Herausragende Nationalmannschaften im Fußball

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Der Fußball in seiner heutigen Form hat seine Wurzeln in Großbritannien. So gilt England gemeinhin als das "Mutterland des Fußballs". Von Europa aus verbreitete sich der Sport zunächst in Südamerika. Heute ist der Fußball eine globale Sport. Zwar gehören die Teams aus diesen beiden Kontinenten noch immer zu den Spitzenmannschaften weltweit. Allerdings mischen auch vermeintlich kleinere Teams zunehmend im internationalen Konzert der großen Fußballnationen mit.

Besondere Nationalmannschaften in der Fußballgeschichte

Das "Wunderteam" von Österreich
Einen besonderen Platz in der Geschichte hat das sogenannte "Wunderteam". Mit diesem Begriff bezeichnete die deutsche Presse die österreichische Nationalmannschaft. Dabei sorgte sie vor allem zwischen 1931 und 1933 mit hohen Siegen gegen europäische Spitzenteams für Aufsehen sorgten. So kassierte die Auswahl der Alpenrepublik in 15 Spielen nur eine knappe Niederlage gegen England - bei insgesamt zwölf Siegen und zwei Unentschieden.

Herausragende Spieler des Teams waren Anton Schall mit 19 Toren und Mannschaftskapitän Matthias Sindelar, der bis heute zu den größten Idolen des österreichischen Fußballs zählt. Größter Erfolg des "Wunderteams" war der Gewinn des Europapokals der Nationen 1932. In der Folgezeit konnte die österreichische Mannschaft jedoch nicht mehr an die alten Erfolge zu Beginn der 1930er-Jahre anknüpfen. Der größte Erfolg in der österreichischen Fußballgeschichte blieb der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 1954.

Größte Erfolge von Österreich
WM-Dritter 1954 - WM-Vierter 1934 - Olympia-Silber 1936

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften
Länderspiele der österreichischen Herren-Nationalmannschaft

Die "Goldene Elf" von Ungarn
In den 1930er-Jahren hatte die ungarische Nationalmannschaft eine führende Stellung unter den großen Fußballnationen Europas inne. Der größte Erfolg der Mannschaft war der zweite Platz bei der Weltmeisterschaft 1938. Legendär wurde jedoch erst die sogenannte "Goldene Elf" ("Aranycsapat"). Damit wurde jene ungarische Mannschaft zwischen 1950 und 1956 bezeichnet, die in 50 Spielen bei 42 Siegen und sieben Unentschieden nur eine Niederlage kassierte. 
Diese wog jedoch besonders schwer, handelte es dabei doch ausgerechnet um das verlorene WM-Finale von 1954 - dem "Wunder von Bern". Zu diesem Zeitpunkt war das ungarische Team um Mannschaftskapitän Ferenc Puskás vier Jahre lang und 31 Spiele in Folge unbesiegt.

Der vielleicht spektakulärste Sieg gelang der "Goldenen Elf" hingegen am 25. November 1953 gegen England - war es doch die erste Heimniederlage des britisch0n Teams gegen eine kontinentaleuropäische Mannschaft überhaupt. Die größten Erfolge der bis heute wohl besten ungarischen Mannschaft aller Zeiten waren daher der Olympiasieg 1952 sowie der der Gewinn des Europapokals der Nationalmannschaften 1953. Mit der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes 1956 fand auch die "Goldene Elf" schließlich ihr endgültiges Ende.

In den folgenden Jahrzehnten konnte die ungarische Mannschaft nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Zwar gelangen den Magyaren neben einem dritten Platz bei der EM 1964 zwei weitere Olympiasiege (19641968) sowie der Gewinn einer olympischen Silber- (1972) und Bronzemedaille (1960). Nach der Weltmeisterschaft 1986 konnte sich Ungarn jedoch für kein großes Turnier mehr qualifizieren. Erst 30 Jahre später konnten die Magyaren mit der Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich wieder an einem wichtigen Turnier teilnehmen.

Größte Erfolge von Ungarn
Vize-Weltmeister 1938, 1954 - Olympiasieger 1952, 1964, 1968 - Olympia-Silber 1972 - Olympia-Bronze 1960

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften
Länderspiele der ungarischen Herren-Nationalmannschaft

Nationalmannschaften in Deutschland

Deutschland (Herren)
In Deutschland gehören die Nationalmannschaften der Damen wie Herren zu den stärksten Auswahlteams der Welt. So gewann allein die Herren-Mannschaft insgesamt vier WM- und drei EM-Titel. Ähnlich erfolgreich war auch die Frauen-Mannschaft mit zwei WM- und acht EM-Titeln sowie einem Olympiasieg. Damit wurde Deutschland neben Spanien als eines von zwei Ländern sowohl mit den Damen als auch mit den Männern Weltmeister und Europameister. Zudem wurden beide Teams mehrmals als Deutschland Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Erster Länderspielgegner der Herren-Nationalmannschaft war am 5. April 1908 die Auswahl der Schweiz. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Team der Eidgenossen traditionell zum "ersten Gegner", der nach den beiden Weltkriegen und der deutschen Wiedervereinigung als erstes Team gegen Deutschland spielte. So gab es zwar bereits zwischen 1898 und 1901 einige Ur-Länderspiele gegen französische und englische Auswahlmannschaften. Allerdings werden diese Partien vom DFB bis heute nicht als offizielle Länderspiele anerkannt.

In den Anfangsjahren blieben die sportlichen Erfolge zunächst aus. So gab es in den ersten Jahren keinen Nationaltrainer, Von den ersten zehn Länderspielen wurden nur zwei gewonnen. Zudem wurden von den ersten zehn Länderspielen nur zwei gewonnen. Erst 1922 schloss die deutsche Mannschaft erstmals ein Jahr mit einer positiven Bilanz ab. Mit dem ersten WM-Titel 1954 ("Wunder von Bern") erlangte die DFB-Elf endgültig ihre bis heute exponierte Stellung.

Dabei löste der erste Titelgewinn in der Bundesrepublik eine große Euphorie aus: Neun Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sowie nach den Entbehrungen und Depressionen der Nachkriegszeit hob der Sieg das Selbstbewusstsein der immer noch geächteten Deutschen. Zu Beginn des deutschen Wirtschaftswunders galt der WM-Sieg als die eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik. Zum Mythos beigetragen hat auch die legendäre Reportage des Radio-Kommentators Herbert Zimmermann - wie kein anderer verstand er, die Dramatik des Spiels in die deutschen Wohnzimmer und Lokale zu bringen.

Quelle: SWR Sport auf Youtube

Ihre erfolgreichste Ära hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter der Ägide von Helmut Schön. Herausragende Erfolge waren dabei der EM-Titel 1972 und dem WM-Titel 1974. Bereits bei seinem ersten großen Turnier - der WM1966 - erreichte das deutsche Team bereits das Finale, wo es gegen späteren Weltmeister England unterlag. Dabei sorgte das legendäre Wembley-Tor noch Jahrzehnte später für Diskussionen unter Fans und Experten. Vier Jahre später scheiterte die deutsche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1970 bereits im Halbfinale an Italien. So gilt das Jahrhundertspiel als eine der dramatischsten Partien in der Fußballgeschichte.

Quelle: ZDF Sportstudio auf Youtube

Ähnlich dramatisch verlief auch die Nacht von Belgrad am 20. Juni 1976. So wurde mit dem Endspiel der EM 1976 erstmals ein Finale eines großen Turnieres in einem Elfmeterschießen entschieden. Am Ende setzte sich die Tschechoslowakei auch dank des Fehlschusses von Uli Hoeneß durch. Die weiteren Höhepunkte des Turniers waren das einzige deutsch-deutsche Länderspiel gegen die DDR am 22. Juni 1974 in Hamburg und die verpasste Qualifikation für die Europameisterschaft 1968 durch die "Schmach von Tirana" am 17. Dezember 1967.

Nach dem vorzeitigen Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1978 gegen Österreich - auch bekannt als "Schmach von Córdoba" - trat als Bundestrainer zurück. In den folgenden Jahrzehnten wechselten sich die Erfolge (EM-Titel 1980 und 1996 sowie WM-Titel 1990) mit schwachen Turnierleistungen ab. Der größte Erfolg unter der Ägide von Bundestrainer Joachim (Jogi") Löw war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Dabei handelt es sich um den ersten Titelgewinn einer europäischen Mannschaft in Südamerika in der Fußballgeschichte. Ein weiterer sportlicher Höhepunkt des Turnieres war die Halbfinalpartie gegen den Gastgeber Brasilien am 8. Juli 2014 ("Mineiraço").

RekordnationalspielerLothar Matthäus (1980-2000) - 150 Länderspiele
RekordtorhüterManuel Neuer (2009-2024) - 124 Länderspiele
RekordtorschützeMiroslav Klose (2001-2014) - 71 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1972, 1980, 1996 - Vize-Europameister 1976, 1992, 2008
Weltmeister 1954, 1974, 1990, 2014 - Vize-Weltmeister 1966,1982, 1986, 2002
WM-Dritter 1934, 1970, 2006, 2010 - WM-Vierter 1958 - Olympia-Silber 2016 - Olympia-Bronze 1988

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele 
KapitäneStatistik und Länderspiele der deutschen Herren-Nationalmannschaft
Ur-Länderspiele der deutschen und der österreichischen Nationalmannschaft

Weitere deutsche Nationalmannschaften
A2-Nationalmannschaft - B-Nationalmannschaft - Amateur-Nationalmannschaft - Team 2006

Junioren-Nationalmannschaften
U23U21 - U20 - U19 - U18 - U17 - U16 - U15 - Schüler-Nationalmannschaft

Besondere Fußball-Rivalitäten
Deutschland - England / Deutschland - Niederlande / Deutschland - Italien

Deutschland (Damen)
Frauenfußball ist in Deutschland erst seit 1970 offiziell erlaubt. Ihr erstes Länderspiel bestritt die deutsche Frauen-Mannschaft am 10. November 1982 gegen die Schweiz. Nach schwierigen Anfangsjahren zählte das Damenteam vor allem auf europäischer Ebene zu den stärksten Mannschaften. Bereits bei der ersten Teilnahme an einer Europameisterschaft gewann die deutsche Mannschaft ihren ersten EM-Titel. Mit Ausnahme der EM 1993 gewann das Damen-Team insgesamt sechs Titel in Folge. Weitere bedeutende Erfolge für die deutsche Frauen-Elf waren die WM-Titel 2003 und 2007 sowie der Olympiasieg 2016.

RekordnationalspielerinBirgit Prinz (2001-2014) - 214 Länderspiele
RekordtorhüterinNadine Angerer (1996-2015) - 145 Länderspiele
RekortdtorschützinBirgit Prinz (2001-2014) - 128 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1989, 1991, 1997, 2001, 2005, 2009, 2013 - Vize-Europameister 2022
Weltmeister 2003, 2007 - Vize-Weltmeister 1995 - WM-Vierter 1991, 2015
Olympiasieger 2016 - Olympia-Dritter 2000, 2004, 2008

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele 
Statistik und Länderspiele der deutschen Frauen-Nationalmannschaft

Juniorinnen-Nationalmannschaften
U23 - U21 - U20 - U19 - U17 - U15

Deutsche Demokratische Republik (DDR) (Herren)
Die Nationalmannschaft der DDR existierte von 1952 bis 1990. Die Auswahl des ostdeutschen Staates bestritt ihre ersten Pflichtspiele im Rahmen der WM-Qualifikation 1958. 1974 gelang der DDR-Auswahl die einzige Qualifikation für eine Weltmeisterschaft, die ausgerechnet in der Bundesrepublik Deutschland ausgerichtet wurde. Im Rahmen des Turniers kam es in Hamburg auch zum einzigen deutsch-deutschen Duell in der Fußballgeschichte. Besonders strittig war die Teilnahme an den Fußballturnieren der Olympischen Spiele. Der größte Erfolg der DDR-Olympiaauswahl war der Olympiasieg 1976

RekordnationalspielerJoachim Streich (1969-1984) - 102 Länderspiele
Rekordtorhüter: Jürgen Croy (1967-1981) - 94 Länderspiele
Rekordtorschütze: Joachim Streich (1969-1984) - 55 Länderspieltore

Größte Erfolge
Olympiasieger 1976 - Olympia-Silber 1980 - Olympia-Bronze 19641972 
Turniere: Weltmeisterschaften - Länderspiele der DDR-Nationalmannschaft

Außerdem gab es auch eine Nationalmannschaft der Frauen. Allerdings bestritt die Damen-Auswahl der DDR lediglich ein Länderspiel. Der Gegner war am 9. Mai 1990 in Babelsberg die Nationalmannschaft der Tschechoslowakei. Das Spiel ging im Karl-Liebknecht-Stadion vor rund 800 Zuschauern deutlich mit 0:3 verloren.

Saarland (Herren)
Die saarländische Nationalmannschaft vertrat von 1950 bis 1956 das damals noch autonome Saarland. In diese Zeit bestritt die Auswahl insgesamt 19 Länderspiele. Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1954 traf die Saar-Auswahl auch auf die deutsche Nationalmannschaft. In den beiden Qualifikationsspielen ging die bundesdeutsche Auswahl als klarer Sieger hervor. Der herausragendste Spieler war Waldemar Philippi (1929-1990) mit 18 Länderspielen. Mit jeweils sechs Toren sind Herbert Binkert (1923-2020) und Herbert Martin (1925-2016) die beiden Rekordtorschützen des Saarlandes.

RekordnationalspielerWaldemar Philippi (1950-1956) - 18 Länderspiele
Rekordtorschützen: Herbert Binkert (1951-1956) und Herbert Martin (1950-1956) - jeweils 6 Tore
Länderspiele der saarländischen Herren-Nationalmannschaft

Herausragende Nationalmannschaften in Europa

England (Herren)
Die englische Nationalmannschaft gehört zu den ältesten Auswahlmannschaften der Welt. Bereits am 30. November 1872 bestritt eine englische Auswahl auf dem Hamilton Crescnet bei Glasgow das erste Länderspiel in der Geschichte des Fußballs. Im Unterschied zu den anderen drei britischen Auswahlteams aus Schottland, Wales und Nordirland verzeichnen die "Three Lions" die meisten internationalen Erfolge auf. 

Der bislang größte Erfolg der Gewinn der Weltmeisterschaft 1966 im eigenen Land. Seinen WM-Einstand gab England erst bei der Weltmeisterschaft 1950. Dabei verlor die englische Auswahl überraschend gegen die Auswahl der USA und schied bereits in der Vorrunde aus.

Traditionelle Rivalitäten bestehen neben der schottischen Auswahl auch mit Deutschland und Argentinien. Besonders kurios: Bei großen Turnieren ist die englische Auswahl - mit einer Ausnahme - nach einem Elfmeterschießen immer ausgeschieden. Nur Malawi und Simbabwe weisen eine noch schlechtere Bilanz auf. Außerdem steht das englische Nationalteam wiederholt wegen seiner eher schwachen Torhüter in der Diskussion.

RekordspielerPeter Shilton (1970-1990) - 125 Länderspiele
Rekordtorschütze: Harry Kane (seit 2015) - 85 Länderspieltore

Größte Erfolge
Vize-Europameister 2021, 2024 - EM-Dritter 1968 - Weltmeister 1966 - WM-Vierter 1990, 2018

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften
Länderspiele der englischen Herren-Nationalmannschaft

Besondere Fußball-Rivalitäten
England - Schottland / England - Deutschland

England (Damen)
Die englische Frauen-Nationalmannschaft bestritt 1972 ihr erstes offizielles Länderspiel und gehört mittlerweile zu den europäischen Spitzenmannschaften. Im Herbst 2008 beschloss der englische Verband eine Strategie der "16 milestones" ("16 Meilensteine"), um die Situation des Frauenfußballs in England zu verbessern. Die sportlichen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Die größten Erfolge war bislang der Gewinn der Europameisterschaft 2022 und 2025.

Rekordnationalspielerin:  Fara Williams (2001-2019) - 172 Länderspiele
Rekordtorschützin: Ellen White (2010-2022) - 52 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 20222025 - Vize-Europameister 1984, 2009
Vize-Weltmeister 2023 - WM-Dritter 2015 - WM-Vierter 2019 

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften 
Länderspiele der englischen Frauen-Nationalmannschaft

Kurzinformation: Die weiteren britischen Nationalmannschaften

Die schottische Nationalmannschaft ist neben der englischen Auswahl das älteste Nationalteam der Welt. Bereits am 30. Juni 1872 fand zwischen den beiden Mannschaften das erste offizielle Länderspiel in der Fußballgeschichte statt. Dabei sind die schottischen Fans besonders berühmt, die auch als "Tartan Army" bekannt sind. Die Anhänger der "Bravehearts" gelten als reisefreudig, leidenschaftlich und friedlich. Bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften sorgen sie regelmäßig für eine beeindruckende Atmosphäre. Große sportliche Erfolge kann die schottische Auswahl jedoch nicht aufweisen. Bei allen EM- und WM-Turnieren schied das Team bereits in der Vorrunde aus.

Die walisische Nationalmannschaft war nur selten bei großen Turnieren vertreten. Die Auswahl steht für eine starke nationale Identität. Viele Fans sehen die Nationalmannschaft als Symbol der walisischen Kultur und Eigenständigkeit innerhalb des Vereinigten Königreichs. Ihren bislang größten sportlichen Erfolg hatte Wales bei der erstmaligen WM-Teilnahme 1958, als die "Dragons" erst im Viertelfinale gegen Brasilien ausgeschieden sind.

Die nordirische Nationalmannschaft entstand erst 1921 mit der Teilung Irlands. Die "Green & White Army" ist vor allem für ihre mannschaftliche Geschlossenheit bekannt. Oft gelingt es dem Team, durch Disziplin und Einsatz größere Nationen vor Probleme zu stellen.

Eine gemeinsame britische Fußballauswahl existiert offziell zwar nicht. Bei den Olympischen Spielen trat allerdings das "Team GB" eine britische Mannschaft an. Die Auswahlmannschaft besteht hauptsächlich aus englischen Spielern. Die größten Erfolge des Teams waren die Olympiasiege 1900, 1908 und 1912.

Frankreich (Herren)
Die französische Nationalmannschaft ("Équipe Tricolore" oder "Les Bleus") gehört zu den erfolgreichsten Fußballteams der Welt. Die offizielle Länderspielgeschichte begann am 1. Mai 1904 mit einem Freundschaftsspiel gegen Belgien. Ihren ersten sportlichen Höhenflug erlebte die französische Mannschaft in den 1950er-Jahren - darunter mit einem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 1958. Mit 13 Toren schoss sich Just Fontaine zum Torschützenkönig des Turniers. Diese Bestmarke ist bis heute unerreicht.

In den 1960er- und 1970er-Jahren versank die "Équipe Tricolore" jedoch erneut in der Zweitklassigkeit und konnte sich bis auf die Weltmeisterschaft 1966 für kein großes Turnier mehr qualifizieren. Erst mit dem Amtsantritt von Michel Hidalgo als Nationaltrainer im Jahre 1976 stieg die französische Auswahl wieder in den Kreis der großen europäischen Topnationen auf. Größter Erfolg war dabei der Gewinn des EM-Titels 1984 im eigenen Land.

Weltklasseformat erlangte das Team hingegen erst um die Jahrtausendwende mit dem bislang ersten WM-Titel 1998 im eigenen Land sowie dem Gewinn der EM 2000. Dazu kamen zwei Siege beim FIFA-Konföderationen-Pokal (2001 und 2003). Ein negativer Höhepunkt war das Fiasko von Knysna - einem Geflecht aus sportlichem Misserfolg sowie internen Querelen und dem daraus resultierenden Ansehensverlust während der WM 2010 in Südafrika.

Erst sechs Jahre später erreichte die "Équipe Tricolore" bei der EM 2016 im eigenen Land wieder ein Endspiel, in dem sie jedoch Portugal knapp in der Verlängerung unterlag. Mit dem Gewinn des zweiten WM-Titels 2018 ist das französische Team wieder an die Weltspitze zurückgekehrt. Vier Jahre später unterlag die "Equipe Tricolore" im WM-Finale von Doha der Auswahl von Argentinien.

RekordnationalspielerHugo Lloris (2008-2022) - 145 Länderspiele
Rekordtorschütze: Kylian Mbappé (seit 2017) - 64 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1984, 2000 - Vize-Europameister 2016 - EM-Vierter 1960
Weltmeister 1998, 2018 - Vize-Weltmeister 2006, 2022 - WM-Dritter 1958, 1986
UEFA Nations League-Sieger 2021 - FIFA-Konföderationen-Pokalsieger 2001, 2003 - Olympiasieger 1984

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften
Länderspiele der französischen Herren-Nationalmannschaft 

Kurzinformation: Besondere "kleine" Nationalmannschaften

Die Nationalmannschaft von Monaco ist eine Besonderheit im internationalen Fußball. Dabei ist Monaco kein Mitglied der FIFA und der UEFA. Der monegassische Fußball wird vielmehr vom AS Monaco repräsentiert, welcher allerdings in der französischen Ligue 1 spielt. Dennoch wurde 2000 eine Fußballauswahl des Fürstentums gegründet, die aber bislang nur gegen andere nicht anerkannte Nationalteams - darunter gegen Tschetschenien, Okzitanien oder Sápmi - spielt. Der größte sportliche Erfolg der monegassischen Fußballauswahl war 2006 der zweite Platz beim Viva World Cup.

Auch der Vatikan hat bereits seit 1972 eine eigene Nationalmannschaft. Die Auswahl besteht vor allem aus Mitgliedern der Päpstlichen Schweizergarde, aus Mitarbeitern der Vatikan-Museen, Angestellten der vatikanischen Verwaltung sowie aus Sicherheitskräften und weiteren Vatikan-Bediensteten. Allerdings ist die vatikanische Auswahl nicht für die Qualifikation zu Europa- und Weltmeisterschaften teilnahmeberechtigt. Besondere Spiele waren dabei unter anderem eine Partie gegen eine Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach im August 2014 sowie gegen eine deutsche Winzerelf im Juni 2019.

Italien (Herren)
Die italienische Nationalmannschaft zählt zu den besten und erfolgreichsten Auswahlteams der Welt. Gleichzeitig haftet dem Team das Klischee an, aufgrund seiner meist defensiven Taktik ein sehr schwer bespielbarer Gegner zu sein. Dies geht vor allem auf das Spielsystem des Catenaccio zurück, das in den 1960er-Jahren geprägt wurde. Traditionell spielt die Mannschaft in azurblauen Trikots, was historisch auf das Königreich Sardinien-Piemont zurückgeht.

Die ersten Dekaden der Squadra Azzura wurden durch den langjährigen Nationaltrainer Vittorio Pozzo geprägt. Mit ihm gewann das italienische Team zweimalig den Europapokal der Nationen (1930 und 1935) sowie olympisches Gold bei den Spielen 1936 in Berlin. Als bislang einzigem Trainer in der Geschichte gelang ihm der zweimalige Gewinn der WM 1934 und 1938.

Die Phase von 1945 bis Anfang der 1960er-Jahre war von sportlichen Rückschlägen geprägt. Ein trauriger Höhepunkt in dieser Zeit war der Flugzeugabsturz von Superga, bei dem auch alle Profispieler des AC Turin ums Leben kamen. Der sportliche Tiefpunkt war die sogenannte "Schlacht von Santiago": Die Vorrundenpartie bei der WM 1962 gegen Chile am 2. Juni 1962 ging als eines der brutalsten Spiele in die Geschichte des Fußballsports ein.

Nach dem blamablen Ausscheiden der "Squadra Azzura" bei der WM 1966 gegen Nordkorea wurde Ferruccio Valcareggi zum neuen Nationaltrainer berufen. Dieser führte die Mannschaft zum EM-Gewinn 1968 sowie zum zweiten Platz bei der WM 1970. Nach weiteren sportlichen Misserfolgen wurde mit Enzo Bearzot ("Der große Schweiger aus Friaul") ein neuer Nationaltrainer berufen. Sein größter Erfolg war der Gewinn der WM 1982.

In den folgenden Jahrzehnten wechselten sich Erfolge und Blamagen bei großen Turnieren ab. Allerdings konnte die "Squadra Azzura" die hohen Erwartungen bei der WM 1990 im eigenen Land nur bedingt erfüllen und landete am Ende auf dem dritten Platz. Nach einem zweiten Platz bei der WM 1994 gelang der italienischen Auswahl erst bei der WM 2006 der Gewinn des vierten Titels.

Seitdem fällt die Bilanz der "Squadra Azzura" bei den WM eher mäßig aus. Bei den Turnieren 2010 und 2014 schied Italien bereits in der Vorrunde aus. 2018, 2022 und 2026 scheiterte der viermalige Weltmeister sogar in der Qualifikation. Nur bei den Europameisterschaften war die Teilnahme Italiens von Erfolg gekrönt. Nach einem zweiten Platz bei der EM 2012 holte sich das südeuropäische Team 2021 den zweiten EM-Titel in seiner Geschichte.

Rekordnationalspieler: Gianluigi ("Gigi") Buffon (1997-2018) - 176 Länderspiele
Rekordtorschütze: Luigi Riva (1965-1974) - 35 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1968, 2021 - Vize-Europameister 2000, 2012 - EM-Vierter 1980
Weltmeister 1934, 1938, 1982, 2006 - Vize-Weltmeister 1970, 1994 - WM-Dritter 1990
Olympiasieger 1936 - Olympia-Bronze 1928

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften
Länderspiele der italienischen Herren-Nationalmannschaft 

Niederlande (Herren)
Die niederländische Nationalmannschaft wurde bereits 1905 ins Leben gerufen. Aufgrund ihrer orangefarbenen Trikots und in Anlehnung an das herrschende Königshaus Oranien-Nassau erhielt das Team auch den Namen "Oranje Elftal" oder kurz "Oranje". Ihre ersten Länderspiele bestritt die Auswahlmannschaft ausschließlich gegen den Nachbarn aus Belgien. Unter dem englischen Bondscoach Edgar Chadwick etablierte sich die niederländische Auswahl schnell zu einer der besten Mannschaften auf dem europäischen Kontinent.

In den 1950er- und 1960er-Jahren erlebte die "Elftal" hingegen eine lange Durststrecke und konnte sich für kein großes Turnier mehr qualifizieren. Erst zu Beginn der 1970er-Jahre markierte mit den Europapokal-Erfolgen der beiden großen Spitzenklubs Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam im Europapokal den Beginn einer neuerlichen Blütezeit für die Auswahlmannschaft. Zwar galt das Team um Johan Cruyff mit seinem Konzept des "Totaalvoetbal" das spielerisch beste Team. Dennoch unterlag die niederländische Auswahl bei den Weltmeisterschaften 1974 und 1978 erst im Finale gegen die jeweiligen Gastgeber.

Nach einer neuerlichen sportlichen Durststrecke zu Beginn der 1980er-Jahren gelang erst mit Bondscoach Rinus Michels die Rückkehr ins Rampenlicht der internationalen Fußballbühne. Der sportliche Höhepunkt war der Gewinn der EM 1988, dem bislang ersten und einzigen großen Titel in der Historie der "Elftal". Seitdem hat sich das niederländische Team - mit Ausnahme der WM 2002 und der EM 2016 - für jedes große Turnier qualifiziert.

Rekordnationalspieler: Wesley Sneijder (2003-2018) - 134 Länderspiele
Rekordtorschütze: Robin van Persie (2005-2015) - 50 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1988 - EM-Dritter 1976 - Vize-Weltmeister 1974, 1978, 2010 - WM-Dritter 2014 - WM-Vierter 1998
Olympia-Bronze 1908, 1912, 1920

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der niederländischen Herren-Nationalmannschaft

Niederlande (Damen)
Die Frauen-Nationalmannschaft der Niederlande gehört mittlerweile ebenfalls zu den europäischen Spitzenteams im Frauenfußball. Das erste Länderspiel fand im April 1971 statt. Allerdings spielte die Frauen-Auswahl im internationalen Vergleich lange Zeit keine sportliche Rolle. Erst in den 2000er-Jahren konnte sich das Team auch für große Turniere qualifizieren. Die größten Erfolge waren bislang der Gewinn der EM 2017 im eigenen Land sowie die Finalteilnahme bei der WM 2019.

Rekordnationalspielerin: Sherida Spitse (2006-2025) - 248 Länderspiele
Rekordtorschützin: Vivianne Miedema (seit 2013) - 104 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 2017 - Vize-Weltmeister 2019

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der niederländischen Frauen-Nationalmannschaft

Portugal (Herren)
Seit den 1990er-Jahren gehört die portugiesische Nationalmannschaft zu den stärksten und erfolgreichsten Auswahlteams in Europa. Die "Seleção" steht traditionell für eine starke Technik, kreative Offensivspieler, gute Individualisten sowie für einen flexiblen Ballbesitzfußball. Die größte Rivalität besteht traditionell mit Spanien. Das "iberische Derby" hat wegen der geografischen und historischen Nähe große Bedeutung. Zu den größten Erfolgen von Portugalgehören der EM-Titel  2016 sowie die beiden Titel in der UEFA Nations League in den Spielzeiten 2018/19 und 2024/25.

Rekordnationalspieler: Cristiano Ronaldo (seit 2003) - 233 Länderspiele
Rekordtorschütze: Cristiano Ronaldo (seit 2003) - 146 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 2016 - Vize-Europameister 2004 - UEFA Nations League-Sieger 2019, 2025 
WM-Dritter 1966 - WM-Vierter 2006

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der portugiesischen Herren-Nationalmannschaft

Spanien (Herren)
Die spanische Nationalmannschaft ("La Furia Roja") zählte bereits in den 1920er-Jahren zu den großen Fußballnationen Europas. Dabei sorgten die Iberer mit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1920 für ein erstes Ausrufezeichen. So bestritt die spanische Auswahl ihr erstes offizielles Länderspiel erst am 28. August 1920 in Brüssel im olympischen Achtelfinale gegen Dänemark

In den folgenden Jahrzehnten gehörte die "rote Furie" zwar zu den renommiertesten Teams auf internationaler Ebene. Einzige nennenswerte Erfolge waren der EM-Titel 1964 im eigenen Land sowie der zweite Platz bei der EM 1984. Besonders kurios ist zudem das Abschneiden der Iberer bei großen Turnieren: So kam die spanische Auswahl zwischen 1986 und 2006 bei keiner Welt- oder Europameisterschaft über ein Viertelfinale heraus.

Erst Mitte der 2000er-Jahr begann die goldene Epoche der Spanier: So gelang dem iberischen Team im Jahr 2008 der zweite EM-Titelgewinn. Als erster Mannschaft überhaupt in der Geschichte des europäischen Fußballs konnte Spanien den Titel bei der Europameisterschaft 2012 verteidigen. Größter Erfolg in der Fußballgeschichte der Iberer war jedoch der Gewinn der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, dem ersten WM-Titel einer europäischen Mannschaft außerhalb Europas.

RekordnationalspielerSergio Ramos (2005-2021) - 180 Länderspiele
Rekordtorschütze: David Villa (2005-2014) - 59 Länderspieltore

Größte Erfolge
Europameister 1964, 2008, 2012, 2024 - Vize-Europameister 1984 - Weltmeister 2010
UEFA Nations League-Sieger 20002021 - Olympiasieger 19922024 - Olympia-Silber 2021 

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der spanischen Herren-Nationalmannschaft

Kurzinformation: Spaniens berühmtester Edelfan "Manolo"

Jahrzehntelang begleitete Manuel Cáceres Artesero die spanische Nationalmannschaft bei ihren Länderspielen. Fast 30 Jahre lang - von 1982 bis 2010 - verpasste Manolo el del Bombo ("Manolo, der mit der Pauke") kein einziges Länderspiel der "Furja Roja". Sein Markenzeichen war neben der Trommel vor allem die überdimensionale BaskenmützeAußerdem betrieb er die Gaststätte "El Bombo" ("Die Trommel") neben dem Mestalla-Stadion in Valencia mit einem angegliederten Fanshop. Als einziger Fan durfte Cáceres auch regelmäßig im Flieger der Nationalmannschaft sitzen. Eigentlich wollte sich Manolo nach der Fußball-WM 2026 zur Ruhe setzen. Am 1. Mai 2025 starb der spanische Edelfan jedoch im Alter von 76 Jahren in Vila-real. Er war auch der Namenspate von "Manolo" vom Bökelberg.

Spanien (Damen)
Die Frauen-Nationalmannschaft von Spanien gehört mittlerweile zu den spielstärksten Teams der Welt. Sie repräsentiert seit
 1980 das iberische Land im internationalen Frauenfußball. Nach einer langen sportlichen Durststrecke machte sie zu Beginn der 2000er-Jahre mit ersten sportlichen Erfolgen im Juniorinnen-Bereich auf sich aufmerksam. Der bislang größte Erfolg des spanischen Nationalteams war der Gewinn des WM-Titels 2023. Neben Deutschland ist Spanien somit eine von nur zwei Nationen, die sowohl mit den Frauen als auch den Männer den WM-Titel gewann.

Rekordnationalspielerin: Alexia Putellas (seit 2013) - 146 Länderspiele
Rekordtorschützin: Jennifer Hermoso (seit 2011) - 57 Länderspieltore

Größte Erfolge
Vize-Europameister 2025 - Weltmeister 2023 - UEFA Women's Nations League-Sieger 2024, 2025

Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der spanischen Frauen-Nationalmannschaft 

Weitere herausragende Nationalmannschaften in Europa

Belgien (Herren)
Vize-Europameister1980 - EM-Dritter 1972 - WM-Dritter 2018 - WM-Vierter 1986 - Olympiasieger 1920
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften 
Länderspiele der belgischen Herren-Nationalmannschaft

Dänemark (Herren)
Europameister 1992 - EM-Vierter 1964 - FIFA-Konföderationen-Pokalsieger 1995 - Olympia-Silber 1908, 1912, 1960
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der dänischen Herren-Nationalmannschaft 

Dänemark (Damen)
Vize-Europameister 2017 
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der dänischen Frauen-Nationalmannschaft

Frankreich (Damen)
WM-Vierter 2011
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der französischen Frauen-Nationalmannschaft

Griechenland (Herren)
Europameister 2004
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der griechischen Herren-Nationalmannschaft

Kroatien (Herren)
Vize-Weltmeister 2018 - WM-Dritter 19982022
Turniere:
Europameisterschaften - Weltmeisterschaften 
Länderspiele der kroatishen Herren-Nationalmannschaft

Norwegen (Frauen)
Europameister 1987, 1993 - Vize-Europameister 1989, 19912005, 2013
Weltmeister 1995 - WM-Vierter 2017 - Olympiasieger 2000
Turniere: EuropameisterschaftenWeltmeisterschaften - Olympische Spiele 
Länderspiele der norwegischen Frauen-Nationalmannschaft

Polen (Herren)
WM-Dritter 1974, 1982 - Olympiasieger 1972 - Olympia-Silber 19761992
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der polnischen Herren-Nationalmannschaft

Schweden (Herren)
Vize-Weltmeister 1958 - WM-Dritter 1994 - WM-Vierter 1938 - Olympiasieger 1948 - Olympia-Bronze 19241952
Turniere: Europameisterschaften - WeltmeisterschaftenOlympische Spiele
Länderspiele der schwedischen Herren-Nationalmannschaft

Schweden (Damen)
Europameister 1984 - Vize-Europameister 198719952001 - EM-Dritter 1989
Vize-Weltmeister 2003 - WM-Dritter 1991201120192023 - Olympia-Silber 2016, 2020
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der schwedischen Frauen-Nationalmannschaft

Schweiz (Herren)
Olympia-Silber 1924
Turniere: Europameisterschaften - Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der Schweizer Herren-Nationalmannschaft

Herausragende historische Nationalmannschaften in Europa

Jugoslawien (Herren)
Vize-Europameister 1960, 1968 - EM-Vierter 1976 - WM-Vierter 1962 
Olympiasieger 1960 - Olympia-Silber 1948, 1952, 1956 - Olympia-Bronze 1984
Turniere: EuropameisterschaftenWeltmeisterschaften
Länderspiele der jugoslawischen Herren-Nationalmannschaft

Sowjetunion (Herren)
Europameister 1960 - Vize-Europameister 1964, 1988 - WM-Vierter 1966
Olympiasieger 1956, 1988 - Olympia-Bronze 1972, 1976, 1980
Turniere: EuropameisterschaftenWeltmeisterschaften - Olympia-Auswahl
Länderspiele der swjetischen Herren-Nationalmannschaft

Tschechoslowakei (Herren)
Europameister 1976 - EM-Dritter 19601980 - Vize-Weltmeister 1934, 1962
Olympiasieger 1980 - Olympia-Silber 1964
Turniere: EuropameisterschaftenWeltmeisterschaften - Olympia-Auswahl
Länderspiele der tschechoslowakischen Herren-Nationalmannschaft

Herausragende Nationalmannschaften in Südamerika

Argentinien (Herren)
Die Länderspielgeschichte der argentinischen Nationalmannschaft ("La Albiceleste") reicht bis ins Jahr 1902 zurück. Dabei zählte das südamerikanische Team von Beginn an zu den stärksten und erfolgreichsten Auswahlmannschaften im Fußball. Bereits 1921 verbuchte die "Albiceleste" mit dem Gewinn der Südamerikameisterschaft den ersten internationalen Erfolg. Allerdings sollte es bis 1978 dauern, bis sie vor heimischem Publikum erstmals einen WM-Titel gewinnen konnte. Mit 22 Titeln - darunter drei WM-Titeln, 16 Südamerikameisterschaften und einem Sieg beim FIFA-Konföderationen-Pokal - ist Argentinien die Nationalmannschaften mit den weltweit meisten Titeln.

Maßgeblich beteiligt am zweiten Titelgewinn 1986 war Diego Maradona, der bis heute als bester argentinischer Spieler aller Zeiten gilt. Kurios: Im Jahre 2002 versuchte der argentinische Fußballverband Maradonas Trikot-Nummer "10" zu schützen, damit diese in der "Albiceleste" nicht mehr vergeben würde. Die FIFA lehnte dieses Ansinnen ab.

Rekordnationalspieler: Lionel Messi (seit 2005) - 205 Länderspiele
Rekordtorschütze: Lionel Messi (seit 2005) - 125 Länderspieltore

Größte Erfolge
Südamerikameister 1921, 1925, 1927, 1929, 1937, 1941, 1945, 1946, 1947, 1955, 1957, 1959 (I), 1991, 1993, 2021, 2024
Vize-Südamerikameister 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1959 (II), 1967, 2004, 2007, 2015, 2016
Weltmeister 1978, 1986, 2022 - Vize-Weltmeister 1930, 1990, 2014
FIFA-Konföderationen-Pokalsieger 1992 - Olympia-Silber 1928

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der argentinischen Herren-Nationalmannschaft

Brasilien (Herren)
Seit den frühen Anfängen zählt die brasilianische Nationalmannschaft zur Weltspitze im internationalen Fußball. Mit derzeit fünf WM-Titeln gilt die "Seleção" heute als weltweit erfolgreichste Mannschaft der Welt. Brasilien ist das einzige Land, das bislang an allen WM-Turnieren teilgenommen hat. Außerdem ist die Auswahl aus Südamerika der Rekordhalter beim FIFA-Konföderationen-Pokal mit vier Siegen. Hinzu kommen bislang acht Titelgewinne bei der Südamerikameisterschaft.

Im Unterschied zur europäischen Konkurrenz hatte der brasilianische Fußball durch den Zweiten Weltkrieg kaum gelitten. Somit zählte die "Seleção" neben England zu den Topfavoriten für die Weltmeisterschaft 1950 im eigenen Land. Besondere Ausnahme: Es war das einzige Turnier, bei dem der Titelträger durch zwei Finalrunden bestimmt wurde.

Im entscheidenden Finalspiel unterlag die brasilianische Auswahl aber dem Nachbarn und neuen Weltmeister aus Uruguay. Bis heute gilt die Niederlage im heimischen Maracanã-Stadion als traumatischer Tiefpunkt ("Maracanaço") in der Fußball-Geschichte des Landes. Seitdem spielte das brasilianische Team nie mehr in bis dahin üblichen weißen Trikots, die durch das heute übliche Blau-Gelb ersetzt wurden. Außerdem hält das Spiel mit rund 200.000 Zuschauern den Publikumsrekord aller Fußballspiele der Geschichte.

Nach der traumatischen Heimniederlage absolvierte die brasilianische Mannschaft fast zwei Jahre lang keine Länderspiele mehr. So wurde die "Seleção" für Weltmeisterschaft 1954 nahezu vollständig ersetzt. Allerdings schied das Team bereits im Viertelfinale in der Schlacht von Bern - einem der brutalsten Spiele in der WM-Geschichte - gegen den späteren Finalisten Ungarn aus.

Erst vier Jahre später begann bei der WM 1958 die Ära um Weltstar Pelé. Dabei gewann die "Seleção" um den 17-jährigen Nachwuchsspieler im bislang torreichsten WM-Finale aller Zeiten den ersten WM-Titel der Geschichte. Dabei gewann eine südamerikanische Mannschaft erstmals ein WM-Turnier auf europäischem Boden. Bei der WM 1962 gelang der "Seleção" die erste und bislang einzige Titelverteidigung. Seinen dritten und letzten WM-Titel gewann Pelé bei der WM1970. Ein besonders Kuriosum: Mário Zagallo gelang es bei diesem Turnier als erstem Fußballer überhaupt, nach zwei WM-Titeln als Spieler nun auch als Trainer eine Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Mit dem Rücktritt Pelés aus der Nationalmannschaft 1971 begann auch eine lange Durstrecke bei WM-Turnieren. So bot die brasilianische Mannschaft bei den folgenden Turnieren eine eher durchschnittliche bis enttäuschende Vorstellung. Auch bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 wurde das südamerikanische Team um Weltstars wie Zico oder Falcão seiner Rolle als Favorit nicht gerecht werden. Erst bei der WM 1994 gelang der "Seleção" der vierte Titelgewinn in der Geschichte. Nach einem zweiten Platz bei der WM 1998 sie bei der ersten WM 2002 in Asien ihren fünften und bislang letzten WM-Titel gewinnen.

Nach einem enttäuschenden Abschneiden bei den folgenden Turnieren sollte bei der zweiten Heim-WM der Geschichte der lang ersehnte Titelgewinn im eigenen Land gelingen. Doch wie bereits 1950 endete das Vorhaben in einem neuerlichen sportlichen Tiefpunkt: In einem denkwürdigen Halbfinalspiel ("Mineiraço") kassierte die "Seleção" die bis dato höchste Niederlage in ihrer Turniergeschichte sowie die erste Pflichtspielniederlage vor heimischem Publikum seit 1975. 

Die erhoffte Wiedergutmachung im abschließenden Spiel um Platz drei misslang jedoch: Mit einer deutlichen Niederlage gegen die Niederlande belegte das brasilianische Team nur den vierten Platz. Nach einem sportlichen Neustart konnte die "Seleção" wieder an alte Erfolge anknüpfen. So gewann sie bereits 2019 im eigenen Land die Copa América.

Rekordnationalspieler: Cafu (1990-2006) - 142 Länderspiele
Rekordtorschütze: Neymar (2010-2026) - 80 Länderspieltore

Größte Erfolge
Südamerikameister 1919, 1922, 1949, 1989, 1997, 1999, 2004, 2007, 2019
Vize-Südamerikameister 1921, 1925, 1937, 1945, 1946, 1953, 1957, 1959, 1983, 1991, 1995
Weltmeister 1958, 1962, 1970, 1994, 2002 - Vize-Weltmeister 1950, 1998
WM-Dritter 1938, 1978 - WM-Vierter 1974, 2014 - FIFA-Konföderationen-Pokalsieger 1997, 2005, 2009, 2013
Olympia-Sieger 2016, 2021 - Olympia-Silber 1984, 19882012 - Olympia-Bronze 1996, 2008

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der brasilianischen Herren-Nationalmannschaft

Brasilien (Damen)
Neben dem Herrenteam zählt auch die brasilianische Frauen-Mannschaft zu den spielstärksten und weltbesten Auswahlmannschaften im internationalen Frauenfußball. Ihr erstes offizielles Länderspiel bestritt die weibliche "Seleção" am 22. Juli 1986 gegen die USA. Auch wenn dem brasilianischen Damen-Team bislang ein WM-Titel verwehrt blieb, gilt die Auswahl um Weltstar Marta als unangefochtene Nummer eins in Südamerika.

Rekordnationalspielerin: Formiga (1995-2001) - 201+ Länderspiele
Rekordtorschützin: Marta (2003-2024) - 126 Länderspieltore

Größte Erfolge
Südamerikameister 1991, 1995, 1998, 2003, 2010, 2014, 20182022, 2025
Vize-Weltmeister 2007, 1999 - Olympia-Silber 2024 - Olympia-Bronze 2004, 2008

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele 
Länderspiele der brasilianischen Frauen-Nationalmannschaft

Uruguay (Herren)
Die Nationalmannschaft Uruguays gehört als Nummer drei der großen südamerikanischen Fußballnationen auch zu den weltweit stärksten Auswahlteams. Vor allem in den frühen Tagen des Fußballs galt der uruguayische Spielstil als das Maß aller Dinge. Zudem ist das Team Uruguays die Fußballnationalmannschaft mit den meisten internationalen Titeln. 
Bereits im 19. Jahrhundert brachten englische Arbeiter den Ballsport nach Uruguay. Schon bald gelang es aber das englische System des "Kick and Rush" durch ein modernes Kombinations- und Dribbelspiel in den Hintergrund zu drängen.

In den 1920er-Jahren war "La Celeste" bereits das sportliche Maß aller Dinge. Die aus Metzgern, Schuhputzern und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft gewann bei den Olympischen Spielen 1924 souverän die Goldmedaille. Vier Jahre später wiederholten die "Urus" ihren Erfolg mit einem weiteren Olympiasieg 1928 bei den Sommerspielen von Amsterdam.

Wenig verwunderlich daher, dass die Mannschaft Uruguays um ihren Superstar, die "schwarze Perle" José Leandro Andrade bei der ersten Weltmeisterschaften 1930 im eigenen Land zu den Topfavoriten gehörte und sich im Endspiel gegen den südamerikanischen Rivalen Argentinien den ersten WM-Titel in der Geschichte sicherte.

Nicht minder historisch war auch der zweite WM-Titel Uruguays 1950, als sich das Team um den Kapitän Obdulio Jacinto Varela in einem denkwürdigen Endspiel knapp gegen Gastgeber Brasilien durch setzte. Seitdem spielt die Mannschaft vom Río de la Plata nur noch eine mittelmäßige Rolle. Bei der Südamerikameisterschaft ist das Team Uruguays mit bislang 15 Titeln jedoch Rekordhalter.

Rekordnationalspieler: Diego Godín (2005-2022) - 125 Länderspiele
Rekordtorschütze: Luis Suárez (2007-2024) - 68 Länderspieltore

Größte Erfolge
Südamerikameister 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1956, 1959 (II), 1967, 19831987, 1995, 2011
Vize-Südamerikameister 1919, 1927, 1939, 1941, 1989, 1999
Weltmeister 1930, 1950 - WM-Vierter 1954, 1970, 2010 - Olympiasieger 1924, 1928 

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der uruguayischen Herren-Nationalmannschaft

Weitere herausragende Mannschaften in Südamerika

Argentinien (Damen)
Südamerikameister 2006 - Vize-Südamerikameister 1995, 1998, 2003
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der argentinischen Frauen-Nationalmannschaft

Chile (Herren)
WM-Dritter 1962 - Südamerikameister 2015, 2016
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der chilenischen Herren-Nationalmannschaft 

Kolumbien (Herren)
Südamerikameister 2001 - Vize-Südamerikameister 1975, 2024
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der kolumbianischen Herren-Nationalmannschaft

Paraguay (Herren)
Südamerikameister 19531979 - Vize-Südamerikameister 1946, 2011 
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der paraguayischen Herren-Nationalmannschaft 

Peru (Herren)
Südamerikameister 1939, 1975 - Vize-Südamerikameister 2019
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der peruanischen Herren-Nationalmannschaft

Herausragende Nationalmannschaften in Nord- und Mittelamerika

Kanada (Damen)
Die kanadische Frauen-Nationalmannschaft gehört zu den stärksten Teams im internationalen Frauenfußball. Sie ist vor allem für ihre enorme Konstanz bei internationalen Turnieren und für mehrere Weltklassespielerinnen bekannt. Dabei war Kanada lange für eine sehr robuste, disziplinierte und physisch starke Spielweise bekannt. Heute setzt das Team stärker auf technische Qualität und Ballbesitzfußball. Die größte sportliche Rivalität besteht mit den USA. Die Begegnungen zwischen den beiden Mannschaften gehören zu den traditionsreichsten Spielen im internationalen Frauenfußball. Der bislang größte Erfolg war der Olympiasieg 2020.

Rekordnationalspielerin: Christine Sinclair (2000-2023) - 331 Länderspiele
Rekordtorschützin: Christine Sinclair (2000-2023) - 190 Länderspieltore

Größte Erfolge
Nord- und Mittelamerikameister 1998, 2010 - Vize-Nord- und Mittelamerikameister 1991, 1994, 2002, 2006, 2018, 2022
WM-Vierter 2003 - Olympiasieger 2020 - Olympia-Bronze 2012, 2016

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der kanadischen Frauen-Nationalmannschaft

Mexiko (Herren)
Die mexikanische Nationalmannschaft - oft einfach "El Tri" genannt - gehört zu den traditionsreichsten und populärsten Nationalteams des amerikanischen Kontinents. Dabei ist das Land vor allem für seine leidenschaftliche Fußballkultur, seine großen Stadien (Aztekenstadion) und technisch starke Spieler bekannt. Mexiko entwickelte sich früh zu einer führenden Fußball-Nation in Nord- und Mittelamerika. Seit den 1990er-Jahren gehört das Team außerdem zu den erfolgreichsten Ländern. Ein berühmtes Phänomen war lange der sogenannte "Quinto Partido"-Fluch: Mexiko schied zwischen 1994 und 2018 siebenmal in Folge im WM-Achtelfinale aus und verpasste damit stets das "fünfte Spiel" eines Turniers.

Rekordnationalspieler: Andrés Guardado (2005-2022) - 181 Länderspiele
Rekordtorschütze: Chicharito (2009-2019) - 52 Länderspieltore

Größte Erfolge
Nord- und Mittelamerikameister 1965, 1971, 1977, 1993, 1996, 1998, 2003, 2009, 2011, 2015, 2019, 2023, 2025
Vize-Nord- und Mittelamerikameister 1967, 2007, 2021 - Vize-Südamerikameister 1993, 2001 - Olympiasieger 2012
CONCACAF Nations League-Sieger 2025 - FIFA-Konföderationen-Pokalsieger 1999

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der mexikanischen Herren-Nationalmannschaft

Vereinigte Staaten von Amerika (USA) (Damen)
In den Vereinigten Staaten von Amerika galt Fußball lange Zeit als Randsportart. Dennoch gehört die Nationalmannschaft der Frauen heute zu den erfolgreichsten Damenteams der Welt. Neben Deutschland und Norwegen sind die US-Girls die einzige Damenmannschaft, die Olympiasieger, Weltmeister und Kontinentalmeister wurde. Außerdem ist die US-Auswahl das erste Damenteam in der Geschichte des Frauenfußballs, welches sich ausschließlich aus professionellen Fußballerinnen zusammensetzte.

Mit insgesamt mehr als 770 Länderspielen haben die USA die meisten Länderspiele aller Frauen-Nationalmannschaften bestritten. Die bislang häufigsten Gegnerinnen waren Kanada und im interkontinentalen Vergleich die Damenauswahl aus China. Außerdem haben mittlerweile 35 Nationalspielerinnen der USA bereits mindestens 100 Länderspiele bestritten. Elf Spielerinnen absolvierten sogar über 200 Länderspiele. Die Weltrekordhalterin ist Kristine Lilly.

Rekordnationalspielerin: Kristine Lilly (1987-2010) - 352 Länderspiele
Rekordtorschützin: Abby Wambach (2001-2015) - 184 Länderspieltore

Größte Erfolge
Nord- und Mittelamerikameister 1991, 1993, 1994, 2000, 2002, 2006, 2014, 2018, 2022, 2024
Weltmeister 1991, 1999, 2015, 2019 - Vize-Weltmeister 2011 - WM-Dritter 1995, 2003, 2007
Olympiasieger 1996, 2004, 2008, 2012, 2024 - Olympia-Bronze 2020

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft

Weitere besondere Rivalitäten

Weitere herausragende Nationalmannschaften in Nord- und Mittelamerika

Costa Rica (Herren)
Nord- und Mittelamerikameister 1963, 1969, 1989 - Vize-Nord- und Mittelamerikameister 2002
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der costa-ricanischen Herren-Nationalmannschaft

Kanada (Herren)
Nord- und Mittelamerikameister 19852000 - Olympiasieger 1904
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der kanadischen Herren-Nationalmannschaft

Vereinigte Staaten von Amerika (USA) (Herren)
Nord- und Mittelamerikameister 1991, 2002, 2005, 2007, 2013, 2017, 2021
Vize-Nord- und Mittelamerikameister 1989, 1993, 1998, 2009, 2011, 2019, 2025
CONCACAF Nations League-Sieger 2021, 2023, 2024
Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der US-amerikanischen Herren-Nationalmannschaft

Herausragende Nationalmannschaften in Asien und Ozeanien

China (Damen)
Die chinesische Frauen-Nationalmannschaft gehört zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Teams im Frauenfußball. Vor allem in den 1990er-Jahren gehörten die "Steel Roses" (Stahlrosen) zu den Spitzenmannschaften. Die erfolgreichste Generation spielte um die Jahrtausendwende. Ihren Spitznamen erhielt die chinesische Frauen-Nationalmannschaft durch ihre kämpferische und zugleich technisch elegante Spielweise der Mannschaft. Außerdem war der Frauenfußball in China lange erfolgreicher und populärer als das Männerteam. Die "Steel Roses" galten oft auch als ein positives internationales Aushängeschild des chinesischen Sports.

Rekordspielerin: Zhang Rui (seit 2008) - 177 Länderspiele
Rekordtorschützin: Sun Wen (1990-2006) - 89 Länderspieltore

Größte Erfolge
Asienmeister 1986, 1989, 1991, 1993, 1995, 19971999, 2006, 2022 - Vize-Asienmeister 20032008
Vize-Weltmeister 1999 - Olympia-Silber 1996

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der chinesischen Frauen-Nationalmannschaft 

Japan (Damen)
Die japanische Frauen-Nationalmannschaft - bekannt als "Nadeshiko Japan" -  gehört heute zu den stärksten und technisch besten Teams der Welt. Der Begriff "Nadeshiko" bezeichnet in Japan eine traditionelle Blume. Diese steht sinnbildlich für Eleganz, Stärke und Disziplin. Viele Spielerinnen stehen inzwischen bei europäischen Spitzenvereinen unter Vertrag - vor allem in England und den USA. Der bislang größte Erfolg war der Gewinn des WM-Titels 2011.

Rekordspielerin: Homare Sawa (1993-2005) - 205 Länderspiele
Rekordtorschützin: Homare Sawa (1993-2005) - 89 Länderspieltore

Größte Erfolge
Asienmeister 2014, 2018, 2026 - Vize-Asienmeister 198619911995, 2001, 2008
Weltmeister 2011 - Vize-Weltmeister 2015 - Olympia-Silber 2012

Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der japanischen Frauen-Nationalmannschaft

Weitere herausragende Mannschaften in Asien und Ozeanien

Australien (Herren)
Ozeanienmeister 1980, 1996, 2000, 2004 - Vize-Ozeanienmeister 1998, 2002 
Asienmeister 2015 - Vize-Asienmeister 2011
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der australischen Herren-Nationalmannschaft

Australien (Damen)
Ozeanienmeister 1994, 1998, 2003 - Vize-Ozeanienmeister 1983, 1986, 1991 
Asienmeister 2010 - Vize-Asienmeister 2006201420182026
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der australischen Frauen-Nationalmannschaft

Japan (Herren)
Asienmeister 1992, 2000, 2004, 2011 - Vize-Asienmeister 2019 - Olympia-Bronze 1968
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der japanischen Herren-Nationalmannschaft

Neuseeland (Herren)
Ozeanienmeister 1973, 1998, 2002, 2008, 2016, 2024 - Vize-Ozeanienmeister 2000
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der neuseeländischen Herren-Nationalmannschaft 

Neuseeland (Damen)
Ozeanienmeister 1983, 1991, 2007, 2010, 2014, 2018 - Vize-Ozeanienmeister 19892003 
Asienmeister 1975 (Gastmannschaft) - Vize-Nord- und Mittelamerikameister 1993 (Gastmannschaft)
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der neuseeländischen Frauen-Nationalmannschaft

Nordkorea (Damen)
Asienmeister 2001, 2003, 2008 - Vize-Asienmeister 199319972010
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele

Saudi-Arabien (Herren)
Asienmeister 1984, 1988, 1996 - Vize-Asienmeister 199220002007
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der saudi-arabischen Herren-Nationalmannschaft

Südkorea (Herren)
Asienmeister 1956, 1960 - Vize-Asienmeister 1972198019882015 - WM-Vierter 2002
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der südkoreanischen Nationalmannschaft - Länderspiele zwischen Nord- und Südkorea

Taiwan (Damen)
Asienmeister 1977, 1979, 1981 -  Vize-Asienmeister 19891999 - Ozeanienmeister 1986, 1989
Turniere: Weltmeisterschaften

Herausragende Nationalmannschaften in Afrika

Kamerun (Herren)
Die kamerunische Fußballnationalmannschaft gehört zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Teams Afrikas. Die "unbezähmbaren Löwen") sind bekannt für kraftvollen, technisch starken und emotionalen Fußball. Seit den 1980er-Jahren prägten sie die Wahrnehmung des afrikanischen Fußballs weltweit wie kaum eine andere Mannschaft. Bei der WM 1990 erreichte Kamerun als erste afrikanische Mannschaft überhaupt das Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft. Mittlerweile gehört das Team zu den Spitzenmannschaften in Afrika.

Rekordspieler: Rigobert Song (1993-2010) - 137 Länderspiele
Rekordtorschütze: Samuel Eto’o (1997-2014) - 56 Länderspieltore

Größte Erfolge
Afrikameister 1984, 1988, 2000, 20022017 - Vize-Afrikameister 2008 - Olympiasieger 2000

Turniere: Weltmeisterschaften
Länderspiele der kamerunischen Herren-Nationalmannschaft

Marokko (Herren)
Die marokkanische Nationalmannschaft gehört heute zu den stärksten Teams in Afrika und in der arabischen Welt. Als erster afrikanischer Mannschaft überhaupt gelang Marokko bei der WM 1986 ein Gruppensieg in der Vorrunde und damit der Einzug in ein Achtelfinale bei einer Weltmeisterschaft. Bei der WM 2022 gelang Marokko als erster afrikanischer und arabischer Mannschaft überhaupt der Einzug in ein WM-Halbfinale.  

Rekordspieler: Noureddine Naybet (1990-2006) - 117 Länderspiele
Rekordtorschütze: Ahmed Faras (1966-1979) - 36 Länderspieltore

Größte Erfolge
Afrikameister 1976, 2025 - Vize-Afrikameister 2004 - WM-Vierter 2022 - Olympia-Bronze 2024 
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der marokkanischen Herren-Nationalmannschaft

Weitere herausragende Nationalmannschaften in Afrika

Ägyten (Herren)
Afrikameister 1957, 1959, 1986, 1998, 2006, 2008, 2010 - Vize-Afrikameisterschaft 1962, 2017, 2022
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der ägyptischen Herren-Nationalmannschaft

Elfenbeinküste (Herren)
Afrikameister 1992, 2015, 2024 - Vize-Afrikameister 2006, 2012
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der ivorischen Herren-Nationalmannschaft

Ghana (Herren)
Afrikameister 1963, 1965, 1978, 1982 - Vize-Afrikameister 1968, 1970, 1982, 1992, 2010, 2015
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der ghanaischen Herren-Nationalmannschaft

Nigeria (Herren)
Afrikameister 1980, 1994, 2013 - Vize-Afrikameister 1984, 1988, 1990, 2024 
Olympiasieger 1996 - Olymia-Bronze 2016
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele
Länderspiele der nigerianischen Herren-Nationalmannschaft

Nigeria (Damen)
Afrikameister 1998, 2000, 2002, 2004, 2006, 2010, 2014, 2016, 2018, 2025
Turniere: Weltmeisterschaften - Olympische Spiele

Weitere Informationen

Stand: 12.07.2026


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