf ("Rudi") BommerKlaus Allofs, Wolfgang Seel, Thomas Allofs 
Trainer: Heinz KörnerAleksandar RistićHans-Dieter Tippenhauer, Otto Rehhagel

Quelle: Lemon Haze auf Youtube

Rot-Weiss Essen
Seine größten Erfolge hatte Rot-Weiss Essen in den 1950er-Jahren mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1955 und dem DFB-Pokal 1953. Damit war der Traditionsklub aus dem Ruhrgebiet im gleichen Jahr als erster deutscher Verein im Europapokal der Landesmeister vertreten. In den 1960er-Jahren begann jedoch der langsame sportliche Abstieg für RWE. So war der Verein in den 1970er-Jahren zwar einige Jahre ins Fußball-Oberhaus vertreten. In den folgenden Jahrzehnten stürzte Rot-Weiss Essen sogar bis in die fünftklassige NRW-Liga ab.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1955 - Deutscher Pokalsieger 1953 - Deutscher Amateurmeister 1992
Westdeutscher Pokalsieger 1952, 1973
Niederrheinpokalsieger 1995, 2002, 2004, 2008, 2011, 2012, 2015, 2016, 2020, 2023, 2024, 2025

Hall of Fame
Spieler: Willi ("Ente") LippensHeinz WewersFranz IslackerHelmut Rahn
Trainer: Karl HohmannFritz Szepan 

SG Eintracht Frankfurt
Ihre Ursprünge hat die SG Eintracht Frankfurt um die Jahrhundertwende mit der Gründung der Frankfurter FC Viktoria 1899 und den Frankfurter Kickers im Jahre 1899. Aus deren Fusion am 13. Mai 1920 ging schließlich die heutige Eintracht hervor. Die ersten Jahrzehnte waren nur von mäßigem sportlichen Erfolg geprägt. Erst in den 1950er-Jahren begann der sportliche Aufstieg der SGE. Der größte Erfolg in dieser Zeit war der erste und bislang einzige Gewinn der deutschen Meisterschaft 1959 gegen den hessischen Lokalrivalen Kickers Offenbach.

Im darauffolgenden Jahr erreichte die Frankfurter Eintracht als erste deutsche Mannschaft in der Geschichte sogar das Finale im Europapokal der Landesmeister, welches allerdings gegen Real Madrid mit 3:7 verloren ging. In den 1960er-Jahren gehörte die "launische Diva vom Main" zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, der sie bis 1996 angehörte. Diese Jahre waren von einer Berg- und Talfahrt aus Beinahe-Meisterschaften und Beinahe-Abstiegen geprägt. Die größten sportlichen Erfolge waren die fünf DFB-Pokalsiege sowie der Gewinn des UEFA-Pokals 1980 und der UEFA Europa League 2022.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1959 - Deutscher Pokalsieger 1974, 1975, 1981, 1988, 2018
Süddeutscher Meister 1930, 1932, 1953, 1959 - Südwest-Meister 1938
Hessen-Meister 1970, 2002 - Hessen-Pokalsieger 1946, 1969
UEFA-Pokalsieger / UEFA Europa League-Sieger 1980, 2022

Erfolge der Damen
Süddeutscher Meister 2018 - Hessen-Meister 2012, 2017 - Hessen-Pokalsieger 2013, 2019, 2020

Hall of Fame
Spieler: Adolf BechtholdManfred BinzCha Bum-kunRalf FalkenmayerJürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein,
Karl-Heinz KörbelAlexander ("Alex") MeierBernd NickelAlfred Pfaff, Sebastian RodeKevin TrappAnthony Yeboah
Spielerinnen: Birgit Prinz, Kerstin Garefrekes, Renate Lingor, Stephanie ("Steffi") Jones, Pia Wunderlich, Nia Künzer
Trainer: Paul Oßwald, Dietrich Weise, Friedel Rausch, Karl-Heinz Feldkamp, Monika Staab, Hans-Jürgen Tritschoks

FSV Frankfurt
Der FSV Frankfurt aus dem Stadtteil Bornheim wurde bereits 1899 gegründet und gehört heute zu den traditionsreichsten Sportvereinen in Hessen. Der wohl bekannteste Sportler war der Leichtathlet Armin Hary, der 1960 zwei Goldmedaillen über 100 Meter sowie mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel gewinnen konnte. Überregionale Bekanntheit erlangte der hessische Verein jedoch mit den Frauenfußballerinnen. Mit drei Meisterschaften und fünf Pokalsiegen gehört der FSV zu den erfolgreichsten Vereine in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs.

Seine erfolgreichste Zeit hatte der FSV Frankfurt in der Zeit ab Mitte der 1980er-Jahre bis Ende der 1990er-Jahre. Durch die gute Nachwuchsarbeit kamen große Talente wie Birgit Prinz, Sandra Smisek, Katja Kraus und Katja Bornschein aus den Reihen des FSV Frankfurt in die Bundesliga. Nach seiner Gründung 1998 dominierte allerdings der Stadtrivale und deutsche Serienmeister 1. FFC Frankfurt die nationalen Wettbewerbe. 2006 wurde die Frauenfußball-Abteilung des FSV Frankfurt schließlich wegen fehlender eigener finanzieller Tragfähigkeit aufgelöst.

Nicht ganz so erfolgreich waren indes die Fußball-Herren des FSV Frankfurt. So erreichte das Team immerhin 1925 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft sowie 1938 das Finale im DFB-Pokal. Nach acht Jahren in der 2. Bundesliga spielt der FSV Frankfurt seit 2017 in der viertklassigen Regionalliga Südwest. Der bislang größte sportliche Erfolg des FSV war der Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft 1972.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1972 - Süddeutscher Meister 1933, 2008 - Hessen-Pokalsieger 1990, 2023

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1986, 1995, 1998 - Deutscher Pokalsieger 1985, 1990, 1992, 1995, 1996
Deutscher Supercup-Sieger 1995, 1996 - Deutscher Hallenpokalsieger 1996
Hessen-Meister 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990

Hall of Fame
Spieler: Richard HerrmannPatric KlandtWerner NiebelHorst TrimholdKarlheinz Volz
Spielerinnen: Saskia Bartusiak, Stefanie ("Steffi") JonesBirgit PrinzSissy RaithSandra Smisek
Trainer: Monika Koch-EmsermannJürgen Strödter 

SC Freiburg
Der badische Traditionsverein SC Freiburg gehört mittlerweile zu den etablierten Größen im deutschen Profifußball. Er entstand am 30. April 1904 aus der Fusion der Vorgängervereine Freiburger FV 04 und FC Schwalbe Freiburg. In den ersten Jahrzehnten spielte der SC Freiburg zunächst in den unteren Regionalligen. Nach einer sportlichen Konsolidierungsphase in den 1980er- und 1990er-Jahren hat sich der Klub in den 2010er-Jahren im Fußball-Oberhaus etabliert.

Erfolge der Herren
Südbaden-Meister 1965, 1968, 1978 - Südbaden-Pokalsieger 1975, 1978, 2001

Erfolge der Damen
Süddeutscher Meister 2001, 2017 Baden-Württemberg-Meister 1997, 1998, 2000
Südbaden-Meister 1977, 1978, 1979, 1981, 1982, 1984, 1993, 1994, 1995
Südbaden-Pokalsieger 1981, 1984, 1995, 1998, 2000, 2001

Hall of Fame
Spieler: Richard Golz, Alexandre Iaschwili, Joachim ("Jogi") Löw, Nils Petersen, Karl-Heinz ("Charly") Schulz
Spielerinnen: Melanie Behringer, Sara Däbritz
Trainer: Robin Dutt, Volker Finke, Christian Streich

SpVgg Greuther Fürth
In den 1920er-Jahren gehörte die SpVgg Fürth zu den erfolgreichsten deutschen Mannschaften. Zu den bis heute größten Erfolgen gehören die drei deutschen Meisterschaften 1914, 1926 und 1929. Dabei waren die Franken auch ein begehrter Gegner in Privatspielen mit internationaler Fußballprominenz, in denen Fürth auch gegen Real Madrid (1923), FC Barcelona (1926) und Juventus Turin (1930) gewinnen konnte. In den 1930er-Jahren stellte die SpVgg Fürth sogar einen großen Teil der deutschen Nationalmannschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte es jedoch sportlich keine große Rolle mehr. 1987 folgte sogar der sportliche Absturz in die damals viertklassige Landesliga. Mittlerweile gehören die "Kleeblätter" zu den festen Größen in der 2. Bundesliga. In der Saison 2012/13 spielte Fürth sogar in der Bundesliga. Der sportliche Erzrivale ist der 1. FC Nürnberg (Frankenderby). 1996 schloss sich die Fußball-Abteilung der TSG Vestenbergsgreuth den "Kleeblättern" an, wodurch der fränkische Verein seinen heutigen Vereinsnamen erhielt.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1914, 1926, 1929 - Deutscher Hallenpokalsieger 2000
Süddeutscher Meister 1914, 1923, 1931, 1950 - Süddeutscher Pokalsieger 1918, 1923, 1925, 1926, 1927
Bayern-Meister 1912, 1913, 1914, 1917, 1935 - Nordbayern-Meister 1922, 1923, 1928, 1930, 1931
Mittelfranken-Pokalsieger 1990, 1991, 1992, 1996, 1997, 2002

Erfolge der Damen  
Bayern-Meister 2005, 2007 - Bayern-Pokalsieger 2025

Hall of Fame
Spieler: Karl Burger, Georg KießlingEdgar Prib
Trainer: William Townley

Quelle: ARD Sportschau auf Youtube

Hamburger SV
Der Sportverein aus der Freien und Hansestadt Hamburg wurde bereits 29. September 1887 gegründet. Der heutige Verein entstand jedoch erst am 2. Juni 1919 durch die Fusion der drei Vereine SC Germania von 1887, FC Falke 06 und Hamburger FC von 1888. Bereits in den 1920er-Jahren stieg der Hamburger SV zu den führenden Fußballclubs in Deutschland auf.

So erreichten die Hanseaten 1922 das Endspiel der deutschen Meisterschaft, in dem es jedoch keinen sportlichen Sieger gab. Als selbst das Wiederholungsspiel mit einem Unentschieden endete, erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Hamburger SV zwar zum deutschen Meister. Der HSV verzichtete jedoch auf diesen Titel, wobei der Verein später behauptete, dass der DFB ihn zum Verzicht genötigt habe. 

Die tatsächlichen Hintergründe sind aber bis heute nicht bekannt. Somit gab es 1922 keinen deutschen Fußballmeister. Allerdings konnten sich die Hanseaten bereits im folgenden Jahr auf sportlichem Wege die erste deutsche Meisterschaft in der Vereinshistorie sichern. Fünf Jahre später konnte der HSV diesen Erfolg mit einem weiteren Titelgewinn wiederholen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Hamburger SV mit 15 norddeutschen Meisterschaften zur dominierenden Fußballmacht im Norden Deutschlands auf. Um HSV-Idol Uwe Seeler gelang den Hanseaten zudem der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1960. Drei Jahre später zählte der HSV zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dabei gewann Seeler bereits in der Premierensaison mit insgesamt 30 Treffern die erste Torjägerkanone in der Geschichte des Fußball-Oberhauses. 

Weitere Meisterschaften blieben dem Verein jedoch vorerst verwehrt. Auch die sportliche Dominanz im Norden endete mit dem Gewinn der Meisterschaft 1965 durch den Nordrivalen SV Werder Bremen sowie der ersten und bislang einzigen deutschen Meisterschaft 1967 von Eintracht Braunschweig. Der einzige sportliche Höhepunkt war der Gewinn des DFB-Pokals 1963 - dem ersten Pokalerfolg in der Geschichte der Hanseaten.

Seine Glanzzeit feierte der HSV allerdings in den 1970er- und 1980er-Jahren. In der Ägide von Kuno Klötzer verbuchten die Hanseaten neben dem Gewinn des DFB-Pokal 1976 mit dem Europapokal der Pokalsieger 1977 den ersten internationalen Titelgewinn. Zwei Jahre später folgte der Gewinn der vierten deutschen Meisterschaft in der Historie des Vereins.

Eng verknüpft sind die Erfolge dieser Zeit mit dem österreichischen Trainer Ernst Happel. Neben zwei weiteren deutschen Meisterschaften und dem DFB-Pokalsieg 1987 verbuchte der HSV mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1983 den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Zudem erreichten die Hanseaten in dieser Zeit drei weitere europäische Endspiele. 

Nach dem letzten Titelgewinn 1987 rutschte der Hamburger SV ins sportliche Mittelmaß ab. 2018 stieg der HSV schließlich erstmals in seiner Geschichte in die 2. Bundesliga ab. Der Wiederaufstieg in das Fußball-Oberhaus gelang erst sieben Jahre später. 

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983 - Deutscher Pokalsieger 1963, 1976, 1987
Deutscher Ligapokalsieger 1973, 2003 - Deutscher Hallenpokalsieger 1987
Norddeutscher Meister 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1928, 1929, 1931, 1932, 1933, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963
Norddeutscher Pokalsieger 1926, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960
Hamburg-Meister 1896, 1897, 1901, 1902, 1904, 1905, 1919, 1924, 1926, 1927, 1928, 1930, 1931, 1932, 1945, 1946
Hamburg-Pokalsieger 1955, 1956, 1957, 1959, 1960, 1991, 1996, 1997
Europapokalsieger der Landesmeister 1983 - Europapokalsieger der Pokalsieger 1977

Erfolge der Damen
Norddeutscher Meister 1999, 2000, 2001, 2003, 2006, 2010, 2019, 2022, 2023, 2025
Hamburg-Meister 1975, 1990, 2000, 2003, 2010, 2019, 2023
Hamburg-Pokalsieger 1991, 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2014, 2017, 2019, 2021, 2022

Hall of Fame
Spieler: Josef ("Jupp") Posipal, Willi Schulz, Gert ("Charly") Dörfel Uwe Seeler, Horst Hrubesch, Manfred KaltzFelix Magath, Ditmar Jakobs, Thomas von Heesen, Ulrich ("Uli") Stein, Kevin Keegan, Rafael van der Vaart 
Trainer: Ernst Happel, Kuno Klötzer, Günter Mahlmann

Kurzinformation: Hermann Rieger - der "Kultmasseur" des Hamburger SV

Als "Kneter" erarbeitete sich Hermann Rieger beim Hamburger SV einen Kultstatus, der noch lange über seinen Tod hinaus reicht. Der gebürtige Bayer war 26 Jahre als Physiotherapeut beim HSV tätig, was gerade heute im schnelllebigen Fußballgeschäft eine halbe Ewigkeit bedeutet. Dabei machte "Hermann the German" nicht nur die Vereinstreue zu einer Ikone bei den HSV-Fans. Rieger war die personifizierte Loyalität des Vereins. Trotz seiner Popularität blieb er aber immer bescheiden: "Ich bin kein Star", hat er stets betont. Neben dem derzeit mitgliedsstärksten HSV-Fanclub "Hermanns treue Riege" ist auch das Vereinsmaskottchen nach ihm benannt: Dino "Hermann".

Rieger wurde am 2. Oktober 1941 im oberbayerischen Mittenwald geboren. Der gelernte Einzelhandelskaufmann war zunächst von 1971 bis 1976 als Skilehrer beim DSV tätig. In der Saison 1977/78 war er als Physiotherapeut beim FC Bayern München tätig. Bereits 1978 wurde er vom damaligen HSV-Manager Günter Netzer zum HSV gelotst, wo er schließlich heimisch wurde. "Ich habe hier ein tolles Umfeld gefunden und nette Leute kennengelernt. Ich bin ein richtiger HSV-Fan geworden", so Rieger. Erst 2004 endete das Engagement Riegers beim HSV. Am 18. Februar 2014 starb er im Alter von 72 Jahren in Hannover an den Folgen von Krebs. Als "Symbol für den Verein, das nicht von Marketingabteilungen gemacht wurde, sondern das die Fans und Anhänger sich selbst gesucht haben", schrieb der HSV Supporters Club über Rieger.

Hannover 96
Mit derzeit etwa 23.000 Mitgliedern gehört Hannover 96 zu den größten Vereinen in Niedersachsen. Obwohl die Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Grün sind, werden die Spieler der Fußballmannschaften von den Fans aufgrund der traditionell roten Heimtrikots "die Roten" genannt. Der Verein wurde am 12. April 1896 gegründet. Maßgeblicher Förderer war dabei der Sportpionier Ferdinand Wilhelm Fricke. 1901 wurde Hannover 96 in einen Fußballverein umgewandelt.

Bereits in den 1930er-Jahren gehörten "die Roten" zu den stärksten Klubs in Deutschland. Größter Erfolg für Hannover 96 war der Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der niedersächsische Verein mit einer weiteren Meisterschaft an seine alten Erfolge anknüpfen. 1964 gelang Hannover 96 der Aufstieg in die Bundesliga.

Zehn Jahre lang gehörte der Verein dem Fußball-Oberhaus an. Die folgenden Jahrzehnte waren schließlich durch wiederholte Auf- und Abstiege geprägt. Der herausragende Erfolg in dieser Zeit war jedoch der Gewinn des einzigen DFB-Pokals 1992. Gleichzeitig war es der erste Pokalsieg eines Zweitligisten in der Geschichte. Der größte Konkurrent der "Roten" ist Eintracht Braunschweig (Niedersachsenderby).

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1938, 1954 - Deutscher Pokalsieger 1992 - Deutscher Amateurmeister 1960, 1964, 1965
Niedersachsen-Meister 1935, 1938, 1941, 1960, 1964, 1964, 1966, 1967

Erfolge der Damen
Niedersachsen-Meister 2019 - Niedersachsen-Pokalsieger 2018, 2025

Hall of Fame:
Spieler: Robert Enke, Jörg Sievers, Peter Anders, Altin Lala, Jiri Stajner, Rolf Gehrcke, Hans Siemensmeyer,
Walter Rodekamp, Ron-Robert Zieler
Trainer: Robert Fuchs, Helmut Kronsbein

1. FC Kaiserslautern
Der 1. FC Kaiserslautern gilt als traditionsreichster Fußballverein im Südwesten Deutschlands. Gegründet am 2. Juni 1900 begann der sportliche Aufstieg der "Roten Teufel" zu einem Top-Verein im deutschen Fußball. So war der FCK vor allem zwischen 1945 und 1963 in der Oberliga Südwest das Maß aller Dinge. Neben elf südwestdeutschen Mannschaften sowie zwei französischen Zonenmeisterschaften 1947 und 1948 sind die deutschen Meisterschaften 1951 und 1953 sowie die DFB-Pokalsiege 1990 und 1996 die größten Erfolge des FCK.

Untrennbar verknüpft ist diese Zeit vor allem mit den FCK-Legenden Fritz Walter, dessen Bruder Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer verbunden. Sie bildeten das Grundgerüst der deutschen Nationalmannschaft um Bundestrainer Sepp Herberger, die am 4. Juli 1954 in der Schweiz den ersten WM-Titel gegen die hochfavorisierten Ungarn gewannen. Bis heute gilt das "Wunder von Bern" als eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland.

1963 zählte der FCK zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Zwar blieben die großen Titelgewinne bis Anfang der 1990er-Jahre aus, doch zählten die "Roten Teufel" zeitweise zu den deutschen Spitzenteams. Bis heute legendär: der 7:4-Sieg gegen den FC Bayern München am 20. Oktober 1973 sowie der 5:0-Sieg gegen Real Madrid am 17. März 1982.

Nach dem ersten DFB-Pokalgewinn 1990 in der Vereinsgeschichte und der Meisterschaft 1991 fand sich der FCK binnen weniger Jahre im Tabellenkeller wieder. 1996 folgt schließlich der erste Abstieg in der Geschichte. Mit Trainer Otto Rehhagel gelang bereits ein Jahr später der Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus. 1998 wurde der FCK schließlich als erster Aufsteiger in der Geschichte deutscher Fußballmeister.

Nach 2000 gerieten die Pfälzer zunehmend in sportliche und finanzielle Schwierigkeiten. 2012 folge schließlich der dritte Abstieg in die 2. Bundesliga. Ein neuerlicher Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus blieb dem 1. FC Kaiserslautern jedoch verwehrt. 2018 folgte schließlich der Abstieg in die 3. Liga. Erst vier Jahre später gelang dem FCK der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1951, 1953, 1991, 1998 - Deutscher Pokalsieger 1990, 1996 - Deutscher Supercup-Sieger 1991
Südwestdeutscher Meister 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1963
Südwest-Meister 1995, 1997, 2001 - Südwest-Pokalsieger 1979, 1997, 2008, 2019

Hall of Fame
Spieler: Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Klaus ToppmöllerRonnie Hellström,
Hans-Peter Briegel, Reiner Geye, Axel Roos, Gerald EhrmannStefan Kuntz, Olaf Marschall, Miroslav Klose 
Trainer: Richard Schneider, Dietrich Weise, Karl-Heinz Feldkamp, Otto Rehhagel

Quelle: SWR Sport auf Youtube

Karlsruher SC
Der nordbadische Verein entstand 1952 durch Fusion des Karlsruher FC Phönix mit dem Stadtteil-Verein VfB Mühlburg. Bereits wenige Jahre später konnte der KSC mit dem Gewinn des DFB-Pokals 1955 und 1956 seine größten sportlichen Erfolge feiern. Der Vorgängerverein FC Phönix gewann bereits 1909 die deutsche Meisterschaft. 1963 gehörte der KSC zu den Gründungsvereinen der Bundesliga. Bis Mitte der 1980er-Jahre blieben die Badener eine "Fahrstuhlmannschaft". So spielte der Verein zwischen 1975 und 1986 jeweils sechs Jahre in der Bundesliga und 2. Bundesliga.

Unter der Ägide von Winfried Schäfer erlebte der KSC seine bislang erfolgreichste Zeit in der jüngeren Vereinsgeschichte. Insgesamt zwölf Jahre spielte der Klub im Fußball-Oberhaus. Zudem konnte sich der Karlsruher SC sogar für den UEFA-Pokal qualifizieren, wo man unter anderem so renommierte Klubs wie den FC Valencia ("Wunder vom Volkspark"), Boavista Porto, Girondins Bordeaux und den PSV Eindhoven aus dem Wettbewerb werfen konnte. Am Ende unterlag der KSC im Halbfinale gegen der SV Austria Salzburg.

Mit der Saison 1997/98 begann eine unerwartete sportliche Talfahrt des KSC, die schließlich in der Regionalliga und der drohenden Insolvenz endete. Mittlerweile spielt der Karlsruher SC wieder in der 2. Bundesliga. Die größten sportlichen Rivalitäten bestehen mit dem VfB Stuttgart, dem 1. FC Kaiserslautern und mit dem SV Waldhof Mannheim 07. In den früheren Jahren gab es auch eine Rivalität mit dem Stadtrivalen Karlsruher FV (Karlsruher Stadtderby).

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1909 - Deutscher Pokalsieger 1955, 1956
Süddeutscher Meister 1909, 1956, 1958, 1960, 1975 - Süddeutscher Pokalsieger 1960
Baden-Pokalsieger 1991, 1994, 1996, 2000, 2013, 2018, 2019

Erfolge der Damen
Baden-Württemberg-Meister 2004, 2020

Hall of Fame
Spieler: Karl Wegele, Rudi Fischer, Horst Szymaniak, Thomas Häßler, Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Oliver Kreuzer
Trainer: Adolf Patek, Winfried Schäfer 

1. FC Köln
Der 1. FC Köln wurde erst am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss mehrerer Vereine der Domstadt. Unter seinem Gründungspräsidenten Franz Kremer fand der erste gesamtstädtische Kölner Fußballclub schnell Anschluss zu den großen Vereinen der Bundesrepublik. So waren die 1960er-Jahre die bis heute erfolgreichste Ära des Vereins mit zwei deutschen Meisterschaften, vier westdeutschen Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg. Zudem gelang dem Geißbock-Club 1964 die erste deutsche Meisterschaft der neu gegründeten Bundesliga.

Der größte Erfolg war das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Den bislang letzten Titel gewann der 1. FC Köln mit dem DFB-Pokal 1983, wo sich die Geißböcke im Finale in einem Kölner Stadtderby gegen den SC Fortuna Köln durchsetzen konnte. In den 1990er-Jahren begann der langsame sportliche Niedergang des FC mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 1998

Nach einem neuerlichen Abstieg 2002 hat sich der 1. FC Köln jedoch wieder im Oberhaus des deutschen Fußballs etabliert. 2017 hat sich der FC zudem erstmals seit 25 Jahren wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Im Folgejahr folgte hingegen der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga. Wappentier des 1. FC Köln ist übrigens Geißbock Hennes.
Historische Rivalitäten gibt es aufgrund historischer und geografischer Besonderheiten zu einigen Vereinen (Rheinisches Derby). 

Die traditionsreichste Rivalität gibt es mit Borussia Mönchengladbach. Seit 1979 besteht zudem eine ausgeprägte Rivalität mit der benachbarten Werkself von Bayer 04 Leverkusen. Durch die historisch bedingte Rivalität der Domstadt mit Düsseldorf existiert heute auch eine gewisse Konkurrenz mit Fortuna Düsseldorf. Sehr speziell ist bis heute jedoch das Verhältnis mit dem SC Fortuna Köln. So war der Südstadtklub zwar war 26 Jahre lang ununterbrochen im Profi-Fußball vertreten, eine richtige Rivalität entwickelte sich aber nie - auch bedingt durch die unterschiedlichen Ligazugehörigkeiten.

Kuriosum am Rande: Der belgische Nationalspieler Roger Van Gool ging als erster "Millionen-Transfer" in die Bundesliga-Geschichte ein. 1976 wechselte er für eine Million D-Mark vom Spitzenklub FC Brügge zum 1. FC Köln. Der dribbelstarke Rechtsaußen wurde schnell zu einem Publikumsliebling in Köln. Seine Bilanz: 39 Tore in 127 Pflichtspielen sowie der Gewinn des Doubles 1978.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1962, 1964, 1978 - Deutscher Pokalsieger 1968, 1977, 1978, 1983
Deutscher Amateurmeister 1981 - Deutscher Hallenpokalsieger 1993
Westdeutscher Meister 1954, 1960, 1961, 1962, 1963 - Westdeutscher Pokalsieger 1953, 1964
Mittelrhein-Meister 1948, 1965, 1967, 1977, 1992 - Mittelrhein-Pokalsieger 1995, 2004, 2005

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2017, 2022 - Mittelrhein-Meister 2011, 2013

Hall of Fame
Spieler: Hans Schäfer, Karl-Heinz Schnellinger, Wolfgang Overath, Wolfgang Weber, Heinz ("Flocke") FloheDieter Müller, Pierre ("Litti") Littbarski, Harald ("Toni") Schumacher, Bodo Illgner, Anton ("Toni") PolsterLukas ("Poldi") Podolski 
Trainer: Hans ("Hennes") Weisweiler, Rinus Michels, Christoph Daum

Quelle: WDR auf Youtube

Bayer 04 Leverkusen

Die Werkself von Bayer 04 Leverkusen gehört seit 1979 ununterbrochen der Bundesliga an. Die ersten größten Erfolge feierte die Mannschaft Ende der 1980er- und 1990er-Jahren mit dem Gewinn des DFB-Pokals und des UEFA-Pokals. Mit zahlreichen zweiten Plätzen zwischen 1997 und 2011 - darunter fünf deutschen Vize-Meisterschaften - haftet Bayer jedoch der Ruf des ewigen Zweiten ("Vizekusen") an. Unter dem spanischen Trainer Xabi Alonso konnte Bayer wieder an frühere Erfolge anknüpfen und seinen bislang größten Triumph feiern: Das Double aus der ersten Meisterschaft sowie dem zweiten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. Zudem ist Leverkusen der erste und bislang erste Bundesligist, der in einer Saison ungeschlagen blieb.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 2024 - Deutscher Pokalsieger 1993, 2024
Deutscher Hallenpokalsieger 1994 - Westdeutscher Meister 1968
Nordrhein-Meister 1998, 2001, 2005 - Mittelrhein-Pokalsieger 1996, 1998, 2000, 2003, 2007
UEFA-Pokalsieger 1988

Hall of Fame
Spieler: Rüdiger Vollborn, Thomas Hörster, Cha Bum-Kun, Ulf Kirsten, Simon Rolfes, Bernd SchneiderJens Nowotny, Stefan KießlingJonathan TahFlorian WirtzGranit Xhaka 
Trainer: Christoph Daum, Erich RibbeckXabi Alonso

Quelle: WDR auf Youtube

1. FC Magdeburg
Der 1. FC Magdeburg wurde am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Magdeburg gegründet und zählt zu den erfolgreichsten Vereinen im DDR-Fußball. Seine erfolgreichsten Jahre hatte der FCM  in den 1970er-Jahren mit drei DDR-Meisterschaften. Mit insgesamt fünf DDR-Pokalsiegen gehört der ostdeutsche Verein zu den Rekordhaltern. Als einzigem DDR-Verein gelang dem FCM zudem der Gewinn eines Europapokalwettbewerbs. Nach der Wiedervereinigung folgte zunächst der sportliche und wirtschaftliche Niedergang. Aktuell spielt der FCM wieder in der 2. Bundesliga.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1972, 1974, 1975 - DDR-Pokalsieger 1964, 1965, 1969, 1973, 1978, 1979, 1983
Nordost-Meister 2015
Sachsen-Anhalt-Pokalsieger 1993, 1998, 2000, 2001, 2003, 2006, 2007, 2009, 2013, 2014, 2017, 2018, 2022
Europapokalsieger der Pokalsieger 1974

Erfolge der Damen
Sachsen-Anhalt-Pokalsieger 2025

Hall of Fame
Spieler: Jürgen Sparwasser, Günter Hirschmann, Joachim Streich, Wolfgang Seguin, Jürgen Pommerenke
Trainer: Heinz Krügel

1. FSV Mainz 05
Die Geschichte des 1. FSV Mainz 05 reicht mittlerweile über 120 Jahre zurück. Über Jahrzehnte hinweg stand der Verein aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz im Schatten des übermächtigen 1. FC Kaiserslautern. Erst mit dem Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga rückte der Verein in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit.

Auf einer "außerordentlichen Generalversammlung" im Oktober 1905 der erst 17-jährige Eugen Salomon zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. Aufgrund seines Engagements wurde der Verein bereits zum 24. Juni 1906 in den Verband Süddeutscher Fußball-Vereine aufgenommen. Das genaue Gründungsdatum ist - je nach Quellenlage - hingegen umstritten. Sportlich konnten die Mainzer in den folgenden Jahrzehnten allerdings kaum überzeugen. Rund 100 Jahre sollte es dauern, bis aus Mainz dank der 05er eine Fußballstadt geworden ist. So wurde der FSV bereits 1965 dank der Siege gegen die beiden Bundesligisten TSV 1860 München und SV Werder Bremen in der Mainzer Fastnacht bereits als "Pokalschreck" gefeiert.

In den 1970er- und 1980er-Jahren zählten die Mainzer in der Drittklassigkeit meist zu den Südwest-Spitzenmannschaften. Gleichzeitig erlebten sie auch eine der schwersten Krisen der Vereinsgeschichte, als im August 1982 die Staatsanwaltschaft Mainz wegen finanzieller Ungereimtheiten gegen den Verein ermittelte und gleichzeitig der Vereinspräsident Jürgen Jughard bei einem Autounfall nahe Koblenz verstarb. Mainz 05 war außerdem der erste Verein, der aus wirtschaftlichen Gründen im Profi-Fußball nicht mehr mithalten kann und 1976 seine Lizenz für die 2. Bundesliga freiwillig abgab. In den 1990er-Jahren spielte der FSV wieder dauerhaft in der 2. Bundesliga.

Als Jürgen Klopp am Rosenmontag 2001 zum Cheftrainer der Mainzer berufen wurde, gewann der Verein nicht nur bei den Fans zunehmend an Sympathien. 2004 gelang dem Club unter seiner Ägide mit dem ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga einer der größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. In der darauffolgenden Spielzeit gelang den Mainzern sogar die Teilnahme am UEFA-Pokal.

Seit 2009 gehören die Rheinhessen dauerhaft dem Fußball-Oberhaus an. Heute ist der 1. FSV Mainz 05 auch aus der Landeshauptstadt selbst nicht mehr wegzudenken. Die beiden größten sportlichen Rivalen sind der 1. FC Kaiserslautern und die SG Eintracht Frankfurt.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1982 - Hessen-Meister 1920, 1926, 1932, 1933
Südwest-Meister 1973, 1978, 1981, 1988, 1990, 2003
Südwest-Pokalsieger 1962, 1965, 1974, 1979, 1980, 1982, 1986, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005

Erfolge der Damen
Südwest-Meister 2014, 2015, 2024, 2025 - Südwest-Pokalsieger 2024, 2025

Hall of Fame
Spieler: Gerhard Bopp, Manuel FriedrichJürgen KloppStephan KuhnertNikolce Noveski, Michael ThurkDimo Wache
Trainer: Horst HülßWolfgang FrankJürgen KloppThomas Tuchel

Borussia Mönchengladbach
Zu den beliebtesten deutschen Vereinen gehört auch Borussia Mönchengladbach. Gegründet am 1. August 1900 hatten die Fohlen in den 1970er-Jahren mit fünf deutschen Meisterschaften, zwei Pokalsiegen und zwei UEFA-Pokalsiegen ihre bis dato erfolgreichste Ära. Geprägt war diese Zeit auch vom sportlichen Duell mit dem FC Bayern München, deren Spieler in dieser Zeit den Kern der deutschen Nationalmannschaft bildeten. Vor allem die temporeiche und offensive Spielweise in dieser Zeit brachte der Mannschaft den Spitznamen "Fohlenelf" ein.

Legendär wurde zudem das "Büchsenwurfspiel" im Europapokal der Landesmeister am 20. Oktober 1971. So gewann die Borussia zwar das Heimspiel gegen Inter Mailand souverän mit 7:1. Die UEFA annullierte das Spiel jedoch, weil der italienische Roberto Boninsegna von einer leeren Büchse getroffen wurde. Einen Eintrag in die Geschichtsbücher fand auch der "Pfostenbruch am Bökelberg" am 3. April 1971.

In den 1980er-Jahren konnten die Gladbacher Fohlen jedoch nicht mehr an ihren Titelreigen anknüpfen. Der bislang letzte sportliche Erfolg gelang der Borussia mit dem Pokalsieg 1995. Vier Jahre später mussten die Fohlen sogar den ersten von mehreren Abstiegen (1999 und 2007) in die 2. Bundesliga hinnehmen.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1970, 1971, 1975, 1976, 1977 - Deutscher Pokalsieger 1960, 1973, 1995
Westdeutscher Meister 1920, 1965 - Westdeutscher Pokalsieger 1960
Niederrhein-Meister 1997, 2016 - Niederrhein-Pokalsieger 1997, 2016 - UEFA-Pokalsieger 1975, 1979

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2011, 2015, 2023 -  Niederrhein-Meister 2000 -  Niederrhein-Pokalsieger 2003, 2009, 2010, 2011

Hall of Fame
Spieler: Günter Netzer, Hans-Hubert ("Bertie") Vogts, Josef ("Jupp") Heynckes, Rainer BonhofHerbert ("Hacki") Wimmer, Wolfgang Kleff, Allan Simonsen, Uwe Kamps, Wilfried HannesHans-Günter Bruns, Christian Hochstätter 
Trainer: Hans ("Hennes") Weisweiler, Udo Lattek

Kurzinformation: Der "Trommler vom Bökelberg"

Der spanische Edelfan "Manolo el del Bombo" war sein Namensgeber und Vorbild: Unter dem Namen "Manolo" wurde Ethem Özerenler zu Deutschlands bekanntestem Fußballfan sowie als "Trommler vom Bökelberg" zu einer Ikone. Dabei war er der erste "Offizielle Trommler und Einpeitscher" in der Bundesliga überhaupt. 

Der gebürtige Türke kam im Jahr 1968 nach Deutschland, wo er in Mönchengladbach in einer Spinnerei arbeitete. Von 1977 bis 2002 feuerte Manolo regelmäßig in der Nordkurve mit seiner Trommel das Team von Borussia Mönchengladbach an. Dabei hatte er einen festen Platz auf dem Innenzaun, zuletzt wegen eines seinetwegen installierten "Hochsitz" auf dem Bökelberg. Dabei galt er als Inbegriff eines Fußballfans sowie als frühe Leitfigur der Borussia-Anhänger. Am 30. April 2008 starb "Manolo" in Mönchengladbach.

"Manolo war nie politisch, er gehörte zu keiner Gruppierung, alles was er wollte, war Borussia zu unterstützen und zwar aus tiefstem Herzen. Manolo verkörpert für mich den friedlichen Fan, er war ein einfacher Mann und ein sagenhafter Borusse", erläutert Dirk Dillenberger, ein Experte für den Kult-Fan vom Bökelberg.

Quelle: WDR auf Youtube

FC Bayern München
Mit etwa 432.500 Mitgliedern ist der FC Bayern München  der mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Gegründet wurde der "Stern des Südens" am 27. Februar 1900 im "Weinhaus Gisela" in Schwabing aus der Fußballabteilung des MTV München. Allerdings kamen die Vereinsgründer oftmals nicht aus München oder Bayern, sondern aus Berlin, Freiburg, Leipzig und Bremen. Erster Präsident in der Geschichte des Vereins war der Berliner Franz John (1900 bis 1903).

Im Jahre 1919 wurde Kurt Landauer zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt und zur prägenden Figur des Vereins zwischen den beiden Weltkriegen. So schlug seine moderne und weltmännische Art auch auf dem Feld durch. So setzte er auf Jugendförderung, ein gepflegtes Flachpassspiel und eine internationale Ausrichtung des Klubs. Zudem holte er den Engländer William Townley als ersten professionellen Trainer des Vereins - schon bald traten Weltklubs wie der FC Barcelona oder CA Peñarol Montevideo zu Gastspielen in München an.

Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand der Höhenflug jedoch ein bitteres Ende. Landauer musste als Jude am 22. März 1933 als Präsident des FC Bayern München zurücktreten. Während der NS-Diktatur war der FC Bayern aber im Gegensatz zum Lokalrivalen TSV 1860 München als sogenannter "Judenclub" verpöhnt. 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt der Verein bereits schnell eine neue Lizenz. Allerdings blieben bis Mitte der 1960er-Jahre die großen sportlichen Erfolge aus. Eine Ausnahme war jedoch der erste Gewinn des DFB-Pokals 1957. Bei der Gründung der Bundesliga 1963 war der FC Bayern München zunächst nicht dabei. Erst 1965 gelang dem Münchener Verein der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.

So ist der Aufstieg des FC Bayern untrennbar mit dem Namen Wilhelm Neudecker verbunden. Der Bauunternehmer wurde am 24. Oktober 1913 in Straubing geboren. Als er im April 1962 zum Präsidenten gewählt wurde, stand der FC Bayern München noch im Schatten des großen Lokalrivalen TSV 1860 München. So kickte der FC Bayern noch in der damals zweitklassigen Regionalliga. Mit der Verpflichtung von Trainer Zlatko ("Tschik") Cajkovski sowie Robert Schwan als erstem professionellen Fußballmanager gelang dem FC Bayern schließlich 1965 der Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga.

In den folgenden Jahre gelangen Neudecker weitere nachhaltige Trainerverpflichtungen - darunter Branko Zebec, Udo Lattek oder Dettmar Cramer - sowie wegweisende Spielertransfers mit Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß. In den 1970er-Jahren stieg der FC Bayern München zu einem der weltbesten Fußballvereine auf. Bis zum Ende seiner Amtszeit am 24. März 1979 gelangen dem FC Bayern jeweils vier Meisterschaften (1969, 1972, 1973, 1974) und Pokalsiege (1966, 1967, 1969, 1971). Dazu kamen internationale Titel wie der Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), der Europapokal der Pokalsieger (1967) und der Weltpokal (1976).

Nach einer Umbruchphase Ende der 1970er-Jahre prägt Uli Hoeneß bis heute maßgeblich die Geschicke des Vereins. Am 1. Mai 1979 wechselte Hoeneß ins Management des FC Bayern - mit 27 Jahren wurde er der jüngste Manager in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Zudem übernahm er mit dem Verein einen tönernen Koloss mit drei Millionen D-Mark Schulden - und viel Verantwortung. Doch nichts konnte ihn letztlich aus der Bahn bringen - noch nicht einmal ein Flugzeugabsturz im Februar 1982, den er als einziger Passagier überlebte. In den folgenden Jahren wurde Hoeneß schließlich zum Gesicht des FC Bayern. Dabei schien alles auf ihn zuzutreffen, was man mit dem Verein verband: Laut, polternd, unbeliebt, aber auch reich, erfolgreich und verehrt. Sein Temperament führte ihn in manchen Konflikt, den er angeblich zwar "nie gesucht hat" - ihm aber "auch nie ausgewichen ist".

Zudem wurden unter seiner Ägide über 150 Spieler verpflichtet sowie einige renommierte Trainer nach München geholt - von Udo Latteck über Giovanni Trappatoni, Louis van Gaal, Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes bis hin zu Pep Guardiola. Mit ihnen gewann der FC Bayern unter Hoeneß Ägide zahlreiche Titel: 21 Deutsche Meisterschaften, 15 DFB-Pokalsiege, sechs Ligapokalsiege und vier Supercupsiege sowie zweimal die UEFA Champions League sowie  den UEFA-Pokal, den UEFA Supercup, den Weltpokal und die FIFA-Klubweltmeisterschaft.

Sportlicher Höhepunkte des FC Bayern München ist bis heute die Triple-Saison 2013 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, dem DFB-Pokal und der Champions League im ersten deutsch-deutschen Finale der Geschichte. Das Rekordjahr wurde schließlich mit dem Gewinn des UEFA Super Cup und der Klub-Weltmeisterschaft beendet. 2020 wurde der Erfolg mit dem Gewinn des "Sextuple" wiederholt. Dies gelang zuvor nur dem FC Barcelona im Jahr 2009.

Darüber hinaus formte er den FC Bayern München zu einer globalen Marke und zu einer Weltmacht des internationalen Fußballs - legal und redlich, ohne Kredite und Pfändungen. Mit Blick auf die großen Champions in Europa mit ihren Schulden verwendete Hoeneß oftmals das Bild, dass diese in der Bank eben immer in die Kreditabteilung gingen - während er in die Festgeldabteilung abbiege. Dennoch bleibt der FC Bayern München bis heute seinem Motto "Mia san Mia" treu. Dabei sieht sich der Verein der Innovation genauso verpflichtet wie der Tradition.

Seit den 1970er-Jahren ist der FC Bayern München auch im Frauenfußball erfolgreich. So wurde die Frauenfußballabteilung bereits 7. Juni 1970 gegründet. Der erste große Erfolg der Damen-Mannschaft war Gewinn der deutschen Meisterschaft 1976. Sie gehört nach einer wechselvollen Geschichte zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga im Jahr 2000. In den folgenden Jahren gewannen die Frauen des FC Bayern sechs weitere Meisterschaften sowie zwei DFB-Pokalsiege 2012 und 2025.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2025
Deutscher Pokalsieger 1957, 1966, 1967, 1969, 1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2016, 2019, 2020
Deutscher Ligapokalsieger 1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007
Deutscher Supercup-Sieger 1987, 1990, 2010, 2012, 2016, 2017, 2018, 2020, 2021, 2022, 2025
Süddeutscher Meister 1926, 1928 - Süddeutscher Pokalsieger 1957
Bayern-Meister 1910, 1911, 1926, 1928, 1983, 1984, 1987, 2014, 2019 - Bayern-Pokalsieger 2002
Europapokalsieger der Landesmeister / UEFA Champions League-Sieger 1974, 1975, 1976, 2001, 2013, 2020
Europapokalsieger der Pokalsieger 1967 - UEFA-Pokalsieger 1996 - UEFA Supercup-Sieger 2013
FIFA-Klubweltmeister 2013, 2020 - Weltpokalsieger 1976, 2001

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1976, 2015, 2016, 2021, 2023, 2024, 2025 - Deutscher Pokalsieger 2012, 2025
Deutscher Supercup-Sieger 2024, 2025 - Süddeutscher Meister 2009
Bayern-Meister 1972, 1973, 1974, 1975, 1975, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 2000, 2004
Bayern-Pokalsieger 1982, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991

Hall of Fame
Spieler: Ludwig Goldbrunner, Konrad Heidkamp, Sepp MaierFranz BeckenbauerGerd Müller, Franz ("Bulle") Roth,
Ulrich ("Uli") HoeneßHans-Georg ("Katsche") SchwarzenbeckPaul Breitner, Karl-Heinz RummeniggeKlaus Augenthaler, Raimond AumannJean-Marie Pfaff , Lothar Matthäus, Stefan Effenberg,  Mehmet SchollOliver KahnGiovane Elber, Bixente Lizarazu, Philipp LahmRoy MakaayBastian SchweinsteigerFranck RibéryArjen Robben, Thomas Müller,
Manuel NeuerDavid AlabaRobert Lewandowski 
Spielerinnen: Nina Aigner, Melanie Behringer, Vanessa Bürki, Sandra de Pol, Giulia GwinnPernille Harder
Trainer der Herren: William TownleyZlatko Cajkovski, Branko Zebec, Udo LattekOttmar Hitzfeld, Josep Guardiola
Trainer der Damen: Sissy RaithThomas Wörle, Alexander Straus

TSV 1860 München
Größter Lokalrivale des deutschen Rekordmeisters ist der TSV 1860 München. Der Verein wurde bereits am 15. Juli 1848 gegründet und bezeichnet sich selbst als "Münchens große Liebe". Allerdings wurde die Fußballabteilung wurde erst am 25. April 1899 ins Leben gerufen. Der erste große sportliche Erfolg war der Gewinn des DFB-Pokals 1942.

Nationale Bekanntheit erlangten die Münchener "Löwen" jedoch erst in den 1960er-Jahren mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1966 und dem DFB-Pokalsieg 1964. International sorgten die Löwen für Furore, als man 1965 im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1965 vor einer Rekordkulisse von 100.000 Zuschauern im Wembley-Stadion gegen West Ham United unterlag. 

1970 erfolgte jedoch der Absturz der Löwen in die Zweitklassigkeit. 1982 kam es mit dem Entzug der Lizenz sogar der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Gegen Ende der 1980er-Jahre gelang unter der Ägide von Vereinspräsident Karl-Heinz Wildmoser und Trainer Werner Lorant der sportliche Wiederaufstieg bis in die Bundesliga. 2000 gelang sogar die sportliche Qualifikation für die UEFA Champions League

2004 erfolgte jedoch der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga - 2017 sogar in die 3. Liga. Da den "Löwen" jedoch keine Lizenz erteilt wurde, folgte der Absturz in die Regionalliga Bayern. Bereits 2018 folgte jedoch der direkte Wiederaufstieg. Seitdem verharren die "Löwen" in der sportlichen Drittklassigkeit.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1966 - Deutscher Pokalsieger 1942, 1964 - Süddeutscher Meister 1963
Bayern-Meister 1941, 1984, 1991, 1993, 1997, 2004, 2013, 2018 - Bayern-Pokalsieger 2006, 2007

Hall of Fame
Spieler: Rudolf ("Rudi) Brunnenmeier, Petar ("Radi") Radenkovic, Bernd Patzke, Harald Cerny, Martin Max 
Trainer: Max Schäfer, Max Merkel, Karsten WettbergWerner Lorant

Quelle: ZDF Sportstudio auf Youtube

1. FC Nürnberg
Neben den beiden Traditionsclubs aus München blickt auch der 1. FC Nürnberg auf eine lange Historie zurück. Gegründet am 4. Mai 1900 zählte der Club bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den Spitzenteams in Deutschland mit fünf deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der FCN zunächst an die alten Erfolge anknüpfen mit der ersten Nachkriegsmeisterschaft 1948. Nach eher mageren sportlichen Zeiten in den 1950er-Jahren gelangen dem 1. FC Nürnberg mit der achten Meisterschaft 1961 und dem DFB-Pokalsieg 1962 sein bislang letzter sportlicher Höhenflug.

So gehörte der FCN zwar zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dennoch verliefen die ersten Jahre sportlich wenig erfolgreich. 1968 gewannen den Clubberern zwar unter Max Merkel den bislang letzten Meistertitel. Bereits ein Jahr später - im Jahr 1969 - als Titelverteidiger der direkte sportliche Abstieg, was bis heute einmalig in der Bundesliga ist. Erst 1978 gelang dem FCN der Wiederaufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der 1. FC Nürnberg mit mittlerweile acht Auf- und Abstiegen zu einer regelrechten Fahrstuhlmannschaft. Dabei gelang mit dem Gewinn des DFB-Pokals 2007 immerhin den ersten nationalen Titel seit 39 Jahren. Kurios: 2008 folgte der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga - in diesem Falle als amtierender Pokalsieger. Mit acht Aufstiegen (1978, 1980, 1985, 1998, 2001, 2004, 2009, 2018) und neun Abstiegen (1969, 1979, 1984, 1994, 1999, 2003, 2008, 2014, 2019) halten die "Clubberer" bislang den Bundesligarekord.

Größter sportlicher Konkurrent ist bis heute die SpVgg Greuther Fürth. Vor allem in den 1920er-Jahren gehörten die beiden fränkischen Teams zu den Spitzenmannschaften in Deutschland. Dabei verbuchte Fürth in dieser Zeit ebenfalls seine bislang größten Erfolge mit drei deutschen Meistertiteln (1914, 1926, 1929). Zudem gilt das Frankenderby mit mehr als 260 Partien seit 1904 als ältestes Derby des deutschen Fußballs.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
Deutscher Pokalsieger 1935, 1939, 1962, 2007
Süddeutscher Meister 1916, 1918, 1920, 1921, 1924, 1927, 1929, 1947, 1951, 1957, 1961, 1962
Süddeutscher Pokalsieger 1919, 1924, 1953 - Bayern-Meister 1941, 1984, 1993, 1997, 2004, 2013

Erfolge der Damen
Bayern-Meister 2009, 2013 - Bayern-Pokalsieger 1998, 2002, 2014, 2015, 2016, 2024

Hall of Fame
Spieler: Heinrich Stuhlfauth, Maximilian ("Max") Morlock, Andreas Köpke, Raphael Schäfer, Marek Mintál 
Trainer: Izidor ("Dori") Kürschner, Herbert Widmayer, Max Merkel

Hall of Fame
Spieler: Ansgar BrinkmannUwe BrunnJoe EnochsGerd-Volker Schock

1. FFC Turbine Potsdam
Der 1. FFC Turbine Potsdam ging am 3. März 1971 aus der BSG Turbine Potsdam hervor und zählte in den 1980er-Jahren zu den erfolgreichsten Mannschaften des DDR-Frauenfußballs. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands spielte die Turbine zunächst in der zweitklassigen Regionalliga Nordost. Mitte der 1990er-Jahre konnte sich das Team aus Potsdam allerdings recht schnell in der Frauen-Bundesliga etablieren und an die alten Erfolge aus DDR-Zeiten anknüpfen.

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist derzeit der einzige Verein aus den neuen Bundesländern, der mit insgesamt sechs DDR-Meisterschaften, sechs gesamtdeutschen Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiegen und zwei Europapokalsiegen gewinnen konnte. Einen maßgeblichen Anteil an den Erfolgen hatte Bernd Schröder, langjähriger Trainer und Manager des 1. FFC Turbine Potsdam. 

Mit zwölf Meistertiteln, drei Pokalsiegen und zwei Europapokalsiegen ist er der erfolgreichster Frauenfußballtrainer Deutschlands und einer der erfolgreichsten der Welt. So sind die "Turbinen" heute der einzige Verein aus den neuen Bundesländern, der eine gesamtdeutsche Fußballmeisterschaft im Profibereich gewinnen konnte.

Sportlich kann der ostdeutsche Verein allerdings nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen. 2023 stieg der 1. FFC Turbine Potsdam nach 26 Erstklassigkeit abgeschlagen als Tabellenletzter in die 2. Frauen-Bundesliga ab. In der Folgesaison gelang zwar der direkte Wiederaufstieg. In der Saison 2024/25 stand der brandenburgische Klub allerdings wieder abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz ohne Sieg als vorzeitiger Absteiger fest.

Erfolge der Damen
DDR-Meister 1981, 1982, 1983, 1985, 1986, 1989
Deutscher Meister 2004, 2006, 2009, 2010, 2011, 2012 - Deutscher Pokalsieger 2004, 2005, 2006
Deutscher Hallenpokalsieger 2004, 2005, 2008, 2009, 2010, 2013, 2014
UEFA Women's Cup-Sieger / UEFA Women's Champions League-Sieger 2005, 2010

Hall of Fame
Spielerinnen: Ariane Hingst, Nadine Angerer, Anja Mittag, Conny Pohlers, Petra Wimbersky
Trainer: Bernd Schröder

FC Hansa Rostock
Der FC Hansa Rostock ist mit rund 28.600 Mitgliedern der größte Verein in Mecklenburg-Vorpommern. Er wurde am  28. Dezember 1965 mit der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Empor Rostock gegründet. Der größte sportliche Erfolg war der Gewinn der letzten DDR-Meisterschaft 1991 sowie des letzten DDR-Pokals 1991. Heute ist Hansa mit zwölf Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit der erfolgreichste Verein aus dem Nordosten Deutschlands. Aktuell spielt der Klub nach mehreren Auf- und Abstiegen nur noch in der 3. Liga. Außerdem spielt die Frauen-Mannschaft in der Regionalliga Nordost.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1991 - DDR-Pokalsieger 1991 - Deutscher Hallenpokalsieger 1998
Mecklenburg-Vorpommern-Pokalsieger 1998, 2005, 2006, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2025

Erfolge der Frauen
Mecklenburg-Vorpommern-Meister 2024 - Mecklenburg-Vorpommern-Pokalsieger 1992, 1993, 2024

Hall of Fame
Spieler: Gernot Alms, Wolfgang Barthels, Stefan Beinlich, Jürgen Decker, Gerd Kische, Martin Pieckenhagen,
Matthias Schober, Joachim Streich, Kurt Zapf 
Trainer: Frank Pagelsdorf

Quelle: NDR Doku auf Youtube

1. FC Saarbrücken
Der 1. FC Saarbrücken wurde am 18. April 1903 im Stadtteil Malstatt als Fußballabteilung des TV 1876 Malstatt gegründet. 1907 wurde die Fußballabteilung nach deren Abspaltung als FV Malstatt-Burbach eigenständig. Am 1. April 1909 wurde der Fußballverein in FV Saarbrücken umbenannt. Nach der Auflösung am 25. November 1945 wurde der Verein am selben Tag unter dem Namen 1. FC Saarbrücken neu gegründet. Mit der Wiederaufnahme des Ligabetriebes startete der FCS zunächst in der Oberliga Südwest-Nord.

Bereits Anfang der 1930er-Jahren gehörte der FCS zu den südwestdeutschen Spitzenteams. Dabei spielte der Verein aus der saarländischen Hauptstadt kontinuierlich in den höchsten Ligen Deutschlands. Der größte sportliche Erfolg in seiner Vereinsgeschichte war die deutsche Vize-Meisterschaft 1943. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Fußball im Saarland 1948 den deutschen Ligabetrieb zunächst verlassen.

Bis zur Rückkehr spielte der 1. FC Saarbrücken daher in der saarländischen Ehrenliga. 1951 startete der FCS wieder in der deutschen Oberliga Südwest. Zwölf Jahre später gehörte der FCS zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Ende der 1990er- und zu Beginn der 2000er-Jahre folgte der sportliche Fall bis in die Fünftklassigkeit. Seit einigen Jahren  gehört der FCS zu den Spitzenteams in der 3. Liga. Seit 1997 unterhält der 1. Saarbrücken auch eine Damen-Mannschaft.

Erfolge der Herren
Südwest-Meister 1946, 1952, 1961, 1983, 2009, 2018, 2020 - Saarland-Meister 1952
Saarland-Pokalsieger 1997, 1998, 1999, 2000, 2002, 2004, 2011, 2012, 2013, 2017, 2019, 2024

Erfolge der Damen
Südwestmeister 2003

Hall of Fame
Spieler: Edmund ConenHerbert MartinHerbert Binkert, Waldemar Philippi 
Trainer: Uwe KlimaschefskiPeter NeururerDirk Lottner

FC Schalke 04
Mit sieben deutschen Meisterschaften, fünf Pokalsiegen und dem UEFA-Pokal-Sieg 1997 gehört der FC Schalke 04 heute zu den erfolgreichsten deutschen Fußballvereinen der Geschichte. Gegründet im Jahr 1904 von einer Gruppe Jugendlicher entwickelten sich die Schalker Knappen schnell zu einer Spitzenmannschaft in Deutschland. Ihre erfolgreichste sportliche Zeit hatten die Königsblauen jedoch zwischen 1934 und 1942, als die Mannschaft jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale stand.

So gewannen die Knappen in dieser Zeit allein sechs Meisterschaften und einmal den DFB-Pokal. 1937 gelang Schalke zudem als erstem deutschen Verein das Double aus Meisterschaft und Pokal. Das Erfolgsrezept der Mannschaft war der Schalker Kreisel um Ernst Kuzzora und seinen Schwager Fritz Szepan.

Die folgenden Jahrzehnte waren - mit Ausnahme der bislang letzten deutschen Meisterschaft 1958 und dem DFB-Pokal 1972 - eher von sportlichem Mittelmaß geprägt. Tiefpunkt war jedoch die Verwicklung in den Bundesliga-Skandal von 1971. Erst mit der Ernennung von Rudi Assauer stellten sich allmählich wieder neue sportliche Erfolge ein. Die größten Erfolge in dieser Zeit waren neben den beiden Pokalsiegen 2001 und 2002 vor allem der Gewinn des UEFA-Pokals 1997. Außerdem blieb die "Meisterschaft der Herzen" 2001 bis heute in besonderer Erinnerung.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, 1958 - Deutscher Pokalsieger 1937, 1972, 2001, 2002, 2011
Deutscher Ligapokalsieger 2005 - Deutscher Supercup-Sieger 2011
Westdeutscher Meister 1929, 1930, 1932, 1933, 1951, 1958 - Westdeutscher Pokalsieger 1954 - Westfalen-Meister 2003 UEFA-Pokalsieger 1997

Erfolge der Damen
Westfalen-Meister 
1977, 1980, 1981, 1984, 1985 - Westfalen-Pokalsieger 1982, 1984

Hall of Fame
Spieler: Ernst Kuzzora, Fritz Szepan, Norbert Nigbur, Reinhard Libuda, Rüdiger Abramczik, Klaus FischerRolf Rüssmann, Olaf Thon, Ingo Anderbrügge 
Trainer: Hans Schmidt, Otto Faist, Huub Stevens

Quelle: WDR auf Youtube

VfB Stuttgart
Mit etwa 50.000 Mitgliedern gehört der VfB Stuttgart zu den größten Fußballvereinen in Deutschland. Gegründet am 9. September 1893 im Gasthaus "Zum Becher" begann der sportliche Aufstieg der Schwaben jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Erster Höhepunkt war der Gewinn der US-amerikanischen Zonenmeisterschaft 1946. Seine erfolgreichste Ära hatte der VfB 
in den 1950er-Jahren mit jeweils zwei deutschen Meisterschaften und DFB-Pokalsiegen.

Im Jahr 1963 gehörten die Schwaben zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Sportlich verliefen die folgenden Jahre hingegen eher durchwachsen, 1975 folgte sogar der Abstieg in die 2. Bundesliga. Erst zwei Jahre später gelang dem VfB der Wiederaufstieg in das deutsche Fußball-Oberhaus. Die folgenden Jahrzehnte waren erneut von sportlichen Höhen und Tiefen geprägt. Neben drei weiteren deutschen Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg verbuchte der VfB mit dem Finaleinzug im Europapokal der Pokalsieger 1998 und dem UEFA-Pokal 1989 auch beachtliche internationale Erfolge.

Nach 2009 folgte jedoch ein neuerlicher langsamer Absturz bis hin zum zweiten Abstieg 2016. Besonders bitter dabei war auch der zeitgleiche Abstieg der zweiten Mannschaft aus der 3. Liga. Nur ein Jahr später gelang den Schwaben zwar der direkte Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Nur ein Jahr später folgte der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga. Eine besondere sportliche Rivalität besteht mit den Stuttgarter Kickers ("Stuttgarter Stadtderby"). Auch das Baden-Württemberg-Derby mit dem Karlsruher SC ist von einer besonderen sportlichen Brisanz.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1950, 1952, 1984, 1992, 2007 - Deutscher Pokalsieger 1954, 1958, 1997, 2025
Deutscher Supercup-Sieger 1992 - Deutscher Amateurmeister 1963, 1980
Süddeutscher Meister 1946, 1952, 1954 - Süddeutscher Pokalsieger 1933, 1958
Württemberg-Meister 1960, 1964, 1965, 1971 - Württemberg-Pokalsieger 1970, 1980, 1981, 2000

Erfolge der Damen
Süddeutscher Meister 2025 - Baden-Württemberg-Meister 2024 - Württemberg-Pokalsieger 2024, 2025

Hall of Fame
Spieler: Robert Schlienz, Günther Schäfer, Helmut Roleder, Karl Allgöwer, Hansi MüllerBernd Förster, Karl-Heinz Förster, Guido Buchwald, Jürgen Klinsmann, Cacau 
Trainer: Georg Wurzer, Helmut Benthaus, Christoph Daum, Joachim ("Jogi") Löw, Armin Veh

VfL Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg wurde am 12. September 1945 gegründet und wird bereits seit Jahrzehnten vom niedersächsischen Automobilbauer Volkswagen gefördert. Als einer der wenigen Vereine im deutschen Fußball sind die Wölfe sowohl bei den Damen wie Herren besonders erfolgreich. So gehört die Herrenmannschaft seit 1997 der Bundesliga an. Seitdem lösten sich sportliche Höheflüge mit Mittelmaß und Abstiegskampf ab. Die bislang größten Erfolge waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals sowie des DFL-Supercups.

Wesentlich erfolgreicher sind hingegen die Damen des VfL Wolfsburg. So entstand das Frauen-Team bereits 1973 als Frauenfußballabteilung des VfR Eintracht Wolfsburg. 2003 wechselte sie geschlossen zum VfL Wolfsburg. Dabei gehören sie zu den Gründungsmitgliedern der Frauen-Bundesliga. Nach dem Abstieg 2005 sowie dem direkten Wiederaufstieg in der Folgesaison entwickelte sich das Damen-Team schließlich zu einer Spitzenmannschaft im deutschen Frauenfußball

Der bislang größte Erfolg der Wolfsburger Damen war der Gewinn des Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA Women's Champions League im Jahr 2013. Zudem halten die Wölfinnen die bislang längste Siegesserie im Pokal in Folge: Von 2014 bis 2025 waren sie in 52 Spielen ungeschlagen. Dabei konnten sie den DFB-Pokal zehn Mal in Folge gewinnen.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 2009 - Deutscher Pokalsieger 2015 - Deutscher Supercup-Sieger 2015
Norddeutscher Meister 1991, 1992, 2007, 2014, 2016, 2019 - Niedersachsen-Meister 1963, 1999

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 2013, 2014, 2017, 2018, 2019, 2020, 2022
Deutscher Pokalsieger 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2024, 2024
Niedersachsen-Meister 2012 - Niedersachsen-Pokalsieger 1980, 1983, 1985, 1988, 1989, 1990, 1998, 2009, 2012, 2013
UEFA Women's Champions League-Sieger 2013, 2014

Hall of Fame
Spieler: Diego Benaglio, Edin Džeko, Grafite, Kevin De Bruyne, Maximilian Arnold
Spielerinnen: Alexandra Popp, Nadine Keßler, Conny Pohlers, Almuth Schult, Martina Müller
Trainer der Herren: Felix Magath, Dieter Hecking 
Trainer der Damen: Ralf Kellermann

Hintergrundinformation: Umstrittene Vereine in Hoffenheim und Leipzig

Die TSG 1899 Hoffenheim und RB Leipzig sind in Fußball-Deutschland besonders umstritten. Sie gelten als ein Symbol für die Kommerzialisierung des Sportes, die im Widerspruch zur traditionellen Vereinskultur stehen. Beide Vereine haben vor allem durch massive finanzielle Investitionen von Einzelpersonen oder große Unternehmen den Aufstieg in die Bundesliga erreicht. Dies wird von vielen Fans als Wettbewerbsverzerrung wahrgenommen. 

Die TSG 1899 Hoffenheim entstand im Mai 1945 die Fusion des Turnvereins mit dem Fußballverein Hoffenheim. Bis 2000 spielte die TSG ausschließlich in unterklassigen Amateurligen zwischen der Verbandsliga und der Kreisliga B. Erst mit der Förderung durch den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp gelang der sportliche Aufstieg, der die TSG schließlich 2008 in die Bundesliga führte. Die Kritiker sehen darin ein "Retortenprojekt", das Traditionsvereinen den Platz wegnehme. Seit 2000 hat die TSG auch eine eigene Frauenmannschaft.

Erfolge der Herren
Badischer Meister 2000 - Badischer Pokalsieger 2002, 2003, 2004, 2005

Erfolge der Damen
Süddeutscher Meister 2010 - Baden-Württemberg-Meister 2009, 2012 - Baden-Meister 2008

Hall of Fame
Spieler: Oliver BaumannPavel KadeřábekSebastian RudySejad SalihovićÁdám SzalaiKevin Volland
Spielerinnen: Nicole BillaMartina MoserBirgit Prinz
Trainer: Hans-Dieter ("Hansi") Flick, Ralf Rangnick, Julian Nagelsmann, Sebastian Hoeneß

Der sächsische Verein RB Leipzig wurde am 19. Mai 2009 auf Initiative der Red Bull GmbH gegründet und übernahm zur Saison 2009/10 das Startrecht des SSV Markranstädt in der fünftklassigen Oberliga Nordost. Seit 2016 spielt der Klub in der Bundesliga. Da Statuten eine direkte Werbung im Vereinsnamen untersagten, wurde das Kürzel "RB"  offiziell für "RasenBallsport" gewählt, wird aber weithin als Synonym für Red Bull verstanden. 

Außerdem hat der Verein praktisch nur eine kleine Zahl von Mitgliedern, die mit dem Red Bull-Konzern eng verbunden sind. Im März 2024 hatte der Verein insgesamt knapp über 1.100 Mitglieder, darunter 23 stimmberechtigte Mitglieder und rund 750 Fördermitglieder, die nicht stimmberechtigt sind. Auch das Bundeskartellamt sieht diese Praxis kritisch. Nach Ansicht vieler Fans wird dadurch die "50+1-Regel" ausgehöhlt.

Erfolge der Herren
Deutscher Pokalsieger 2022, 2023 - Deutscher Supercup-Sieger 2023
Nordost-Meister 2013 - Sachsenpokalsieger 2011, 2013

Erfolge der Damen
Nordost-Meister 2020 - Sachsen-Meister 2017 - Sachsen-Pokalsieger 2019, 2020, 2022, 2023, 2024, 2025

Hall of Fame
Spieler: Emil ForsbergPéter GulácsiMarcel HalstenberKevin KamplLukas KlostermannWilli OrbánYussuf Poulsen,
Marcel SabitzerTimo Werner
Trainer: Ralph HasenhüttlJulian NagelsmannRalf RangnickMarco Rose

Nationaler Fußball in Deutschland

Fußball in Deutschland - Frauenfußball in Deutschland - Fußball in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)
Namen der deutschen Fußballvereine - Endspiele deutscher Vereine im Europapokal - Mitgliederstärkste Vereine

Quelle: ARD Sportschau auf Youtube

Dorfvereine und "vergessene" Titelträger: Die kleinen Traditionsvereine

Die "kleinen" Traditionsvereine sind ein besonderer Teil der Fußballkultur in Deutschland. Sie stehen vor allem für frühere Glanzzeiten, enge lokale Verwurzelung und eine ausgeprägte Fankultur. Dabei handelt es sich um Vereine, deren Erfolge bereits einige Jahrzehnte zurück liegen und heute vor allem in unterklassigen Ligen spielen. Den Fans geht es weniger um Erfolge, sondern um Geschichte und Identität. Daher sind diese Vereine auch ein Teil der lokalen Identität.

Alemannia Aachen
Die Wurzeln von Alemannia Aachen reichen bereits in die Zeit um die Jahrhundertwende zurück. Am 19. Dezember 1900 wurde der ATSV Alemannia gegründet. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren spielte der westdeutsche Verein bereits regelmäßig in den obersten Spielklassen. Seine erfolgreichste Zeit hatte die Alemannia in den 1960er-Jahren. Zwischen 1967 und 1970 spielte der ATSV in der Bundesliga. Der größte Erfolg war dabei die deutsche Vize-Meisterschaft 1969. In den folgenden Jahren folgte jedoch der allmähliche sportliche Abstieg. Nach zwei Insolvenzen spielt die Alemannia derzeit in der 3. Liga.

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 2024 - Mittelrhein-Pokalsieger 1993, 1994, 1997, 1999, 2002, 2006, 2019, 2024

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2014 - Mittelrhein-Meister 2023 - Westfalen-Pokalsieger 1993, 2010, 2015

Hall of Fame
Spieler: Hans-Jürgen FerdinandJupp KapellmannHeinz-Gerd KlostermannJan Schlaudraff
Trainer: Michael FrontzeckDieter HeckingMichael Pfeiffer

FC Augsburg
Der FC Augsburg ist ein vergleichsweise junger Bundesligist, der erst seit 2011 im Fußball-Oberhaus spielt. Er ging aus der Fusion des BC Augsburg und der Lizenzspieler-Abteilung des TSV Schwaben Augsburg hervor. Bei dem oberbayerischen Verein handelt es sich nicht unbedingt um einen großen Traditionsverein mit vielen Titeln. Vielmehr hat sich der FCA mit viel Geduld und guter Planung in der Spitze etabliert.

Erfolge der Herren
Bayern-Pokalsieger 1951
Schwaben-Pokalsieger 1965, 1969, 1970, 1971, 1972, 1977, 1980, 1986, 1988, 1993, 1996, 1999, 2002

Hall of Fame
Spieler: Raimond AumannHelmut HallerSimon JentzschKarl-Heinz RiedleBernd Schuster 
Trainer: Jos LuhukayMax MerkelWerner OlkHans SemmlerMarkus Weinzierl

BFC Germania 1888
Der BFC Germania 1888 aus Berlin-Tempelhof wurde bereits am 15. April 1888 gegründet und gilt heute als der älteste noch bestehende Fußballverein in Deutschland. Seine sportlichen Erfolge reichen allerdings schon lange zurück. Bereits 1891 gewann der BFC die Meisterschaft des Bundes Deutscher Fußballspieler (BDF). Bis 1918 folgte aber der sportliche Absturz in die Zweitklassigkeit. Mittlerweile spielt der BFC in der Berliner Kreisliga B.

Erfolge der Herren
Berlin-Meister 1891

BFC Viktoria 1889
Bis zum Weltkrieg gehörte der BFC Viktoria 1889 zu den Spitzenklubs in der damaligen Reichshauptstadt Berlin. 1908 und 1911 gewann der Verein aus Berlin-Tempelhof die deutsche Meisterschaft. Bereits in den 1890er-Jahren gewann die Viktoria zwischen 1893 und 1897 die Meisterschaft des Deutschen Fußball- und Cricket Bundes (DFuCB). Während sich die Erfolge und Misserfolge in den Zwischenkriegsjahren die Waage hielten, folgte in den 1960er-Jahren der Absturz in den Amateurfußball. 2013 fusionierte der BFC dem LFC Berlin zum FC Viktoria 1889 Berlin.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1908, 1911 - Nordost-Meister 2013
Berlin-Meister 1902, 1907, 1908, 1909, 1911, 1913, 1916, 1919, 1934, 1955, 1956, 2011
Berlin-Pokalsieger 1907, 1908, 1909, 1926, 1927, 1953

Blau-Weiß 90 Berlin
1986
gelang Blau-Weiß 90 überraschend der sportliche Aufstieg in die Bundesliga. Wirtschaftlich war der Verein aus Mariendorf allerdings nicht auf das Fußball-Oberhaus vorbereitet. Bereits ein Jahr später stieg Blau-Weiß 90 mit einem Schuldenberg von 1,4 Millionen D-Mark wieder in die 2. Bundesliga ab. Nach dem Entzug der Lizenz 1992 musste der Verein Konkurs anmelden und wurde aufgelöst. Der heutige Berliner Fußballklub Blau-Weiß 90 wurde am 29. Juni 1992 gilt als Rechtsnachfolger des einstigen Bundesligisten.

Erfolge der Herren
Berlin-Meister 1939, 1942, 1973, 1984 - Berlin-Pokalsieger 1934, 1952, 1984

Erfolge der Damen
Berlin-Meister 2013, 2014, 2015, 2018

Hall of Fame
Spieler: Thomas AdlerWaldemar KsienzykHans-Peter StarkRené Vandereycken 
Trainer: Bernd Hoss 

SC Tasmania 1900 Berlin
Der Sportverein aus dem Berliner Bezirk Neukölln machte weniger wegen seiner sportlichen Erfolge auf sich aufmerksam. Vielmehr erlangte der SC Tasmania 1900 Berlin wegen seines schlechten Abschneidens in der Bundesliga-Saison 1965/66. So gilt die Tasmania bis heute als erfolglosester Verein im deutschen Fußball-Oberhaus mit der schlechtesten Saisonbilanz.
Weitere Negativ-Rekorde: die längste Serie ohne Sieg (31 Spiele), die höchste Heimniederlage in der Bundesliga (0:9 gegen den MSV Duisburg) sowie das Bundesliga-Spiel mit den wenigsten Zuschauern (827 am 15. Januar 1966 gegen Borussia Mönchengladbach).

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass das Interesse des Publikums an der Tasmania bei den Heimspielen im Laufe der Saison deutlich abnahm. Fünf Jahre nach dem sportlichen Abstieg war die Tasmania auch wirtschaftlich am Ende und musste Konkurs anmelden. Der SV Tasmania Berlin ist heute der inoffizielle Nachfolger des wohl erfolglosesten Vereins in der Bundesliga.

Erfolge der Herren
Berlin-Meister 1909, 1910, 1911, 1959, 1960, 1962, 1964, 1971
Berlin-Pokalsieger 1957, 1960, 1961, 1962, 1963, 1970, 1971

Hall of Fame
Spieler: Heinz Rohloff, Hans-Günter Becker, Horst Szymaniak
Trainer: Franz Linken, Heinz-Ludwig Schmidt, Gyula Lóránt

Tennis Borussia Berlin 
Am 9. Juni 1902 wurde Tennis Borussia Berlin ursprünglich als Tennis- und Tischtennisverein gegründet. Bereits 1903 wurde für 50 Pfennig eine Lizenz erworben, um an der Berliner Fußballmeisterschaft teilzunehmen. Damit gehört TeBe zu den frühen Pionieren des organisierten Fußballs in Berlin. Bereits in den 1920er-Jahren gehörte Tennis Borussia zu den stärksten Vereinen der deutschen Hauptstadt. 
Die größten Erfolge feierte TeBe allerdings in den 1970er-Jahren mit zwei Aufstiegen in die Bundesliga. In den folgenden Jahrzehnten folgten allerdings wiederkehrende finanzielle Probleme und der allmähliche sportliche Abstieg. Seit 2023 spielt Tennis Borussia in der Oberliga Nordost-Nord. Die TeBe-Frauenabteilung wurde 1969 gegründet und gilt damit als eine der ältesten Frauenfußball-Abteilungen in Deutschland.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1998 - Nordost-Meister 1993, 2009, 2020
Berlin-Meister 1932, 1941, 1947, 1950, 1951, 1952, 1958, 1965, 1974, 1982, 1985, 1991, 1998 , 2015
Berlin-Pokalsieger 1931, 1949, 1951, 1963, 1964, 1965, 1973, 1985, 1993, 1995, 1996, 1998, 2000, 2002, 2005, 2006, 2008

Erfolge der Damen
Nordost-Meister 2000, 2001, 2002, 2004
Berlin-Meister 1974, 1975, 1976, 1977, 1981, 1983, 1984, 1986, 1987, 1988, 1989, 1991, 1997
Berlin-Pokalsieger 1977, 1978, 1982, 1984, 1987, 1988, 1990, 1991, 2001, 2002, 2005, 2006, 2008

FC Viktoria 1889 Berlin
Der FC Viktoria 1889 Berlin ist einer der traditionsreichsten Fußballvereine Deutschlands - mit Wurzeln, die bis in die Frühzeit des organisierten Fußballs zurückreichen. Seine Geschichte ist geprägt von großen Erfolgen vor dem Ersten Weltkrieg, späterem Bedeutungsverlust und einer spannenden Neuorientierung in der Gegenwart. Der heutige Verein entstand 2013 durch die Verschmelzung des BFC Viktoria 1889 und des LFC Berlin

Die Viktoria verfügt auch über eine Frauen-Mannschaft, die 2022 in eine GmbH umgewandelt wurde. die mehrheitlich der Sports Idols22 GmbH gehört. Dabei handelt es sich um eine Holding um die Gründerinnen Verena Pausder, Ariane Hingst, Tanja Wielgoß, Felicia Mutterer, Lisa Währer und Katharina Kurz. Weitere Investorinnen sind Franziska van Almsick und Carolin Kebekus. Seit Oktober 2025 hält Sports Idols 22 GmbH hält seither 99 Prozent der Anteile, der Verein ein Prozent. Bis 2027 will die Frauen-Mannschaft des FC Viktoria 1889 in die Frauen-Bundesliga aufsteigen.

Erfolge der Herren
Nordost-Meister 2021 - Berlin-Pokalsieger 2014, 2019, 2022, 2024

Erfolge der Damen
Nordost-Meister 2023, 2025 - Berlin-Pokalsieger 2018, 2020, 2023, 2025

Dresdner SC
In der ersten Hälfte der 1940er-Jahre gehörte der Dresdner SC mit zwei deutschen Meisterschaften (1943, 1944) zwei Pokalsiegen (1940, 1941) zu den dominierenden Mannschaften im deutschen Fußball. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der DSC zunächst als SG Friedrichsstadt neu gegründet. Mittlerweile steht der Verein deutlich im Schatten des Stadtrivalen SG Dynamo Dresden. Auch sportlich hat der DSC seine besten Zeiten längst hinter sich: Aktuell spielt der Verein aus der sächsischen Landeshauptstadt in der sechstklassigen Sachsenliga.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1940, 1941 - Deutscher Pokalsieger 1943, 1944 - Deutscher Supercup-Sieger 1941
DDR-Pokalsieger 1958
Mitteldeutscher Meister 1905, 1926, 1929, 1930, 1931, 1933 - Mitteldeutscher Pokalsieger 1928, 1933

SGS Essen
Die SGS Essen wurde am 1. Juni 2000 aus einem Zusammenschluss des VfB Borbeck und des SC Grün-Weiß Schönebeck gegründet. Das Aushängeschild des Vereins ist bis heute die Frauen-Mannschaft, die seit 2005 kontinuierlich der Frauen-Bundesliga angehört. Große Titel hat die SGS bis heute nicht gewonnen. Außerdem bewegt sich die Mannschaft sportlich überwiegend in der unteren Tabellenhälfte. Dafür genießt die SGS vor allem den Ruf einer wichtigen Talentschmiede im deutschen Frauenfußball.

Erfolge der Damen
Westdeutscher Meister 2004 - Niederrhein-Meister 1996, 1999 - Niederrhein-Pokalsieger 2000, 2004

Hall of Fame
Spielerinnen: Linda Bresonik, Ursula Holl, Mandy Islacker, Lena Oberdorf, Lea Schüller

Freiburger FC
Der Freiburger FC wurde bereits 1897 gegründet und ist damit der älteste Fußballverein in Freiburg im Breisgau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte der badische Verein zu den stärksten Teams in Deutschland. Seinen größten Erfolg feierte der Freiburger FC mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1907. Mit der Gründung der Bundesliga verlor der Verein aber zunehmend an Bedeutung. Von 1977 bis 1982 spielte der Freiburger FC zwar noch in der 2. Bundesliga. Mittlerweile spielt der Klub in der Landesliga Südbaden.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1907 - Süddeutscher Meister 1899, 1907, 1957 - Südbaden-Meister 1977

1. FC Heidenheim
Der 1. FC Heidenheim spielte über Jahrzehnte im Amateur- und Halbprofi-Bereich ohne große bundesweite mediale Aufmerksamkeit. Mit rund 13.000 Mitgliedern ist der FCH der Verein in Ostwürttemberg. Er wurde bereits 14. August 1846 nach Aufhebung der Turnsperre in den 1840er-Jahren gegründet. Die Fußballabteilung wurde 1911 ins Leben gerufen. Nach mehreren Abspaltungen und Fusionen entstand am 27. Mai 1972 der heutige Heidenheimer Sportbund 1846. Die Fußballabteilung entstand am 1. September 2007 als Abspaltung des Heidenheimer SB. Nach einigen Jahren in der 3. Liga und der 2. Bundesliga gelang dem FCH 2023 der Aufstieg in das Fußball-Oberhaus. Bereits in der ersten Saison konnte sich der Klub als Tabellen-Achter sogar für die Play-Offs der UEFA Europa Conference League qualifizieren.

Erfolge der Herren
Süddeutscher Meister 2009 - Württemberg-Meister 1981, 1996
Württemberg-Pokalsieger 1965, 2008, 2011, 2012, 2013, 2014

Hall of Fame
Spieler: Patrick MainkaStefan Schimmer
Trainer: Frank Schmidt

FC 08 Homburg
In den 1980er-Jahren erlangte der FC  08 Homburg durch seine mehrjährige Bundesliga-Zugehörigkeit einen Kultstatus. In der Saison 1987/88 sorgte der saarländische Fußballverein mit seiner Trikotwerbung für Schlagzeilen, als er mit einen Schriftzug der Firma "London" auflief, welche außer Schnullern auch Kondome herstellt. Der DFB wollte die Werbung zunächst verbieten, da sie angeblich "den Auffassungen von Sitte und Moral zumindest von einigen Teilen der Bevölkerung widerspricht".

Als Konsequenz verhängte der Fußballverband ein Bußgeld von 100.000 D-Mark und drohte mit einem Punktabzug. Am Ende entschied das Landgericht Frankfurt am Main im Streit um den "Gummi-Paragrafen" zugunsten des saarländischen Fußballvereins. Demnach habe die Kondomwerbung auf dem Trikot weder gegen Sitte noch Moral verstoßen. Sportlich genutzt hat es dem FC 08 Homburg aber nicht: Noch in der gleichen Spielzeit stieg der Verein wieder ab. Nach einem weiteren Bundesliga-Gastspiel in der Saison 1989/90 folgte der neuerliche Absturz. Mittlerweile kickt der Verein in der viertklassigen Regionalliga Südwest.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1983 - Südwest-Meister 1982, 1984, 2006, 2009, 2010, 2012, 2018
Saarland-Meister 1948, 1957,  1961, 1966 - Saarland-Pokalsieger 1983, 2001, 2006, 2008, 2014, 2016, 2025

FC Ingolstadt 04
Der oberbayerische Verein blickt auf eine vergleichsweise junge Vergangenheit zurück. Am 5. Februar 2004 entstand der FC Ingolstadt 04 durch die Ausgliederung der Fußballabteilungen des MTV Ingolstadt und des ESV Ingolstadt. Die Fusion ging auf die Initiative des Unternehmers Peter Jackwerth zurück. Dabei etablierte sich der Klub bereits schnell in den oberen Fußball-Ligen. 2015 gelang sogar der Aufstieg in das Oberhaus, in dem die "Schanzer" zwei Spielzeiten vertreten waren. Allerdings gilt der FC Ingolstadt 04 als ein typisch "moderner" Verein. So besteht eine enge wirtschaftliche Nähe zu regionalen Unternehmen - darunter zum Automobilhersteller Audi - und von Beginn an eine vergleichsweise professionelle Struktur. Manchen Fans sehen daher in den "Schanzern" einen "Retortenklub". Für ein Novum aber hat der oberbayerische Verein schon gesorgt: Mit Sabrina Wittmann wurde 2024 erstmals eine Cheftrainerin im deutschen Herren-Profifußball engagiert.

Erfolge der Herren
Bayern-Meister 2006 - Bayern-Pokalsieger 2024

Erfolge der Damen
Bayern-Meister 2014

Karlsruher FC Phönix
Bereits 1894 wurde der Karlsruher FC Phönix gegründet. Bereits 1900 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des DFB. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte der badische Verein mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1909. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte der FC Phönix allerdings nicht mehr an seine bisherigen sportlichen Erfolge anknüpfen. 1952  ging der Verein schließlich durch die Fusion mit dem VfB Mühlburg im Karlsruher SC auf.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1909 - Süddeutscher Meister 1909

Karlsruher FV
Der Karlsruher FV wurde am 17. November 1891 gegründet und ist heute der älteste noch bestehende Fußballverein in Süddeutschland. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg zählte der KFV mit acht süddeutschen Meisterschaften und zwei Vize-Meisterschaften (1905, 1912). Der größte sportliche Erfolg gelang dem KFV aber mit der deutschen Meisterschaft 1910. Mittlerweile spielt der badische Verein in der Kreisklasse B2 Karlsruhe.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1910 - Süddeutscher Meister 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1910, 1911, 1912
Baden-Meister 1928, 1929, 1931, 1932 - Nordbaden-Meister 1952, 1974 - Nordbaden-Pokalsieger 1961, 1962, 1965

Holstein Kiel
Seinen größten sportlichen Erfolge feierte Holstein Kiel schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören die deutsche Meisterschaft 1912, die beiden Vize-Meisterschaften 1910 und 1930 und sechs norddeutsche Meisterschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten die "Störche" zwar bis 1963 ununterbrochen der erstklassigen Oberliga Nord an. Mit der misslungenen Qualifikation für die Bundesliga spielte Holstein Kiel in den folgenden Jahrzehnten zunächst in den unterklassigen Ligen. Erst 2024 gelang dem KSV als erstem Verein aus Schleswig-Holstein der Aufstieg in das Oberhaus.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1912 - Deutscher Amateurmeister 1961
Norddeutscher Meister 1910, 1911, 1912, 1926, 1927, 1930, 1965, 2009, 2013
Norddeutscher Pokalsieger 1925, 1926, 1928, 1962, 1965, 1970, 1971
Schleswig-Holstein-Pokalsieger 1961, 1962, 1966, 1978, 1983, 1991, 1994, 1996, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008, 2011, 2014, 2017

Erfolge der Damen
Deutscher Amateurmeister 1961 - Norddeutscher Meister 2005, 2012, 2014
Schleswig-Holstein-Meister 2009 - Schleswig-Holstein-Pokalsieger 2005, 2014, 2017, 2018, 2019, 2022, 2023, 2025

SC Fortuna Köln
Der Verein aus der Kölner Südstadt stand lange im Schatten der Geißböcke. Dennoch hat der SC Fortuna Köln über die Jahrzehnte hinweg seine eigene Identität entwickelt - geprägt von Leidenschaft, Bodenständigkeit und einer treuen Anhängerschaft. Die Fortuna wurde am 21. Februar 1948 durch Fusion der Vereine Bayenthaler SV, Sparkassen-Verein 1927 Köln und SV Victoria Köln gegründet. 

Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den 1970er- und 1980er-Jahren unter dem langjährigen Vereinspräsidenten und Mäzens Jean Löring. Von 1974 bis 2000 war die Fortuna eine feste Größe in der 2. Bundesliga. Zuvor spielte der Verein sogar ein Jahr lang in der Bundesliga (Saison 1973/74). In den folgenden Jahrzehnten folgte hingegen der sportliche Abstieg bis in die Fünftklassigkeit.

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 2014 - Mittelrhein-Pokalsieger 2013

Erfolge der Damen
Mittelrhein-Meister 2007, 2012, 2014, 2022
Mittelrhein-Pokalsieger 2007, 2008, 2013, 2015, 2019, 2020, 2022, 2023, 2024

VfB Leipzig
Als erster deutscher Fußballmeister ging der VfB Leipzig im Jahr 1903 in die Geschichte ein. In den darauffolgenden zwölf Jahren gehörte der sächsische Verein zur Spitze des deutschen Fußballs. 1906 und 1913 folgten weitere Meisterschaften sowie drei Vize-Meisterschaften (1904, 1911, 1914). Zwischen den beiden Weltkriegen verzeichnete der VfB Leipzig nur noch sporadisch größere sportliche Erfolge - darunter den Gewinn des DFB-Pokals 1936. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Verein 1945 aufgelöst. Der 1. FC Lokomotive Leipzig gilt heute als Nachfolger des VfB Leipzig.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1903. 1906, 1913 -  Deutscher Pokalsieger 1936
Mitteldeutscher Meister 1903, 1904, 1906, 1907, 1910, 1912, 1913, 1918, 1920, 1925, 1927
Mitteldeutscher Pokalsieger 1930

VfR Mannheim
Der VfR Mannheim ist der einzige Verein aus den alten Bundesländer, der nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsche Meisterschaft (1949) gewann, aber nie in der Bundesliga spielte. So spielten die Kurpfälzer zwar durchgehend von 1945 bis 1963 in der damals erstklassigen Oberliga Süd. Trotzdem konnte sich der VfR Mannheim am Ende nicht für das Fußball-Oberhaus qualifizieren. Außerdem gab es immer wieder Diskussionen über eine Fusion des VfR Mannheim mit dem SV Waldhof Mannheim 07. Die Bestrebungen scheiterten aber wiederholt an den unterschiedlichen Vereinskulturen und letzten Endes auch an wechselseitigen Animositäten. Mittlerweile spielt der VfR Mannheim in der Oberliga Baden-Württemberg.

Erfolge der Herren
Deutscher Meister 1948 - Süddeutscher Meister 1925 - Süddeutscher Pokalsieger 1959
Baden-Pokalsieger 1972, 1997, 2001

SV Waldhof Mannheim 07
Der südwestdeutsche Traditionsverein SV Waldhof Mannheim 07 steht für eine starke Arbeiterkultur und eine bewegte Geschichte zwischen der Bundesliga und den unteren Ligen. Der Verein stammt aus dem Mannheimer Stadtteil Waldhof, der stark industriell von BASF geprägt war. Daher galt Waldhof Mannheim - im Unterschied zum bürgerlich geprägten Stadtrivalen VfR Mannheim - als traditioneller Arbeiterklub. Seine erfolgreichsten Jahre hatte der Verein in den 1980er-Jahren - darunter sieben Jahre im Fußball-Oberhaus. Nach dem Bundesliga-Abstieg folgten die sportliche Talfahrt in die Amateurligen sowie finanzielle Probleme und eine Insolvenz.

Erfolge der Herren
Süddeutscher Meister 1999 - Südwest-Meister 2016, 2019 - Baden-Württemberg-Meister 2011 
Baden-Pokalsieger 1998, 1999, 2020, 2021, 2022

Hall of Fame
Spieler: Günter SebertOtto SifflingDimitrios TsionanisFritz WalterUwe Zimmermann
Trainer: Klaus ("Schlappi") SchlappnerHans TauchertKlaus ToppmöllerWilliam Townley 

SC Preußen Münster
Der westfälische Traditionsverein SC Preußen Münster gehörte1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga sowie zu den mitgliederstärksten Klubs in Deutschland. Der Verein wurde am 30. April 1906 von Schülern des heutigen Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums unter dem Namen "FC Preußen" gegründet. Nach dem direkten Bundesliga-Abstieg 1964 pendelte der Verein zwischen 2. Bundesliga, Regionalliga West und später der 3. Liga. Die Fanszene gilt als treu und traditionsbewusst. Die größten sportlichen Rivalitäten bestehen mit dem DSC Arminia Bielefeld, dem VfL Bochum und regional mit anderen westfälischen Klubs.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1994 - Westfalen-Meister 1914, 1921, 1988, 1989, 1992, 1993, 2008, 2023
Westdeutscher Pokalsieger 1969 - Westfalen-Pokalsieger 1997, 2008, 2009, 2010, 2014, 2021

Hall of Fame
Spieler: Horst AngelWerner FuchsRolf GrüntherKarl Heinz KrekelerBenno Möhlmann
Trainer: Werner BiskupKuno KlötzerRichard SchneiderBert Trautmann 

Borussia Neunkirchen
Die Wurzeln des saarländischen Vereins Borussia Neunkirchen reichen bereits bis in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts zurück. Am 24. Juli 1905 wurde er unter dem Namen "Fußball-Club Borussia 1905" gegründet. Zwei Jahre später folgte die Fusion mit der "Freien Turn- und Spielvereinigung am Realgymnasium zu Neunkirchen" und dem "Sport-Club Neunkirchen" zur heutigen Borussia. In den folgenden Jahrzehnten zählte die "Grande Dame" des saarländischen Fußballs zu den starken Teams im Südwesten Deutschlands. Dabei gelang dem VfB in den 1960er-Jahren der zweimalige Aufstieg in die Bundesliga. In den folgenden Jahren folgte hingegen der allmähliche sportliche Abstieg in die Amateurligen. Mittlerweile spielt der Klub in der sechstklassigen Saarlandliga. Ende 2025 stellte der Verein einen Insolvenzantrag, nachdem wichtige Sponsoren ihre Unterstützung zurückgezogen hatten.

Erfolge der Herren
Südwest-Meister 1962, 1964, 1967, 1971, 1972, 1974, 1980, 1991, 2000, 2002, 2005
Saarland-Meister 1949, 1976, 1977, 1978 - Süddeutscher Pokalsieger 1921
Saarland-Pokalsieger 1978, 1985, 1986, 1990, 1992, 1996, 2003

SC Rot-Weiß Oberhausen
Der SC Rot-Weiß Oberhausen entstand m 18. Dezember 1904 aus der Fusion mehrerer lokaler Fußballgruppen. Seine erfolgreichste Zeit hatte RWO in den 1960er- und 1970er-Jahren. Dabei spielte der Verein sogar vier Jahre im Fußball-Oberhaus. Allerdings war der SC Rot-Weiß Oberhausen in den Bundesliga-Skandal verwickelt, der die Geschichte des Vereins in den folgenden Jahren nachhaltig prägte. Mittlerweile spielt RWO in der Regionalliga West.

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 1969 1998 - Nordrhein-Meister 1979, 1983, 1995, 2007 - Niederrhein-Meister 1946, 1947
Westdeutscher Pokalsieger 1951 - Niederrhein-Pokalsieger 1996, 1998, 2018

Hall of Fame
Spieler: 
Rüdiger Abramczik, Karl-Heinz ("Kalli") FeldkampDieter ("Tex") HentschelFriedhelm ("Baba") Kobluhn,
Werner Ohm
Trainer: Alfred ("Adi") Preißler

Kickers Offenbach
Der hessische Klub Kickers Offenbach gehört zu den traditionsreichsten und wechselhaftesten Vereinen im deutschen Fußball. Neben großen Erfolgen standen sportliche und wirtschaftliche Krisen. Bis in die 1980er-Jahre gehörte der OFC fast immer den beiden höchsten Spielklassen an. Die folgenden Jahrzehnte waren allerdings von mehreren Abstiegen und finanziellen Problemen geprägt. Der größte Rivale ist die SG Eintracht Frankfurt (Mainderby). Daneben haben sich in der jüngeren Vergangenheit weitere große Rivalitäten zum SV Darmstadt 98 und zum SV Waldhof Mannheim 07 entwickelt. Die größten sportlichen Erfolge waren die deutschen Vize-Meisterschaften 1950 und 1959 sowie der DFB-Pokalsieg 1970.

Erfolge der Herren
Deutscher Pokalsieger 1970 - Süddeutscher Meister 1949, 1955, 1967, 1970, 1972, 2005
Südwest-Meister 1934, 1940, 1941, 2015 - 
Hessenpokalsieger 1949, 1993, 2002, 2003, 2004, 2005, 2009, 2010, 2012, 2014, 2016, 2022, 2024

Hall of Fame
Spieler: Hermann NuberEgon SchmittWinfried Schäfer
Trainer: Bogdan CuvajPaul OßwaldAlfred ("Aki") Schmidt 

VfL Osnabrück
Der VfL Osnabrück gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Vereinen im Norden Deutschlands. Die Lila-Weißen wurden bereits am 17. April 1899 aus den drei Straßenfußballmannschaften Germania, Minerva und Antipodia gegründet. Der Gründungsvorsitzende war der Zigarrenfabrikant August Wessel. Bis heute spielte der Verein nie in der Bundesliga. Gleichzeitig hält der VfL Osnabrück den Rekord für die meisten Zweitliga-Spielzeiten ohne Bundesliga-Aufstieg. 
Der größte sportliche Erfolg des Klubs war der Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft 1995. Die größten sportlichen Rivalen sind die Vereine aus Westfalen und dem Weser-Ems-Gebiet wie DSC Arminia Bielefeld, der SV Meppen, der SC Preußen Münster, der SC Paderborn 07 und VfB Oldenburg. Die Heimspiele werden an der legendären Bremer Brücke ausgetragen.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1995 - Norddeutscher Meister 1969, 1970, 1971, 1985, 1999, 2000
Niedersachsen-Meister 2004, 2005 - Niedersachsen-Pokalsieger 2005, 2013, 2015, 2017, 2023

FC St. Pauli
Der FC St. Pauli wurde am 15. Mai 1910 gegründet. Heute steht er nicht mehr nur für Fußball, sondern auch für eine klare politische und gesellschaftliche Haltung. Die Ursprünge des Kiez-Klubs liegen im Arbeitermilieu des Hamburger Hafens. Ihre Spielstätte ist das Millerntor-Stadion auf dem Heiligengeistfeld in der Nähe der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Daher werden die Spieler des Vereins oft auch als "Kiezkicker" bezeichnet.

In den ersten Jahrzehnten spielte der FC St. Pauli vor allem in den unterklassigen Ligen. Seit den 1960er-Jahren spielt der Verein ausschließlich in der Bundesliga oder 2. Bundesliga. Überregionale Bekanntheit erlangte der Verein aber weniger durch seine sportlichen Erfolge, sondern durch seine besondere Fankultur. So gilt die Fanszene als klar antifaschistisch, antirassistisch und tolerant. Zudem hat sie eine starke Verbindung zur alternativen Kultur. Daher positioniert sich der Verein heute klar gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung. Daneben werden auch verschiedene soziale Projekte unterstützt.

Erfolge der Herren
Norddeutscher Meister 1964, 1966, 1972, 1973, 1981, 1982, 1984, 1986, 2007 - Hamburg-Meister 1947
Hamburg-Pokalsieger 1986, 1998, 2001, 2004, 2005, 2006, 2008

Hall of Fame
Spieler: Guy AcolatseDirk DammannWalter FroschFranz GerberAndré GolkeHorst HaecksOtmar Sommerfeld,
Holger StanislawskiHarald StenderKlaus ThomfordeAndré Trulsen
Trainer: Diethelm FernerHeinz HempelEwald LienenMichael Lorkowski

Stuttgarter Kickers
Der Verein aus dem Stuttgarter Stadtteil Degerloch wurde am 21. September 1899 gegründet. Allerdings standen die Stuttgarter Kickers meist im Schatten des großen VfB. Dabei gehörte der süddeutsche Klub bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu den großen Vereinen in Deutschland. Der größte Erfolg in dieser Zeit war die deutsche Vize-Meisterschaft 1908. Zudem gehörten die Stuttgarter Kickers von den 1970er-Jahren bis Anfang der 2000er-Jahren zu den festen Größen in der 2. Bundesliga mit zeitweiligen Aufstiegen ins Fußball-Oberhaus. Mittlerweile spielen die Kickers in der viertklassigen Regionalliga Südwest.

Erfolge der Herren
Süddeutscher Meister 1996, 2012 - Baden-Württemberg-Meister 2023
Württemberg-Meister 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1906, 1907, 1908, 1909, 1910, 1911, 1912, 1913, 1914, 1916, 1917, 1921, 1923, 1924, 1925, 1928, 1933, 1936, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 2019
Süddeutscher Pokalsieger 1932 - Württemberg-Pokalsieger 1946, 2005, 2006, 2022

Hall of Fame 
Spieler: Fredi BobicGuido BuchwaldErwin DeyhleHerbert DieneltEugen KippOtto LöbleHellmut Maneval,
Robert ProsinečkiAlbert Sing

KFC Uerdingen 05
Der KFC Uerdingen 05 wurde am 17. November 1905 gegründet und ist im Krefelder Stadtteil Bockum beheimatet. 1953 schloss sich der Verein mit der Betriebssportgruppe von Bayer, wodurch der Verein den Namen FC Bayer 05 Uerdingen erhielt. Nach dem Rückzug des Chemiekonzerns agiert der Klub wieder unter seinem heutigen Namen. Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein in der Zeit von den 1970er- bis in die Mitte der 1990er-Jahre. Der größte sportliche Erfolg war dabei der überraschende DFB-Pokalsieg 1985 gegen den heutigen Rekordmeister aus München. Nach dem Ausstieg von Bayer folgte auch die sportliche Talfahrt bis in die Amateurligen sowie mehrere Insolvenzen.

Erfolge der Herren
Deutscher Pokalsieger 1985 - Deutscher Hallenpokalsieger 1988 - Niederrhein-Pokalsieger 1982, 2001, 2019

Hall of Fame
Spieler: Norbert BrinkmannFriedhelm FunkelLudger van de LooMatthias HergetFranz Raschid
Trainer: Karl-H einz FeldkampRolf Schafstall

Wuppertaler SV
Der Wuppertaler SV spielte in den 1970er-Jahren drei Jahre lang im Fußball-Oberhaus. Als Neuling spielte der Verein aus Nordrhein-Westfalen in seiner Premieren-Saison 1972/73 sogar um die Meisterschaft mit. Am Ende landete der WSV auf dem vierten Platz - verbunden mit der Qualifikation für den UEFA-Pokal. Nach der Insolvenz 2013 spielt der Klub in der viertklassigen Regionalliga West.

Erfolge der Herren
Westdeutscher Meister 1955, 1956, 1957, 1958, 1963 - Nordrhein-Meister 1990, 1992, 2000, 2003
Niederrhein-Meister 2016 - Niederrhein-Pokalsieger 1981, 1985, 1999, 2000, 2005, 2007, 2021

Quelle: NDR Doku auf Youtube

Die "vergessenen" Titelträger im Frauenfußball

Auch im Frauenfußball gibt es einige erfolgreiche Mannschaften, die mittlerweile in Vergessenheit geraten sind. Gerade in den Anfangsjahren gab es einige Vereine, die über mehrere Jahre hinweg große Erfolge feiern konnten und mittlerweile aus dem Rampenlicht verschwunden sind. Die Gründe liegen vor allem darin, dass viele Klubs aus finanziellen Gründen nicht mehr mithalten konnten. Zudem wurden die reinen Frauenfußball-Vereine im Laufe der Jahre von den großen Männer-Klubs mit ihren Frauenfußball-Abteilungen verdrängt. Heute sind die dennoch für die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland besonders wichtig.

Bonner SC
Seine größten sportlichen Erfolge feierte die Frauenfußballmannschaft des Bonner SC ebenfalls in den 1970er-Jahren. 1975 gewann der Verein aus der heutigen Bundesstadt die deutsche Meisterschaft. Bereits 1981 wurde die Mannschaft allerdings wieder aufgelöst, nachdem sie im deutschen Frauenfußball keine nennenswerte Rolle mehr gespielt hatte. Erst 2024 startete wieder ein neues Frauenteam in der Kreisliga A, das bereits ein Jahr später den Aufstieg in die Bezirksliga aufstieg.

Erfolge der Herren
NRW-Meister 2009 - Mittelrhein-Meister 1968, 1972, 1976, 1985, 2001 - Nordrhein-Meister 2001

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1975 - Mittelrhein-Pokalsieger 2017

SSG 09 Bergisch Gladbach
In den 1970er- und 1980er-Jahren war die SSG 09 Bergisch Gladbach die dominierende Fußballmacht. Mit neun Titeln ist der Verein bis heute der nationale Rekordhalter. Auch international sorgte die Frauen-Mannschaft mit dem zweimaligen Gewinn des Women’s World Invitational Tournament für Aufmerksamkeit. 1996 schloss sich die Frauen-Abteilung der SSG 09 Bergisch Gladbach dem TuS Köln rrh. 1874 an. 2008 wechselten die Frauen-Teams zu Bayer 04 Leverkusen.

In den 1980er- und 1990er-Jahren erlangte auch der TSV Siegen mit sechs Meisterschaften und fünf Pokalsiegen eine bundesweite Aufmerksamkeit. Dabei wurde der Verein aus NRW zwischenzeitlich sogar als " der FC Bayern München des Frauenfußballs" bezeichnet. 1997 wurde die Frauenabteilung durch die Sportfreunde Siegen übernommen.

Erfolge der Herren
Deutscher Amateurmeister 1953 - Mittelrhein-Meister 1953, 1955, 1958, 1996, 2006, 2009, 2019

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1988, 1989 - Deutscher Pokalsieger 1981, 1982, 1984
Mittelrhein-Meister 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990
Mittelrhein-Pokalsieger 1981, 1982, 1983, 1984, 1986, 1988, 1989

SC 07 Bad Neuenahr
Der SC 07 Bad Neuenahr gehörte von 1997 bis 2013 ununterbrochen der Frauen-Bundesliga an. Die Frauenfußball-Abteilung wurde bereits am 20. Juni 1969 gegründet und richtete am 1. Mai 1970 das damals größte Frauenfußball-Turnier der Welt aus. Im Oktober 1970 wurde der Verein sogar als deutscher Vertreter zur inoffiziellen Weltmeisterschaft eingeladen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der SC zur stärksten Mannschaft im Rheinland. 1978 gewann der rheinland-pfälzische Verein sogar die deutsche Meisterschaft. 2013 wurde Verein jedoch insolvenzbedingt aufgelöst. Sein Rechtsnachfolger ist seitdem der SC 13 Bad Neuenahr, der aktuell in der drittklassigen Regionalliga Südwest spielt.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1978
Rheinland-Meister 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1987, 1990, 1992, 1993, 1995, 2000
Rheinland-Pokalsieger 1974, 1976, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1992, 1993, 1995, 1997, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2011, 2013

SV Grün-Weiß Brauweiler
In den 1990er-Jahren gehörte der SV Grün-Weiß Brauweiler zu den Spitzenmannschaften im deutschen Frauenfußball. Das Team ging 1974 aus einer Trainingsgemeinschaft hervor, die 1974 von Thomas Meyer gegründet wurde. Der größte Erfolg war der Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und DFB-Pokals 1997. Am 1. Juli 2000 spaltete sich die Frauenfußball-Abteilung vom Stammverein ab und gründete mit dem FFC Brauweiler-Pulheim einen eigenständigen Verein. Neun Jahre später schloss sich der Verein als Frauenfußballabteilung dem 1. FC Köln an.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1997 - Deutscher Pokalsieger 1991, 1994, 1997 - Deutscher Supercup-Sieger 1994, 1997
Deutscher Hallenpokalsieger 1994 (inoffiziell) - Westdeutscher Meister 1991

Hall of Fame
Spielerinnen: Navina OmiladeSilke Rottenberg, Tina Theune, Bettina Wiegmann
Trainer: Hans-Jürgen Tritschoks

FCR2001 Duisburg
Der FCR 2001 Duisburg ging  aus der Frauenfußball-Mannschaft des FC Rumeln-Kaldenhausen hervor und wurde am 8. Juni 2001 als eigenständiger Verein gegründet. Bereits in den 1990er-Jahren stieg der FCR zu den Spitzenteams im deutschen Frauenfußball auf. 2013 meldete der Verein jedoch Insolvenz an. Am 1. Januar 2014  ging das Frauenteam des FCR im MSV Duisburg auf.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 2000 - Deutscher Pokalsieger 1998, 2009, 2010 - Deutscher Hallenpokalsieger 1996, 2000
UEFA Women's Cup-Sieger 2009

Hall of Fame
Spielerinnen: Fatmire BajramajLinda Bresonik
Inka GringsMelanie HöfkesSimone LaudehrMaren Meinert,
Alexandra PoppMartina Voss 
Trainer: Jürgen Krust

KBC Duisburg
In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren machte auch der KBC Duisburg national wie international auf sich aufmerksam. Der mehrfache Niederrhein-Meister und Niederrhein-Pokalsieger war 1990 ein Gründungsmitglied der Bundesliga. Die größten Erfolge waren jedoch der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1985 und des DFB-Pokals 1983. Nach seinem Bundesliga-Abstieg 1994 verschwand der Verein jedoch in der sportlichen Versenkung und wurde wenige Jahre später aufgelöst.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1985 - Deutscher Pokalsieger 1983
Niederrhein-Meister 1975, 1976, 1977, 1978, 1978 1980, 1982, 1983, 1984, 1985
Niederrhein-Pokalsieger 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984 1985, 1987, 1988 1989

1. FFC Frankfurt
Der 1. FFC Frankfurt entstand am 27. August 1998 aus der Fußballabteilung der SG Praunheim. Bereits Mitte der 1990er-Jahre gehörten die Frankfurterinnen zu den Spitzenteams des deutschen Frauenfußballs. So gehörte der FFC nicht nur zu den 20 Gründungsmitgliedern der Frauen-Bundesliga im Jahr 1990. Mit sieben Meisterschaften, neun Pokalsiegen und vier Europapokalsiegen waren die Frankfurterinnen eine der erfolgreichsten deutschen Damen-Mannschaften. Die sportlichen Highlights waren die Duelle mit dem früheren Lokalrivalen FSV Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Zur Saison 2020/21 fusionierte der Verein mit der SG Eintracht Frankfurt.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1999, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008
Deutscher Pokalsieger 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2007, 2008, 2011, 2014
Deutscher Hallenpokalsieger 1997, 1998, 1999, 2002, 2006, 2007, 2012
UEFA Women's Champions League-Sieger 2002, 2006, 2008, 2015

TSV Siegen
In der Geschichte des deutschen Frauenfußballs spielt der TSV Siegen bis heute eine besondere Rolle. Vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren galt der Verein aus Westfalen als "der FC Bayern München des Frauenfußballs". Der Aufstieg des TSV begann mit dem Einstieg des Siegener Blumengroßhändlers Gerd Neuser. Im Sommer 1985 holte er mehrere Nationalspielerinnen nach Siegen und begründete damit sportliche Dominanz des Vereins in den darauffolgenden Jahren. Im Sommer 1994 kam es jedoch zum Zerwürfnis. Zwei Jahre später wechselte die komplette Frauenfußball-Mannschaft zu den Sportfreunden Siegen. An die bisherigen sportlichen Erfolge konnte das Team allerdings nicht mehr anknüpfen. Heute spielen die "Sportfreundinnen" in der Bezirksliga.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1987, 1990, 1991, 1992, 1994, 1996 - Deutscher Pokalsieger 1986, 1987, 1988, 1989, 1993
Deutscher Supercup-Sieger 1992 - Westdeutscher Meister 1986, 1987, 1989, 1990
Westfalen-Meister 1982, 1983 - Westfalen-Pokalsieger 1980, 1981, 1983, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990

Hall of Fame
Spielerinnen: Doris Fitchen, Silvia Neid, Sissy Raith, Silke Rottenberg, Martina Voss

Trainer: Gerd Neuser

TuS Wörrstadt
Bereits in den 1970er-Jahren sicherte sich der TuS Wörrstadt seinen Platz in den Annalen des deutschen Fußballs. 1974 gewann der rheinland-pfälzische Verein die erste deutsche Fußballmeisterschaft der Frauen. Bereits 1973  holte die Mannschaft mit dem Goldpokal die erste inoffizielle Meisterschaft. Allerdings sollten dies die einzigen überregionalen Erfolge des Vereins ins seiner Geschichte bleiben. Mittlerweile spielt der TuS Wörrstadt in der viertklassigen Verbandsliga Südwest.

Erfolge der Damen
Deutscher Meister 1974 - Südwest-Meister 1974, 1975, 1978, 1979, 1981, 1986, 1988, 2009, 2013
Südwest-Pokalsieger 1980, 1981, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 2018, 2019

Die "vergessenen" Titelträger der DDR

In der ehemaligen DDR gibt es einige "vergessene" Vereine, die in der damaligen DDR-Oberliga eine große Bedeutung hatten - heute aber kaum noch eine Rolle im deutschen Profifußball spielen. Die Gründe für diese Entwicklung liegen vor allem den wirtschaftlichen Umbrüchen, verlorenen Strukturen und der Konkurrenz im gesamtdeutschen Fußball. So waren viele Vereine an Unternehmen gebunden, deren Finanzierung nach 1990 weggefallen ist. Zudem konnten viele Ost-Klubs mit den professionelleren Strukturen der West-Vereine nicht mithalten. Außerdem wechselten viele Topspieler bereits in der Zeit der Wiedervereinigung in den Westen. Dennoch besitzen viele Ost-Vereine über eine gewachsene Fan-Tradition. Zudem sind sie noch heute ein wichtiger Teil der Identität in vielen ostdeutschen Städten.

FC Erzgebirge Aue
Der FC Erzgebirge Aue ist bereits seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil im deutschen Profifußball. Die Wurzeln des Vereins liegen im FC Aue, der bereits 1908 gegründet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zunächst alle Vereine aufgelöst. Im September 1949 entstand die BSG Wismut Aue, die von 1951 bis 1990 als einzige Mannschaft in der DDR-Oberliga vertreten war. Nach der Wende 1989/90 wurde der Verein in den heutigen Namen umbenannt. Seitdem bewegt sich Aue in der sportlichen Zweit- und Drittklassigkeit.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1955, 1956, 1957, 1959 - DDR-Pokalsieger 1955 - Sachsen-Pokalsieger 2000, 2001, 2002, 2016

Erfolge der Damen 
DDR-Pokalsieger 1987, 1989, 1991 - Sachsen-Pokalsieger 1995, 1998, 1999, 2001, 2002, 2004, 2014

Hall of Fame
Spieler: Dieter ErlerManfred KaiserWilly Tröger
Spielerinnen: Anja MittagBirte Weiß
Trainer: Fritz GödickeGerhard HofmannKlaus Toppmöller 

Chemnitzer FC
Der Chemnitzer FC gehört zu den bedeutendsten Ost-Vereinen, deren Geschichte eng mit DDR-Fußball verbunden ist. Der Verein wurde am 2. Dezember 1899 von Studenten aus Mittweida unter dem Namen "Chemnitzer SC Britannia" gegründet. In der DDR spielte der Verein als FC Karl-Marx-Stadt in der Oberliga. Nach der deutschen Einheit hatte der CFC vor allem mit finanziellen Problemen und Insolvenzverfahren, dem sportlicher Abstieg bis in die Regionalliga Nordost und negativen Schlagzeilen rund um Fanstrukturen zu kämpfen.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1967 - Nordost-Meister 1999, 2011, 2019
Sachsen-Pokalsieger 1997, 1998, 2006, 2008, 2010, 2012, 2014, 2015, 2017, 2019, 2020, 2022

Hall of Fame
Spieler: Fritz FeisterManfred HambeckClaus RüdrichEberhard SchusterEberhard Vogel 
Trainer: Horst Scherbaum

FC Energie Cottbus
Der FC Energie Cottbus wurde 1963 als SC Cottbus gegründet und am 31. Januar 1966 in eine Betriebssportgemeinschaft umgewandelt. Nach der Wende 1989/90 wurde der Verein nach der Auflösung der BSG in den heutigen Namen umbenannt. In den 2000er-Jahren sorgte der Klub aus der Lausitz durch den Aufstieg in die Bundesliga überregional für Schlagzeilen. Dabei trat der Verein zeitweise mit Spielern aus verschiedenen Nationen - zeitweise sogar ohne deutschen Spieler - in der Startelf. Nach dem zwischenzeitlichen Absturz in die Viertklassigkeit spielt der FC Energie Cottbus aktuell in der 3. Liga.

Erfolge der Herren
Brandenburg-Pokalsieger 1995, 1996, 1997, 1998, 2000, 2015, 2017, 2018, 2019, 2022, 2023, 2024

Hall of Fame
Spieler: Olaf BesserDetlef IrrgangNils PetersenTomislav PiplicaMaik PohlandDimitar Rangelov
Trainer: Fritz BohlaHeinz FrenzelManfred KupferschmiedEduard Geyer

FC Rot-Weiß Erfurt
Der FC Rot-Weiß Erfurt entstand am  26. Januar 1966 durch die Fusion der Fußballabteilungen des SC Turbine Erfurt und der BSG Motor Optima Erfurt. Seine Geschichte ist von großen Erfolgen in der DDR, von finanziellen und sportlichen Abstürzen geprägt. 2018 folgte nach der Insolvenz der Zwangsabstieg in die Regionalliga Nordost. Dennoch konnte sich der Verein aus der thüringischen Landeshauptstadt wieder stabilisieren.

Erfolge der Herren 
DDR-Meister 1954, 1955 - Mitteldeutscher Meister 1909 - Thüringen-Meister 1949
Thüringen-Pokalsieger 1994, 1998, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2008, 2009, 2017

Hall of Fame 
Spieler: Wolfgang BenkertMartin BusseDieter GöpelFranz EgelJürgen Heun, Martin IffarthRonny Hebestreit,
Steffen KrausArmin RomstedtCarsten Sänger
Trainer: Gerhard BäßlerKlaus GoldbachHans MeyerJürgen RaabMartin Schwendler 

Hallescher FC
Der Hallesche FC wurde am 26. Januar 1966 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Chemie Halle gegründet. Er gehört zu den prägenden Klubs des ostdeutschen Fußballs und blickt auf eine bewegte Geschichte zwischen Erfolgen in der DDR und schwierigen Jahren nach der Wiedervereinigung zurück. So spielte der Verein über lange Jahre eine prägende Rolle in der DDR-Oberliga. Nach der deutschen Einheit geriet der Hallesche FC wie viele ostdeutsche Klubs in wirtschaftliche Schwierigkeiten - gefolgt mit dem sportlichen Absturz in die Viert- und Fünftklassigkeit.

Erfolge der Herren 
DDR-Meister 1949, 1952 - DDR-Pokalsieger 1956, 1962
Sachsen-Anhalt-Pokalsieger 1994, 2002, 2008, 2010, 2011, 2012, 2015, 2016, 2019, 2023, 2024, 2025

Hall of Fame 
Spieler: Bernd BranschKlaus UrbanczykManfred Vogel 
Trainer: Heinz KrügelAlfred SchulzHorst Sockoll

FC Carl Zeiss Jena
Bereits am 13. Mai 1903 wurde mit dem FC Carl Zeiss Jena die Werkself von Carl Zeiss gegründet. Nach mehreren Namensänderungen wurde der Verein am 20. Januar 1966 neu gegründet und stieg schnell zu einem Spitzenverein in der damaligen DDR auf. Neben drei DDR-Meisterschaften und vier DDR-Pokalsiegen gelang dem Klub aus Thüringen mit dem Einzug in das Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1981 einer seiner größten Erfolge. Nach der deutschen Einheit spielte der FC Carl Zeiss Jena nur noch in Zweit- und Drittklassigkeit. Mittlerweile spielt der FCC in der viertklassigen Regionalliga Nordost.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1963, 1968, 1970 - DDR-Pokalsieger 1960, 1972, 1974, 1980
Thüringen-Pokalsieger 1993, 1995, 1999, 2004, 2006, 2012, 2014, 2015, 2016, 2018, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024

1. FC Lokomotive Leipzig 
Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist einer der traditionsreichsten Fußballvereine Deutschlands und eine zentrale Größe im Leipziger Fußball. Seine Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und ist geprägt von großen Erfolgen, politischen Umbrüchen und einem bemerkenswerten Neuanfang. Die Wurzeln des Vereins aus dem Stadtteil Probstheida hat seine Wurzeln im VfB Leipzig, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts drei deutsche Meisterschaften gewinnen konnte. In der DDR-Oberliga gehörte Lok Leipzig zu den Topvereinen des Landes, der mehrere große Erfolge feiern konnte. 

Nach der deutschen Einheit 1990 wurde der Verein wieder in VfB Leipzig umbenannt. An die großen sportlichen Erfolge konnte der Klub allerdings nicht mehr anknüpfen. Neben dem sportlichen Absturz in unterklassige Ligen und finanziellen Problemen musste der Verein im Jahr 2004 Insolvenz anmelden. 2021 ging der VfB im heutigen Lok Leipzig auf.

Erfolge der Herren
DDR-Pokalsieger 1957, 1976, 1981, 1986, 1987 - Nordostmeister 2016, 2020, 2025
Sachsen-Pokalsieger 1996, 2021, 2023, 2025

Erfolge der Damen
Nordost-Meister 2006 - Sachsen-Meister 2007, 2010 - Sachsen-Pokalsieger 2011, 2012, 2013

Hall of Fame
Spieler: Frank BaumRonald KreerDieter KühnMatthias LiebersRainer LisiewiczOlaf MarschallRené MüllerUwe Zötzsche
Trainer: Hans-Jürgen ("Dixie") DörnerHorst Scherbaum, Bernd StangeHans–Ulrich ("Ulli") Thomale

FSV Zwickau
Der erste offizielle Meister der DDR (1950) war der FSV Zwickau. In den folgenden Jahrzehnten spielte der sächsische Verein (bis 1983) ohne Unterbrechung in der DDR-Oberliga. 1975 gewann der FSV Zwickau auch den DDR-Pokal. Nach der deutschen Einheit spielte der Verein noch einige Jahre in der 2. Bundesliga. Nach mehreren Insolvenzen spielt der FSV in der Regionalliga Nordost.

Erfolge der Herren
DDR-Meister 1950 - DDR-Pokalsieger 1963, 1967, 1975 - Nordost-Meister 2016

Bedeutende "kleine" Traditionsvereine in Deutschland

Baden-Württemberg
Die Vereinslandschaft in Baden-Württemberg weist eine große Vereinsdichte auf - von den erfolgreichen Spitzenvereinen wie dem VfB Stuttgart oder dem Karlsruher SC bis hin zu kleinen Dorfvereinen.

VfR Aalen
Süddeutscher Meister 2010 - Baden-Württemberg-Meister 1999 - Württemberg-Meister 1951
Württemberg-Pokalsieger 1972, 1979, 1986, 2001, 2002, 2004, 2010, 2024
1. FC Pforzheim
Süddeutscher Meister 1906 - Baden-Meister 1923 - Württemberg-Meister 1932 - Baden-Pokalsieger 1987, 1989, 1993
SSV Reutlingen 05
Deutscher Amateurmeister 1974, 1997 - Süddeutscher Meister 2000 - Baden-Württemberg-Meister 1989, 1992, 2006
Württemberg-Pokalsieger 1988, 1990, 1999, 2015
SV Sandhausen
Deutscher Amateurmeister 1978, 1993 - Baden-Württemberg-Meister 1981, 1985, 1987, 1995, 2000, 2007
Baden-Pokalsieger 1977, 1978, 1981, 1982, 1983, 1985, 1986, 1995, 2006, 2007, 2010, 2011, 2024, 2025
SSV Ulm 1846
Deutscher Amateurmeister 1996 - Baden-Württemberg-Meister 1979, 1982, 1983, 1986, 1993, 1994, 2012, 2016
Württemberg-Meister 1957, 1982, 1983, 1992, 1994, 1995, 1997, 2018, 2019, 2020, 2021
FC 08 Villingen
Baden-Württemberg-Meister 2024
Südbaden-Meister 1950, 1956, 1976, 1983, 1985, 1994, 2001, 2004, 2006, 2017, 2024
Südbaden-Pokalsieger 1950, 1974, 1976, 1979, 2005, 2007, 2009, 2016, 2019, 2021, 2024

Bayern
Der Fußball in Bayern gehört zu den prägendsten Fußballregionen in Deutschland. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in den großen Metropolen München, Nürnberg und Fürth die ersten Fußballvereine. Vor allem in den 1910er- und 1920er-Jahren entwickelte sich Franken mit den damaligen Spitzenvereinen 1. FC Nürnberg und SpVgg Fürth zu einem Hotspot im deutschen Fußball.

SpVgg Bayreuth
Bayern-Meister 1969, 1971, 1985, 1987, 2005, 2008, 2022
Bayern-Pokalsieger 2008, 2018 - Bayern-Ligapokalsieger 2021
SSV Jahn Regensburg
Bayern-Meister 1949, 1967, 1975, 2000, 2007, 2016
Bayern-Meister 1947, 1948, 2001, 2004, 2005, 2010, 2011
SpVgg Unterhaching
Deutscher Hallenmeister 2001 - Süddeutscher Meister 1995
Bayern--Meister 1983, 1988, 1989, 1992 - Bayern-Pokalsieger 2012, 2015
Würzburger Kickers
Bayern-Meister 1977, 2015 - Bayern-Pokalsieger 2014, 2017, 2019

Brandenburg
In Brandenburg spielte der Fußball lange Zeit eine untergeordnete Rolle. So existieren zwar eine Reihe von lokalen Vereinen mit einer regionalen Bedeutung - darunter vor allem die ehemaligen Bundesligisten FC Energie Cottbus und 1. FFC Turbine Potsdam. Allerdings stehen die brandenburgischen Klubs eher im Schatten der Berliner Vereine.

SV Babelsberg 03 
Brandenburg-Pokalsieger 1999, 2000, 2006,2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2016, 2021
Eisenhüttenstädter FC Stahl 
Brandenburg-Pokalsieger 1992, 1993, 2002

Bremen
Der Fußball in Bremen ist besonders lebendig und vielfältig. Neben den großen SV Werder Bremen als dem Aushängeschild der Stadt existiert aber auch eine ausgeprägte Amateur- und Stadtteilkultur. Besonders in den Arbeiter- und Hafenmilieus ist der Fußball besonders verbreitet.

Bremer SV 
Bremen-Meister 1956, 1958, 1961, 1965, 1978, 1983, 1985, 1986, 2007, 2014, 2015, 2016, 2017, 2019, 2022
Bremen-Pokalsieger 1980, 1985, 1986, 1991, 2014, 2015, 2016, 2021, 2022, 2024
FC Oberneuland
Bremen-Meister 1996, 2006, 2012, 2020 - Bremen-Pokalsieger 2003, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2019, 2020, 2023

Hamburg
In der Freien und Hansestadt Hamburg wird bereits seit den 1890er-Jahren organisierter Fußball gespielt. Dabei war der Hamburger SV von Beginn an der dominierende Fußballverein der Stadt. Außerdem hat sich auch der Kiezklub FC St. Pauli wegen seiner Fankultur einen überregionalen Bekanntheitsgrad erworben. Daneben existieren auch viele Traditionsklubs in den Stadtteilen - darunter der SC Concordia, der SC Victoria HamburgBergedorf 85 oder der FC Eintracht Norderstedt.

Altona 93 
Norddeutscher Meister 1909, 1914
Hamburg-Meister 1898, 1899, 1900, 1903, 1909, 1910, 1911, 1912, 1914, 1917, 1925, 1933
Hamburg-Pokalsieger 1984, 1985, 1989, 1994
TuS Dassendorf
Hamburg-Meister 1999, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2020, 2022 - Hamburg-Pokalsieger 1999, 2018, 2019

Hessen
Der Fußball in Hessen ist sowohl von den großen Traditionsvereinen in Darmstadt, Frankfurt und Kassel als auch einer breiten Amateurbasis geprägt. Ein fußballerischer Schwerpunkt liegt dabei im Rhein-Main-Gebiet mit der SG Eintracht Frankfurt, dem einstigen Lokalrivalen Kickers Offenbach, dem SV Darmstadt 98 und dem SV Wehen Wiesbaden

SV Darmstadt 98
Süddeutscher Meister 1973, 1978, 1981, 2011
Hessen-Meister 1950, 1962, 1964, 1971, 1999, 2004, 2008
Hessen-Pokalsieger 1966, 1999, 2001, 2006, 2007, 2008, 2013
KSV Hessen Kassel
Süddeutscher Meister 1964 - Südwest-Meister 2013
Hessen-Meister 1980, 1989, 1991, 2006 - Hessen-Pokalsieger 1961, 2015
SV Wehen Wiesbaden
Hessen-Meister 1997 - Hessen-Pokalsieger 1988, 1996, 2000, 2011, 2017, 2019, 2021, 2025

Mecklenburg-Vorpommern
Im deutschen Spitzenfußball spielen die Vereine aus Mecklenburg-Vorpommern keine große Rolle. Im Vergleich zu anderen Bundesländern oder Regionen ist der Fußball im nordostdeutschen Bundesland eher ländlich geprägt. Größere nationale Erfolge können die  Fußballvereine in Mecklenburg-Vorpommern daher nicht vorweisen. Mit dem FC Hansa Rostock hat bislang noch ein Verein in Bundesliga gespielt.

FC Schönberg 95
Nordost-Meister 1998, 2913, 2015
Mecklenburg-Vorpommern-Meister 1998, 2006, 2009
Mecklenburg-Vorpommern-Pokalsieger 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2012

Niedersachsen
In Niedersachsen wird der Fußball vor allem von den großen Vereinen aus Braunschweig, Hannover, Osnabrück und aus Wolfsburg geprägt. Viele Klubs entstanden dabei aus Turnvereinen oder Arbeiterklubs. Mit Eintracht Braunschweig, dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 konnten bislang drei Vereine auch bedeutende nationale Erfolge vorweisen.

Kickers Emden
Norddeutscher Meister 1994, 2005 - Niedersachsen-Meister 1989, 1991 - Niedersachsen-Pokalsieger 1996, 2000, 2009
VfB Oldenburg
Norddeutscher Meister 1975, 1980, 1990, 1996, 2022
SV Arminia Hannover
Norddeutscher Meister 1920, 1967, 1968, 1976 - Niedersachsen-Meister 1959, 1962
SV Meppen
Norddeutscher Meister 1987, 2017
Niedersachsen-Meister 1968, 1979, 2011 - Niedersachsen-Pokalsieger 1999, 2021, 2024

Nordrhein-Westfalen
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist das Herzstück des deutschen Fußballs mit einer enormen Dichte von Profi- und Amateurvereinen. Es ist geprägt von großen Traditionsvereinen, intensiven Rivalitäten, einer breiten Nachwuchsförderung und einer sehr lebendigen Fußballkultur. Besonders die Klubs aus dem Ruhrgebiet haben bereits zahlreiche Titel in der deutschen Meisterschaften und dem DFB-Pokal gewonnen. Bereits 1892 wurde mit dem Wittener Fußballclub der erste reine Fußballverein des Ruhrgebietes gegründet. Außerdem spielen die Nachwuchsleistungszentren bei den großen NRW-Vereinen eine große Rolle bei der Sichtung und Förderung neuer Talente. Die Fankultur ist zudem von einer ausgeprägten Identität und einem ausgesprochenen Traditionsbewusstsein.

ETB Schwarz-Weiß Essen 
Deutscher Pokalsieger 1959 - Niederrhein-Pokalsieger 1987, 2010
SC Jülich 1910
Deutscher Amateurmeister 1969, 1970, 1971
Mittelrhein-Meister 1969, 1970, 1971, 1987 - Mittelrhein-Pokalsieger 1984
FC Viktoria Köln
Nordrhein-Westfalen-Meister 2012 - Westdeutscher Meister 2017, 2019
Mittelrhein-Meister 1978, 1998 - Mittelrhein-Pokalsieger 1986, 1990, 2014, 2015, 2016, 2018, 2021, 2022, 2023, 2025 
SC Verl
Westfalen-Meister 1991, 2007 - Westfalen-Pokalsieger 1992, 1999, 2007

Rheinland-Pfalz
Der Fußball in Rheinland-Pfalz ist geprägt von traditionsreichen Vereinen, regionalen Rivalitäten und einer starken Amateurbasis. Auch wenn mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FSV Mainz 05 bislang nur zwei Bundesligisten aus Rheinland-Pfalz kommen, gibt es viele mittelklassige Vereine und lebendige Vereinsstrukturen in kleineren Städten und ländlichen Regionen. Die rheinland-pfälzischen Klubs entstammen vor allem aus Turn- und Arbeitervereinen,

TuS Koblenz
Südwest-Meister 2004 - Südwest-Pokalsieger 1954
Rheinland-Meister 1977, 1978, 1994 - Rheinland-Pokalsieger 1978, 1979, 2005, 2006, 2017, 2024
FK Pirmasens
Südwest-Pokalsieger 1999, 2006, 2010, 2015, 2025
FSV Salmrohr
Deutscher Amateurmeister 1990 - Rheinland-Pokalsieger 1989, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 2002, 2015, 2019
SV Eintracht Trier 05
Deutscher Amateurmeister 1988, 1989
Rheinland-Pokalsieger 1982, 1984, 1985, 1990, 1997, 2001, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2013, 2014, 2016

VfR Wormatia Worms
Südwest-Meister 1936, 1937, 1939, 1976, 1977 - Südwest-Pokalsieger 1976, 1988, 1992, 2007, 2009, 2012, 2018
Hessen-Pokalsieger 1921, 1924

Saarland
Der saarländische Fußball ist stark durch die politische Situation des Saarlandes im 20. Jahrhundert geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand es unter französischer Verwaltung. Die Saar-Vereine waren daher für einige Jahre nicht für die westdeutschen Fußballwettbewerbe spielberechtigt. Trotzdem besitzt es eine starke Fußballtradition mit einer breiten Amateurbasis. Große nationale Erfolge können die saarländischen Vereine bis heute nicht aufweisen. Dennoch waren bereits einige Saar-Klubs in der Bundesliga vertreten.

SV Elversberg
Südwest-Meister 1996, 1998, 2017, 2022 - Saarland-Meister 
1980, 1994
Saarland-Pokalsieger 2009, 2010, 2015, 2018, 2020, 2021, 2022, 2023

Schleswig-Holstein
Der Fußball im nördlichsten deutschen Bundesland ist eher regional geprägt. Große nationale Erfolge können die Vereine aus Schleswig-Holstein daher nicht vorweisen. Mit Holstein Kiel gelang erst 2025 einem schleswig-holsteinischen Klub der Aufstieg in die Bundesliga. Dennoch ist der Fußball ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens - insbesondere in den Städten entlang der Küste.

VfB Lübeck
Norddeutscher Meister 1995, 2002 - Norddeutscher Pokalsieger 1954, 1966, 1967
Schleswig-Holstein-Pokalsieger 1956, 1987, 1992, 1995, 1998, 1999, 2000, 2001, 2006, 2009, 2010, 2012, 2015, 2016, 2019, 2022, 2023, 2025

Regionaler Fußball in Deutschland
Fußball in Berlin - Fußball in Bielefeld - Fußball in DuisburgFußball in Essen - Fußball in Hamburg - Fußball in Leipzig
Fußball in München - Fußball im Ruhrgebiet - Fußball in Südwestdeutschland

Quelle: ZDF Sportstudio auf Youtube

Hintergrundinformation: Ein erfolgreicher Dorfverein - das "Wunder von Alsenborn"

Sportliche Erfolge werden im Fußball allerdings nicht nur an Titeln gemessen. Ein Beispiel war der SV Alsenborn, der in den 1970er-Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen in Deutschland, der mehrmals um den Aufstieg in die Bundesliga spielte. Seine erfolgreiche Zeit begann 1962, als Fritz Walter neuer Trainer des Vereins wurde. Allerdings scheiterte der SV trotz mehrmaliger Meisterschaften in der damals zweitklassigen Regionalliga Südwest in den Aufstiegsrunden nur knapp an einem Aufstieg ins Oberhaus.

1974 bemühte sich der SVA um eine Qualifikation für die neue 2. Bundesliga. Der DFB verweigerte jedoch dem Verein wegen technischer Unzulänglichkeiten der Platzanlage und wirtschaftlicher Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung die notwendige Lizenz. Nach dem erzwungenen Abschied aus dem Profigeschäft stürzte der SV Alsenborn in den folgenden Jahren bis in die untersten Spielklassen ab. In dieser Saison spielt der Verein der achtklassigen Bezirksliga Westpfalz.

Bereits in den 1950er-Jahren verzeichnete der SV Sodingen einen steilen sportlichen Aufstieg. 1955 qualifizierte sich der "Komet des Westens" als Tabellenzweiter der Oberliga West für die Endrunde der deutschen Meisterschaft. In dieser Zeit war der SV Sodingen auch die erste westdeutsche Mannschaft, die nach dem Krieg in der DDR zu Freundschaftsspielen in Magdeburg, Babelsberg und Eberswalde antrat. Daneben gab es Spiele in Tunis, Enschede oder in Eindhoven. Mit dem Abstieg aus der Oberliga 1962 folgte der sportliche Absturz in den Amateurfußball. Mittlerweile spielt der SVA in der siebtklassigen Landesliga Westfalen.

Quelle: Emil Sinclair auf Youtube

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